Sterben – Vielfältig wie das Leben! Alt werden an besonderen Lebensorten,0

Sterben – Vielfältig wie das Leben! Alt werden an besonderen Lebensorten,0

03. - 04. Juni 2024

Inhalt

DAHOAM IS DAHOAM
                                          Titel einer beliebten bayerischen Fernsehserie

Menschen leben nicht nur in ihren Wohnungen. Sie leben in Dörfern oder Stadtvierteln, sie leben in Quartieren und sind in Sozialräumen zuhause, die für sie – und im Idealfall auch mit ihnen – geplant und gestaltet werden. Gerade im Alter sind solche Lebensräume für die Pflege sozialer Beziehungen wichtig. Einsamkeit wird mehr und mehr zum Thema in Sozialpolitik und Stadtplanung. Besonders am Lebensende sind Netzwerke der Hilfe und Sorge nötiger denn je. Sie gewinnen im Bewusstsein der Gesellschaft zu Recht an Gewicht.

Schon 2012 veröffentlichte der inzwischen verstorbene Sozialpsychiater Klaus Dörner sein Buch „Leben und sterben, wo ich hingehöre: Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem“. Kommunen mit ihren Wohlfahrts-verbänden, die Kirchen mit Diakonie und Caritas und unzählige Nachbarschaftsprojekte sind in diesem Jahrtausend damit befasst, Sozialräume als bergende Lebensräume zu gestalten. In ihnen wird gelebt, gearbeitet, gealtert – und gestorben. So vielfältig wie das Leben ist auch das Lebensende.

Mag die Beschäftigung mit Gebrechlichkeit und Tod den Alltag von Menschen nicht permanent bestimmen, so geraten diese Themen dennoch immer wieder – und oft auch unerwartet – in den Blick. Dann jedoch generieren sie drängende und belastende Fragen. Gut aufgestellte Quartiere und Sozialräume sind vorbereitet, darauf angemessen zu antworten. Es lohnt sich, aus der Erfahrung solche Projekte und aus den Erlebnissen Betroffener zu lernen. Dazu wollen wir uns Zeit nehmen, ins Gespräch kommen und Perspektiven entwickeln. Eine Besonderheit ist, dass die Veranstaltung durch die Methode des Graphic Recording begleitet und dokumentiert wird.

Wir freuen uns, Interessierte in der Evangelischen Akademie Tutzing willkommen zu heißen!

Pfr.i.R. Frank Kittelberger
Pastoralpsychologe; freier Mitarbeiter und ehemals Studienleiter an der Evangelischen Akademie Tutzing für Medizin- und Gesundheitsethik, Pastoralpsychologie, Spiritual Care, München
Pfr. Dr. Hendrik Meyer-Magister
Theologe; Stellvertretender Akademiedirektor, Studienleiter für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. Barbara Erxleben
Referentin im Arbeitsbereich Hospiz, Diakonisches Werk Bayern e.V.; Nürnberg
Alexander Kulla
1. Vorsitzende des Evangelischen Fachverbandes für End-of-Life-Care; Einrichtungs- und Pflegedienstleitung im Hospiz am Ohmplatz der Diakonie Erlangen

