Konfessioneller Religionsunterricht: wichtiger denn je?

22. - 23. Juni 2018

Inhalt

WIE LÄSST SICH GLAUBE AUCH IN DER SCHULE LEHREN?

 
Religion soll ordentliches Schulfach und damit verpflichtend bleiben. Zwei Drittel der Befragten sprachen sich dafür aus, wie eine aktuelle Umfrage ergab, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern jüngst in Auftrag gegeben hatte. Mehr als drei Viertel der Befürworter begründen ihre Meinung damit, dass jeder das Recht auf religiöse Bildung habe. 72 Prozent sehen im Religionsunterricht einen Vermittler wichtiger Werte. 58 Prozent verweisen auf fehlende religiöse Bildung zuhause als Grund für die Notwendigkeit des Religionsunterrichts, 56 Prozent sehen in ihm eine Hilfe, die Welt besser zu verstehen. Rund ein Viertel aller Befragten sind dagegen der Meinung, Religion solle kein ordentliches Schulfach mehr sein, denn sie sehen Religion als Privatsache an.
 
Schon diese knappe Ergebnisübersicht der Studie zeigt, welche Erwartungen Religionsunterricht evangelischer Prägung erfüllen soll. Für den katholischen Religionsunterricht dürften die Herausforderungen vergleichbar sein.
 
Beide Kirchen befassen sich seit geraumer Zeit intensiv mit der Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts. Er ist übrigens als einziges Unterrichtsfach in Artikel 7, Abs. 3 des Grundgesetzes als ordentliches Lehrfach für öffentliche Schulen abgesichert. Die Deutsche Bischofskonferenz gab 2016 die Erklärung heraus: „Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts. Empfehlungen für die Kooperation des katholischen mit dem evangelischen Religionsunterricht“. 2017 folgte die Evangelische Kirche in Deutschland mit ihrem Papier „Konfessionell-kooperativ erteilter Religionsunterricht. Grundlagen, Standards und Zielsetzungen“. Einer der Leitsätze lautet: „Der konfessionell-kooperativ erteilte Religionsunterricht fördert das Bewusstsein für die eigene Konfessionalität und leistet einen entscheidenden Beitrag zu einem verantwortlichen Miteinander von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Religionen, Konfessionen und Weltanschauungen an einer Schule.“
 
Vor diesem Hintergrund will die gemeinsame Tagung der Katholischen Akademie in Bayern und der Evangelischen Akademie Tutzing eine Standortbestimmung vornehmen. Die Fragen, die im Mittelpunkt stehen, haben Gewicht: Wie lässt sich Glaube auch in der Schule lehren? Welche Impulse können für das Zusammenleben in der Gesellschaft ausgehen? Und wie soll ein zeitgemäßer Religionsunterricht konkret aussehen? Diskutieren Sie mit und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Es ergeht herzliche Einladung in das Schloss Tutzing!

Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Dr. Florian Schuller, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern
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Tagungs-Programm

Freitag, 22. Juni 2018
Anreise ab 12.00 Uhr
13.30 UhrBeginn der Tagung mit Kaffee/Tee & Gebäck
14.15 UhrEinführung
Pfr. Udo Hahn
und
Dr. Astrid Schilling
14.30 UhrGehört der Religionsunterricht zur Allgemeinbildung?Josef Kraus
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrDer konfessionell-kooperative Religionsunterricht. Ein Modell aus der ReligionspädagogikProf. Dr. Konstantin Lindner
Prof. Dr. Henrik Simojoki
17.00 UhrSchülerinnen und Schüler berichten aus ihrer Perspektive
18.30 UhrAbendessen
Samstag, 23. Juni 2018
07.30 UhrFrühstück
08.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
09.00 UhrWie muss der Religionsunterricht an der Universität vermittelt werden, um Lehrerinnen und Lehrer auf Herausforderungen vorzubereiten?Prof. Dr. Peter Bubmann
Prof. Dr. Hans Mendl
10.00 UhrKaffeepause
10.30 UhrWelche unterstützende Rolle bei der Ausbildung/Fortbildung können die Religionspädagogischen Zentren spielen?Klaus Buhl
Dr. Ferdinand Herget
11.30 UhrPause
11.45 UhrResümee und Diskussion
Ursula Lay
und
Christiane Krämer
13.00 UhrMittagessen und Ende der Tagung

Referierende

Prof. Dr. Peter Bubmann, Lehrstuhl für Praktische Theologie (Religions- und Gemeindepädagogik) an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg
Klaus Buhl, Pfarrer, Direktor des Religionspädagogischen Zentrums Heilsbronn
Dr. Ferdinand Herget, Wiss. Referent, Direktor des Religionspädagogischen Zentrums Bayern, München
Christiane Krämer, Studienrätin, Religions- und Deutschlehrerin am Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg
Josef Kraus, ehem. Schulleiter des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums in Vilsbiburg bei Landshut, langjähr. Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL)
Ursula Lay, Landesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft (KEG) in Bayern, München
Prof. Dr. Konstantin Lindner, Lehrstuhl für Katholische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Bamberg
Prof. Dr. Hans Mendl, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Passau
Prof. Dr. Henrik Simojoki, Lehrstuhl für Evangelische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Universität Bamberg

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Udo Hahn, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Astrid Schilling, Katholische Akademie in Bayern
 
Anmeldung
Isabelle Holzmann, Telefon: 08158 251-121, Telefax: 08158 251-110, E-Mail: holzmann@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich über die E-Mail-Adresse der Tagungsorganisation oder direkt über unsere Website. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich.
Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2018.
 
Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 15. Juni 2018 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, am Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung. Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.
 
Preise
für die gesamte Tagungsdauer:
 
Teilnahmebeitrag                                               45.–   €
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)   32.50 €
Vollpension
– im Einzelzimmer                                             91.–  €
– im Zweibettzimmer                                         69.–  €
– im Zweibett- als Einzelzimmer                       99.–  €
 
Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Gerne bietet unsere Küche gegen einen Aufpreis von 10 € pro Person & Veranstaltung bei streng veganem Essen, Unverträglichkeiten oder Allergien die Zubereitung einer Sonderkost an. Eine vorherige Anmeldung hierfür ist erforderlich.
 
Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Journalistinnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.

Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
Zur Erinnerung für Lehrkräfte
Geeignete Veranstaltungen können als Fortbildungsmaßnahmen anerkannt werden; es empfiehlt sich allerdings eine vorherige Absprache mit der Schulleitung und deren formlose schriftliche Bestätigung. Fahrt- und Teilnahmekosten werden nicht erstattet, es besteht aber – wie bei anderen Fortbildungsveranstaltungen auch – Unfallversicherungsschutz nach Art. 45 ff. BayBeamtVG.

Die Evangelische Akademie Tutzing und die Katholische Akademie in Bayern sind deshalb gerne bereit, Ihnen für die Teilnahme eine Teilnahmebescheinigung auszustellen. Bitte vermerken Sie bei Bedarf in Ihrer Anmeldung, dass Sie eine solche Bescheinigung wünschen. Danke!

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.