K.R.E.B.S.

06. - 08. April 2018

Inhalt

TO COPE:  
ZURECHTKOMMEN (MIT)
TO CARE: 
SORGEN, SORGE TRAGEN (UM) 
 
„Krebs!“ – schon die Diagnose intoniert einen Kampf. Nicht nur die Frage nach der Ursache, die Suche nach Gründen oder Schuld und die verzweifelte Hoffnung auf Heilung zehren an den Kräften und belasten Beziehungen. Auch der ganz normale Alltag in Zeiten einer Krebserkrankung ist alles andere als „normal“. Gerade die Fülle öffentlicher und privater Anteilnahme und immer wieder sich überschlagende Meldungen über neueste Forschungsergebnisse und neue Hoffnungsschimmer bedeuten eine Achterbahn der Gefühle.
 
Nein, die Kranken sind nicht allein gelassen – und doch müssen sie diesen Weg letztlich allein gehen.  Sie lesen und hören Meldungen und Ratschläge, die von der Bewältigung der Krankheit Krebs handeln; der Markt für Hilfen zum „Leben mit Krebs“ ist schier unüberschaubar geworden. Das reicht von Angeboten der komplementären Medizin bis zu Selbsthilfe, von esoterischen Ritualen bis zur Einübung gelassenen und demütigen Ertragens. Und immer sind es gut gemeinte Ratschläge. Die Fülle an Möglichkeiten gerät zum Dickicht. Es wird zur Aufgabe einer sorgenden Gesellschaft, eine gangbare Schneise durch dieses Dickicht zu schlagen, um denen angemessene Hilfe anzubieten, die diesen Weg gehen müssen.
 
Wir werden in dieser Tagung die Bandbreite der Themen abschreiten: Mit einem Blick auf neueste Forschungsergebnisse, auf ökonomische, gesundheitspolitische und medizinethische Fragen rund um die Krankheit Krebs und nicht zuletzt auf die Diskussion von Deutungsmustern sowie religiösen und spirituellen Aussagen und Angeboten. Wir wenden uns mit unserem Filmabend explizit auch an jüngere Menschen, die mit Krankheit und Verlusterfahrungen beschäftigt sind. Wir laden interessierte Bürgerinnen und Bürger zu dieser Tagung in die Evangelischen Akademie Tutzing ein, die dieses immer wieder lautstark und ängstlich, aber oft auch hoffnungsvoll diskutierte Thema aufgreift.

Prof. Dr. med. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5, FAU Erlangen
Prof. Dr. Volker Beck, Dipl.-Psych. Hochschule Darmstadt
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. rer. nat. Catharina Maulbecker-Armstrong, Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen
Prof. Dr. rer. nat. Tanja C. Vollmer, Technische Universität Berlin, Architekturbüro Kopvol architecture & psychology, Rotterdam
 

Tagungs-Programm

Freitag, 06. April 2018
Anreise ab 14.30 Uhr
15.30 UhrWillkommen im Foyer bei Kaffee & Kuchen
16.15 UhrBegrüßung und Einführung in die TagungPfr. Frank Kittelberger
16.45 UhrMedizinethische Grenzfragen in der OnkologieDr. phil. Katja Mehlis
Dr. med. Lena Woydack
18.00 UhrAbendessen
19.15 UhrNicht jeder Krebs muss Schicksal sein: Was kann der Einzelne für die Krebsprävention tun?Nobelpreisträger Prof. em. Dr. med. Dr. h.c.mult. Harald zur Hausen
20.30 UhrGespräche und Begegnung in den Salons des Schlosses
Samstag, 07. April 2018
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
09.00 UhrWenn die Bremse des Immunsystems gelöst wird: Neues aus der KrebstherapieProf. Dr. med. Andreas Mackensen
09.50 UhrHat die Solidarität Grenzen? Über Kosten und Lasten in der onkologischen VersorgungDr. rer. med. Walter Baumann
10.40 UhrKaffeepause
11.00 UhrKrebs und die Ambivalenz der SpiritualitätProf. em. Dr. theol. Michael Klessmann
11.50 UhrKreative Verfahren und Kunsttherapie bei KrebsProf. Dr. rer. medic. Alexandra Modesta Hopf
12.30 UhrMittagessen
14.00 UhrKurzimpuls und Überleitung zu den ForenProf. Dr. Dipl.-Psych. Volker Beck
14.30 UhrArbeit in den Foren
Kreative Verfahren in der TherapieProf. Dr. rer. medic. Alexandra Modesta Hopf
Die Kraft der SelbsthilfeHilde Schulte
Krebs als soziale BelastungDipl.-Psych. Markus Besseler
Krebs und die Stärkung der psychischen Widerstandskraft: ResilienzAnja Koop
"Krebs? Oh Gott!" Erfahrungen aus Seelsorge & BeratungPfr. Dr. theol. Bernhard Barnikol-Oettler
16.00 UhrKaffeepause
16.20 UhrHeilsam Bauen: Archtitektur gegen den KrebsProf. Dr. rer. nat. Tanja C. Vollmer
17.10 UhrPsycho-Onkologie: State of the ArtManfred Gaspar M.A.
18.00 UhrAbendessen
19.30 UhrKurzfilm "Der Kapitän"Filmvorführung und Gespräch mit dem Filmemacher
Benjamin Zerhau
20.30 UhrGespräche und Begegungen in den Salons des Schlosses
Sonntag, 08. April 2018
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Pfr. Frank Kittelberger
09.00 Uhrmodern times: e-health Applikationen in der OnkologieProf. Dr. rer. nat. Catharina Maulbecker-Armstrong
10.00 UhrSexualität und Krebs - Lust oder LastDr. rer. med. Dipl.-Psych. Bianca Senf
11.00 UhrLast but not Least: Nur nicht totlachen - Krebs und HumorDipl.-Psych. Margit Schröer
Dr. med. Susanne Hirsmüller
12.00 UhrVerabschiedungPfr. Frank Kittelberger
12.15 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen

