Hilfe aus dem Netz

14. - 16. Oktober 2016

Inhalt

ZU RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN FRAGEN SIE IHREN PROGRAMMIERER

Das Internet scheint allmächtig: Es kennt uns, es analysiert und versteht uns, es hilft uns. Ohne Netz lebt heute kaum noch jemand in unserer Gesellschaft. Das Netz mit seinen Möglichkeiten ist reich an Ideen und Hilfestellungen für den Alltag. Auch das beschädigte oder beeinträchtigte Leben kann davon profitieren. Hilfe aus dem Netz – das ist für viele Menschen Realität. Dabei geht es nicht nur um Wettervorhersage und Routenführung. Es geht auch um Trost, Therapie, technische Unterstützung über weite Distanzen und neue Formen der Kommunikation. Wo sonst vielleicht Barrieren oder die Scheu vor der persönlichen Begegnung den Kontakt erschweren, ist Beziehung nun in Krisenzeiten, bei Sorgen und Nöten über große Entfernung hin medial vermittelt möglich.

Doch das Netz vergisst auch nichts. Einmal Geschriebenes oder Gesagtes verbleibt im undurchsichtigen Cyberspace und droht aus dem Hintergrund jederzeit und kompromittierend wieder aufzutauchen, wenn Sicherungsmaßnahmen versagen oder versagt werden. Was ehemals hilfreich gedacht, kann zur Gefahr sui generis werden.
 
Die Entwicklung der Online-Medizin und der Online-Psychologie bedarf also der sorgfältigen ethischen Begleitdiskussion. Dazu laden wir Anbieter, Nutzer und interessierte Mitbürger in die Evangelische Akademie im Schloss am Starnberger See herzlich ein.

Prof. Dr. Volker Beck, Darmstadt
Pfr. Frank Kittelberger, Tutzing
Prof. Dr. Tanja Vollmer, Rotterdam

Tagungs-Programm

Freitag, 14. Oktober 2016
Anreise ab 15 Uhr
15.30 UhrBeginn der Tagung mit Kaffee, Tee & Gebäck
16.00 UhrBegrüßung und EinführungPfr. Frank Kittelberger
16.30 Uhrganz nah dran und doch weit weg
Online-Lebensberat und, Online-Seelsorge, Online-Beichte - nichts ist unmöglich?Pastor Dipl.-Inf. Ralf Peter Reimann
18.00 UhrAbendessen
19.15 UhrNetz statt Couch? Ein Überblick zu den Chancen und Grenzen von E-Mental HealthProf. Dr. Christiane Eichenberg
20.30 UhrGespräche in den Salons des Schlosses
Samstag, 15. Oktober 2016
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
09.00 UhrDen Schlag aus der Ferne schlagen - Stand und Würdigung der telemedizinisch vernetzten SchlaganfalltherapieDr. med. Christopher Adamczyk
10.00 UhrOnline Psychoonkologie. Wer will es, wer braucht es, wem hilft es?Ergebnisse einer Dreijahresstudie zur Evaluation des Beratungsportals Psycho-Onkologie Online
Prof. Dr. Tanja Vollmer
11.00 UhrKaffeepause
11.30 UhrZukunftsmusik - oder schon mitten drin? Zur Implementierung von Telematik und Telemedizin im deutschen GesundheitswesenDr. med. Franz Joseph Bartmann
12.30 UhrMittagessen
14.00 Uhrbig data - no problem? Von wegen!Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
15.00 UhrOnline Heilen: Wirkungen und Nebenwirkungen - eine ausgeglichene Bilanz?Dipl. Psych. Jürgen Hardt
16.00 UhrKaffeepause
16.30 UhrBeziehung und Medizin - kann mich ein medial vermitteltes DU berühren?Prof. Dr. Volker Beck
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrOnlinetraumatherapie zwischen Berlin und Afrika - wie digitale Medien helfen, Grenzen zu überwindenProf. Dr. Christine Knaevelsrud
20.30 UhrLight Jazz - total analog!Livemusik und Gespräche in den Salons des Schlosses
Trio Georg Hess
Sonntag, 16. Oktober 2016
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
09.00 UhrDer E-Health Markt: Potentiale, Träume oder schon WirklichkeitDr. Catharina Maulbecker-Armstrong
10.00 UhrJetzt red i - rein analogMeinungs- und Erfahrungsaustausch in Minigruppen
Anleitung & Moderation: Pfr. Frank Kittelberger
10.45 UhrEntwickeln - Anwenden - Verkaufen?Ein Rundgespräch über Nutzen, Gewinn, und (politische) Kontrolle neuer internetgestützter Verfahren in Medizin und Psychologie mit:
Gregor Drogies
Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong
Prof. Dr. Tanja Vollmer
Dr. med. Matthias Zenker
11.30 UhrSchlussrunde: Fazit und Verabschiedung
12.15 UhrEnde der Tagung mit einem Mittagessen