Tagungs-Programm

Montag, 03. Juni 2024
11.00 UhrAnreise
12.30 UhrBeginn der Tagung mit einem Imbiss
13.30 UhrBegrüßung & EinführungPfr.i.R. Frank Kittelberger
14.00 UhrMarkt der Möglichkeiten aus der Arbeit an besonderen Lebens- und Sterbeorten
Kurzimpulse erster Teil
1. Stationäre AltenhilfeHelena Armbrecht
Michael Thoma
2. Stationäre HospizeAlexander Kulla
3. Eingliederungshilfe für Menschen mit BehinderungLena Simoneit
Andrea Eitmann
4. StrafvollzugWilfried Lippe
5. Eigene HäuslichkeitDr. Kerstin Happich
6. KrankenhausPfarrerin Anna-Katharina Stangler
15.15 UhrKaffeepause
15.45 UhrMarkt der Möglichkeiten aus der Arbeit an besonderen Lebens- und Sterbeorten
Kurzimpulse Fortsetzung
7. SozialpsychiatrieMarkus Ruoff
8. WohnungslosigkeitNadine Bihlmaier
16.25 UhrWorkshops zu Querschnittsthemen
W 1: Spiritual Care - was erwarten Menschen im Alter?Michael Thoma
W 2: Netzwerke machen Lebensorte zu guten SterbeortenSigrid Altweck
W 3: Architektur - Lebens- und Sterbeorte gestaltenKatharina Voigt
W 4: Symptomlinderung ohne MedikamenteAlexander Kulla
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrReligöses Grenzgängertum an Lebens- und SterbeortenProf. Dr. Arne Manzeschke
11.00 Uhr
Anreise
12.30 Uhr
Beginn der Tagung mit einem Imbiss
13.30 Uhr
Begrüßung & EinführungPfr.i.R. Frank Kittelberger
14.00 Uhr
Markt der Möglichkeiten aus der Arbeit an besonderen Lebens- und Sterbeorten
Kurzimpulse erster Teil
1. Stationäre AltenhilfeHelena Armbrecht
Michael Thoma
2. Stationäre HospizeAlexander Kulla
3. Eingliederungshilfe für Menschen mit BehinderungLena Simoneit
Andrea Eitmann
4. StrafvollzugWilfried Lippe
5. Eigene HäuslichkeitDr. Kerstin Happich
6. KrankenhausPfarrerin Anna-Katharina Stangler
15.15 Uhr
Kaffeepause
15.45 Uhr
Markt der Möglichkeiten aus der Arbeit an besonderen Lebens- und Sterbeorten
Kurzimpulse Fortsetzung
7. SozialpsychiatrieMarkus Ruoff
8. WohnungslosigkeitNadine Bihlmaier
16.25 Uhr
Workshops zu Querschnittsthemen
W 1: Spiritual Care - was erwarten Menschen im Alter?Michael Thoma
W 2: Netzwerke machen Lebensorte zu guten SterbeortenSigrid Altweck
W 3: Architektur - Lebens- und Sterbeorte gestaltenKatharina Voigt
W 4: Symptomlinderung ohne MedikamenteAlexander Kulla
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Religöses Grenzgängertum an Lebens- und SterbeortenProf. Dr. Arne Manzeschke
Dienstag, 04. Juni 2024
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrAlt werden an besonderen LebensortenProf. Dr. Ulrike Kostka
10.00 UhrKaffeepause
Fortsetzung der Tagung im Musiksaal
10.30 UhrSterben - vielfältig wie das Leben?Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Andreas Kruse
11.30 UhrWas nehmen wir mit?
Graphic RecordingPräsentation mit
Marie Guttmann
Moderation:
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen
07.45 Uhr
Morgenandacht in der Schlosskapelle
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
08.00 Uhr
Frühstück
09.00 Uhr
Alt werden an besonderen LebensortenProf. Dr. Ulrike Kostka
10.00 Uhr
Kaffeepause
Fortsetzung der Tagung im Musiksaal
10.30 Uhr
Sterben - vielfältig wie das Leben?Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Andreas Kruse
11.30 Uhr
Was nehmen wir mit?
Graphic RecordingPräsentation mit
Marie Guttmann
Moderation:
Pfr.i.R. Frank Kittelberger
12.30 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

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KOOPERATIONSPARTNER
 
 
 
 

