11. Tutzinger Lichterkette: Aufruf zur Verteidigung der Demokratie
“Nur die Demokratie garantiert Vielfalt, dass sich Menschen in aller Freiheit in Vereinen, Kirchen, Verbänden, Parteien, Bürgerinitiativen engagieren können”, sagte Akademiedirektor Udo Hahn bei der Tutzinger Lichterkette am 27. Februar 2026.
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Für Frieden, Freiheit, Glaube, Toleranz und Miteinander hat sich der Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, Udo Hahn, bei der 11. Tutzinger Lichterkette am 27. Februar 2026 ausgesprochen. In seiner Rede sagte er, dass die meisten Menschen diese Grundsätze als selbstverständlich empfänden. “In diesem Rahmen lässt es sich gut leben. Jeder und jede kann ihn mitgestalten.” Ganz anders sei das in der Zeit der Diktatur des Nationalsozialismus gewesen. Die Nationalsozialistische Partei habe Politik und Kultur sowie das öffentliche Leben gleichgeschaltet. Eine Zivilgesellschaft habe es in der Form nicht gegeben.
“Nur die Demokratie garantiert Vielfalt, dass sich Menschen in aller Freiheit in Vereinen, Kirchen, Verbänden, Parteien, Bürgerinitiativen engagieren können”, sagte Hahn. Nur so könne man mitreden, wenn es darum gehe, “gemeinsam die Herausforderungen des Zusammenlebens am Wohnort zu meistern, Lösungen zu entwickeln und nächste Schritte auszuprobieren”. Dabei sei die Demokratie verbesserungsbedürftig und verbesserungsfähig. “Es ist die einzige Staatsform, die Bürgerinnen und Bürgern uneingeschränkt ermöglicht, an ihrer Verbesserung mitzuwirken.”
Aufruf zum Wählen
Die Demokratie sei es wert, verteidigt zu werden, so Hahn. Dies geschehe über Veranstaltungsformate wie die Lichterkette genauso wie über die Kommunalwahl am 8. März. “Mit unserem Engagement als Bürgerinnen und Bürger, als Menschen, die an diesem Ort zusammenleben, entscheiden wir, wie stark unsere Demokratie ist.” In diesem Zusammenhang setzte sich der Akademiedirektor auch für mehr Integrationsangebote wie Sprachkurse ein.
Unter dem Motto “Light up!” fand am Freitag die 11. Tutzinger Lichterkette mit einem neuen Konzept statt. So gab es in diesem Jahr nicht nur Lichter, Feuerschalen und Essensstände auf der Rathauswiese. Bürgerinnen und Bürger waren auch aufgerufen, ihre Häuser und Fenster mit Lichtern und Botschaften zu schmücken. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Pfarrei St. Joseph Tutzing, der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Tutzing und der Gemeindeverwaltung Tutzing organisiert.



