„Mir scheint es äußerst erzählenswert, wie es uns Frauen Ü47 geht.“
Jule Ronstedt
Wir alle kennen die Pubertät – und was sie mit Menschen anstellt: körperliche Veränderungen und Gefühlsdurcheinander, Unsicherheiten und große Fragen setzen allen zu, deren Körper und Psyche sich von Kind- auf Erwachsensein umstellt. Doch etwa die Hälfte aller Menschen erlebt eine ähnliche Veränderung noch ein weiteres Mal: Frauen. Umso ungewöhnlicher, dass das Thema Menopause über lange Zeit als Tabu galt, über das frau sich nur hinter vorgehaltener Hand austauschte. Und: Umso wohltuender, wenn Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Jule Ronstedt ihre Beobachtungen zu den Wechseljahren teilen: ehrlich, frech, witzig, schmerzvoll und tiefgründig zugleich.
Die Menopause stellt völlig neue Fragen an die Frau, ihr Körperempfinden, Gesellschaft, Beziehungen und Arbeitswelt. Viele dieser Facetten hat die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Jule Ronstedt in ihrem ersten Buch „Menomorphosen“ aufgegriffen. In 26 Kurzgeschichten lässt sie Frauenfiguren ihre Geschichten erzählen.
Ronstedt selbst steckt mittendrin in der Menopause und weiß, wovon sie spricht: Gefühlsachterbahn, körperliche und psychische Begleiterscheinungen, Trennung nach 23 Jahren Ehe, schwindende Rollenangebote im zunehmenden Alter – und das Loslassen des erwachsen gewordenen Kindes.
Als Repräsentantin für das Thema liest und spricht Jule Ronstedt in unserem Tutzinger Salon nicht nur von den Veränderungen, sondern auch von den großen Chancen, die die Wechseljahre für Frauen bereithalten.
Herzliche Einladung an Frauen in allen Lebenslagen – sowie all jene, die sie besser verstehen möchten!
Dorothea Grass
Studienleiterin & Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Evangelische Akademie Tutzing