Referierende

BETEILIGTE

Sigrid Altweck M.A., Referentin, Bayerisches Hospiz- und Palliativbündnis (BHPB), Landshut
Helena Armbrecht*, Referentin für stationäre Altenhilfe beim Diakonischen Werk Bayern e. V. ; Geschäftsführerin des Fachverbands Evangelische Altenhilfe in Bayern e. V., Nürnberg
Nadine Bihlmaier, Referentin der Geschäftsführung der Diakonie Herzogsägmühle, Peiting
Pfr.in Andrea Eitmann, Diakonisch-Theologischer Dienst Diakoneo KdöR, Bruckberg
Marie Guttmann, Dipl. Designer (FH); Graphic Recording & Illustration, Nürnberg
Dr. Kerstin Happich, Allgemeinmedizin, Palliativmedizin, Ärztliche Leitung Palliavita Erlangen
Prof. Dr. Ulrike Kostka, Direktorin Caritasverband Erzbistum Berlin; außer-planmäßige Professorin für Moraltheologie Katholisch-Theologische Fakultät Universität Münster, Berlin
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Direktor emeritus, Institut für Gerontologie, Seniorprofessor distinctus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Pfr. Wilfried Lippe, Gefängnisseelsorge JVA Straubing
Pfr. Prof. Dr. habil. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der Evang.-Luth. Kirche in Bayern; Professor für Anthropologie und Ethik, Evangelische Hochschule Nürnberg
Markus Ruoff, Geschäftsbereichsleitung Sozialpsychiatrie, Epilepsie und Gesundheit, Diakonie München Oberbayern-Innere Mission München e.V., München
Lena Simoneit*, Referentin für Unterstützung von Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung beim Diakonischen Werk Bayern e. V. ; Geschäftsführerin des Fachverbandes Evangelische Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie in Bayern e. V., Nürnberg
Pfr.in Anna-Katharina Stangler, Seelsorge im Klinikum der LMU (Standort Großhadern); Trainerin für Ethikberatung im Gesundheitswesen (K3 AEM), München
Pfr. Michael Thoma*, Beauftragter für Altenheimseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, München
Dr. Katharina Voigt, TUM München, Department Architektur; Lehre, Forschung, Praxis und Beratung in Architektur und zeitgenössischem Tanz, München

PLANUNGSTEAM DER TAGUNG
Personen mit * und die unter dem Einleitungstext genannten Personen

STIPENDIEN
Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing bietet jungen Menschen mit wenig Geld Bildungsstipendien an. Bitte wenden Sie sich im Zuge Ihrer Anmeldung an die zuständige Studienleitung.

Preise & Informationen

VERANSTALTUNGSLEITUNG
Pfr.i.R .Frank Kittelberger, München
ORGANISATION & INFORMATION
Cornelia Spehr, E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de; Tel. 08158 251-125. Ihre Anfragen zu der Veranstaltung erreichen uns in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir über das Online-Formular auf unserer Homepage. Sie wird von uns bestätigt, ist verbindlich und Voraussetzung für die Teilnahme. Anmeldeschluss ist 21. Mai 2024.

Abmeldung
Sollten Sie an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 27. Mai2024 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung. Unsere Stornobedingungen entnehmen Sie unserer Homepage.

Preise pro Person für die gesamte Veranstaltungsdauer (in Euro):
 
Vortragsgebühr 50.00
(zzgl. Kaffee/Tee/Kuchen auch bei Teilnahme ohne Verpflegung)  
Vollpension  
– im Einzelzimmer 118.50
– im Zweibettzimmer 96.50
– im Zweibettzimmer als EZ 130.50
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück) 50.00

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.
Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Verpflegung
Gerne bietet Ihnen unsere Küche gegen 10.– € Aufpreis pro Person & Veranstaltung bei veganer Ernährung, Unverträglichkeiten oder Allergien ein darauf abgestimmtes Essen an. Bitte teilen Sie uns dies verbindlich mit Ihrer Anmeldung mit.

Preisnachlass
Auszubildende, Schüler:innen, Student:innen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitsuchende eine Ermäßigung von 50 Prozent. Journalist:innen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn ein aktueller Presseausweis einer ausstellungsberechtigten Organisation zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.

Weitere Informationen zu
Schlosseuro / Datenschutz / AGB / E-Mobilität und umweltfreundlicher Anreise finden Sie unter dem Titel der Tagung auf unserer Homepage: ww.ev-akademie-tutzing.de (s. auch QR-Code)
Bildnachweis: © wiebrig-krakau-1w3vZV63J1I-unsplash
Veranstaltungsnummer: 0442024
 

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee, Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 60.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.

Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing. Im Ort wird die Hauptstraße bis Ende 2023 umgebaut, was mit Beeinträchtigungen im Straßenverkehr verbunden ist.

E-MOBILITÄT
Die E-Ladesäulen der Akademie befinden sich auf dem Parkplatz P2.
Die Karten dafür erhalten Sie an der Rezeption.