Referierende

REFERENTINNEN UND REFERENTEN
Pfr. Dr. theol. Bernhard Barnikol-Oettler, Pfarrer; Lehrsuper-visor DGfP + DGSv; Leitung Seelsorgezentrum und Klinische Seelsorgeausbildung am Klinikum Großhadern LMU München
Dr. rer. med. Walter Baumann, Soziologe, Geschäftsführer Wissenschaftliches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen WINHO, Köln
Markus Besseler, Geschäftsführer Bayerische Krebsgesellschaft e.V., München
Manfred Gaspar M.A., Psychoonkologe; Psychoonkologie am Städtischen Krankenhaus Kiel
Dr. med. Susanne Hirsmüller, MSc Pall. Care; Hospizleitung Hospiz am EVK Düsseldorf, Medizinethik-Team Düsseldorf
Prof. Dr. rer. medic. Alexandra Modesta Hopf, Professorin für intermediale Kunsttherapie, Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit, Medical School Hamburg
Prof. em. Dr. theol. Michael Klessmann, Em. Hochschullehrer für Praktische Theologie mit den Forschungsschwerpunkten „Seelsorge und Pastoralpsychologie“, Pastoralpsychologe, Lehrsupervisor (DGfP), Berlin
Anja Koop, Supervisorin und professioneller Coach (DGSv), selbst Betroffene, München
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie & Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Erlangen
Dr. phil. Katja Mehlis, Sozialwissenschaftlerin, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg
Dipl. Psych. Margit Schröer, Psychologische Psychotherapeutin, Vorstandsmitglied Ökumenische Hospizgruppe Gerresheim e.V., Ethikerin im Gesundheitswesen, Medizinethik-Team, Düsseldorf
Hilde Schulte, Ehrenvorsitzende der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“; Asterode
Dr. rer. med. Bianca Senf, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin; Psychologische Leitung der Abteilung Psychoonkologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main
Dr. med. Lena Woydack, Medizinethikerin, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg
Ben Zerhau, Filmemacher, München
Nobelpreisträger Prof. em. Dr. med. Dr. h.c.mult. Harald zur Hausen, Mediziner und Nobelpreisträger (2008); Professor Emeritus am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg

TAGUNGSTEAM
Prof. Dr. Volker Beck, Dipl.-Psych., Professor für Sozialmedizin am Fachbereich Soziale Arbeit, Hochschule Darmstadt
Frank Kittelberger, Pfarrer und Pastoralpsychologe, Studienleiter, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. rer. nat. Catharina Maulbecker-Armstrong, Professur für Medizinisches Management, Versorgungsforschung und e-Health, Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen
Prof. Dr. rer. nat. Tanja C. Vollmer, Architekturpsychologie am Institut für Architektur der Fakultät VI, Technische Universität Berlin; Geschäftsführende Direktorin des Architekturbüros Kopvol architecture & psychology, Rotterdam

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing

Tagungsorganisation
Cornelia Spehr, Telefon: 08158 251-125, Telefax: 08158 99 64 24, E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, mit anhängender Karte, per E-Mail (Tagungsorganisation) oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich. 
Anmeldeschluss ist der 30. März 2018.

Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 30. März 2018  um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, ab dem Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung. Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.
 
Preise                 
für die gesamte Tagungsdauer:                                  €

Teilnahmebeitrag                                                     85.–
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)         53.–
Vollpension im Einzelzimmer                               170.–
Vollpension im Doppelzimmer                              126.–
Vollpension im Doppelzimmer als Einzelzimmer 186.–
–  Kurzzeitzuschlag                                                  10.–
Kaffee/Tee/Kuchen werden in den Vortragspausen angeboten und bei Teilnahme ohne Verpflegung berechnet (à 4.– €).

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Cash. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Journalistinnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation vorliegt. Bei Inanspruchnahme des Preisnachlasses schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises zu.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise  öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an
der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 

Stiftung Schloss Tutzing
Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Möchten Sie der Stiftung einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.
 
Punkte für das „Fortbildungszertifikat“ der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) sind in Aussicht gestellt.
Fortbildungspunkte für Pflegende (RbP) sind in Aussicht gestellt.
 
Bildnachweis: © privat
Tagungsnummer: 0432018
 
 

Diese Tagung ist nach dem BzGBW als Bildungszeit geeignet

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.
Downloads

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