Referierende

BETEILIGTE

Dr. med. Christopher Adamczyk, Oberarzt, Netzwerk Koordinator, NEVAS Neurovaskuläres Versorgungsnetzwerk Südwestbayern, Neurologische Klinik und Poliklinik des Klinikums der
Universität München, Campus Großhadern
Dr. med. Franz Joseph Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer (BÄK), Bad Segeberg
Prof. Dr. Dipl.-Psych. Volker Beck, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoonkologe, Professur für Psychotherapie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der
Hochschule Darmstadt
Gregor Drogies, DAK-Gesundheit, Geschäftsbereich Gesundheits- und Versorgungsmanagement; Leiter der Arbeitsgruppe Entwicklung und Analytik, Hamburg
Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Christiane Eichenberg, Psychologische Psychotherapeutin, Professorin für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Medien an der Fakultät für Psychologie an der Sigmund Freud Privat Universität Wien
Dipl. Psych. Jürgen Hardt, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DPV/DGPT); Gründungspräsident Psychotherapeutenkammer Hessen; Präsident der Landeskammer für
Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten in Hessen, Wetzlar
Bernd Hess Jazz-Trio, Diessen
Pfr. Frank Kittelberger, Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
Prof. Dr. Christine Knaevelsrud, Klinische Psychologie und Psychotherapie; Professorin für Klinisch-Psychologische Intervention an der Freien Universität, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie, Berlin
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin a.D., Tutzing
Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration; Referatsleitung Prävention und Gesundheitsberichterstattung, Wiesbaden
Dipl-Inf. Ralf Peter Reimann, Pastor, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche im Rheinland; ehem. Internetbeauftragter der EKD, Düsseldorf
Prof. Dr. Tanja C. Vollmer, Fachbereich Architekturpsychologie am Institut für Architektur, Fakultät VI der Technischen Universität Berlin; Geschäftsführende Direktorin des Studien und
Entwurfsbüros Kopvol architecture & psychology, Rotterdam
Dr. med. Matthias Zenker, GAIA AG – Science | Technology | Therapy; Leiter Entwicklung, Marketing und Management der nationalen und globalen patientenzentrierten Versorgungsmanagement- und e/mHealth-Programme, Hamburg

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Prof. Dr. Volker Beck, Darmstadt / Pfr. Frank Kittelberger, Tutzing / Dr. Tanja Vollmer, Rotterdam

Tagungsorganisation
Cornelia Spehr, Telefon: 08158 251-125, Telefax: 08158 99 64 25, Email: spehr@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, per Email (Tagungsorganisation) oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich. Anmeldung zum Workshop mit
Luise Kloos separat vermerken (es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen).
Anmeldeschluss ist der 7. Oktober 2016.

Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 7. Oktober 2016 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, ab dem Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung. Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.

Preise
für die gesamte Tagungsdauer: [€]
Teilnahmebeitrag 75,-
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück) 53,-
Vollpension  
– im Einzelzimmer 170,-
– im Zweibettzimmer 126,-
– im Zweibettzimmer als Einzelzimmer 186,-
Kurzzeitzuschlag 10,-


Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Cash. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Journalistinnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation vorliegt. Bei Inanspruchnahme des Preisnachlasses schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises zu.
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
Stiftung Schloss Tutzing
Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Möchten Sie der Stiftung einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.
 

Ort & Anreise

ANREISEPLANUNG
Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
 
 
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing. In Tutzing ist der Weg zur
Akademie ausgeschildert.