Happyend?

13. - 15. September 2019

Inhalt

ES KOMMT DARAUF AN,  DAS HOFFEN ZU LERNEN. SEINE ARBEIT (...) IST INS  GELINGEN VERLIEBT STATT INS SCHEITERN
Ernst Bloch

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann l(i)eben sie noch heute. Wie im Märchen sollte unser verletzliches Leben sein. Dass die Sonne alles Dunkle vertreibt, Weinen dem Lachen weicht, Böses dem Guten erliegt, alles Wunde verheilt. Ende gut, alles gut.

Ende gut, alles gut?  Erst fehlt das Glück, dann kommt viel Schlimmes dazu. Da können die Hochglanzmagazine, Kinoschnulzen, Liebesromane, Schlager und ein Make-up noch so schönfärben. Das Leben ist riskant und zerbrechlich.  
    
Auch im großen Maßstab. Rast die Welt nicht sinnlos durchs All? Wo ist eine ursächliche, lenkende Kraft? Der hebräische Gottesglaube verheißt den kommenden Messias. Er werde eine finale Gerechtigkeit schaffen, mit den Opfern auch die Täter von aller Barbarei erlösen und schlussendlich alles Kaputte in vollkommener Gestalt erneuern. Aber die Aufklärung entzaubert theologische, evolutionäre wie esoterische Happyends als Illusion.

Doch wir können nicht trostlos enden. Pocht nicht in uns, trotzigen Kindern gleich, ein notorischer Glückstrieb? Optimismus sei ein Mangel an Information, heißt es. Dennoch werden wir vor lauter Katastrophenmeldungen nicht zu Pessimisten. Allen Geschäften mit der Angst zum Trotz bleibt die Kraft zur Zuversicht unzerstörbar. „Wer Sorgen hat, hat auch Likör“ (Wilhelm Busch). So sind der Mittelchen, Schweres erträglicher, leichter zu machen, viele.

Was hilft, damit am Ende alles gut wird? Und wenn nicht? Kann man das lernen, locker, gar hoffnungsfroh zu bleiben. Das wollen wir heraus- finden. Kommen Sie! Jede und jeder lebt ein Beispiel. Heiter weiter? Dazu laden wir alle Fröhlichen und Traurigen sehr herzlich ein in die Evangelische Akademie Tutzing.

Prof. Dr. Bernd Scheffer
LMU München
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner
Evangelische Akademie Tutzing
 

Tagungs-Programm

Freitag, 13. September 2019
Anreise ab 16 Uhr
18.00 UhrBeginn der Tagung mit dem Abendessen
19.00 UhrHappyend? Begrüßung
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner
19.15 UhrPaarberatung: Was führt zum Happyend? Prof. Dr. Bernd Scheffer
20.00 UhrDarstellungen von Paarbeziehungen in der Kunst Dr. Karin Haslinger
21.00 UhrGeselligkeit in den Salons
Samstag, 14. September 2019
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner
09.00 UhrWelt mit oder ohne Happyend? Zur dritten Überwindung der Gnosis
Gill Zimmermann
10.00 UhrHappyend? – Von der Zumutbarkeit des Sterbens Dr. med. Monika Lieb
11.00 UhrKaffeepause
11.30 UhrWas dürfen wir hoffen, wenn wir hoffen dürften? Oder: Ist das Ende allen Fleisches beschlossen? (Gen 6,13)
Pfr. Dr. Rainer Oechslen
12.30 UhrMittagessen
14.30 UhrPassion Fußball 90 Minuten leiden, hoffen, bangen, freuen Fussball als Ressource in Zeiten von Trauer
M.A. Carmen Mayer
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrVom Reparieren – eine Kunst Wie aus Trümmern wieder „wie neu“ ein heiles Ganzes wird
Max Frei
17.00 UhrDas Happyend in der Oper – Trugschluss oder Segen? Benedikt Stampfli
18.00 UhrAbendessen
19.30 Uhr „Happyend“ – der glückliche Ausgang aus Schuld und Sühne Eine filmische Reise von Michael Haneke bis Laurel & Hardy
Moritz Holfelder
20.30 UhrLeichte Muse in der Schlossdiele
Sonntag, 15. September 2019
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner
09.00 UhrFür die Fortsetzung der Welt. Oder: Morgen ist abgesagt! Johannes Kahlau
10.00 UhrHappy Beginning Vom Zauber des Anfangens
Marina Hümmer
11.00 UhrLuftschnappen im Park
11.30 UhrWünschen, hoffen, sehnen, wollen, zaudern – und dann ab. Ahoi! Dana Sindermann
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen

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DANACH

Es wird nach einem happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt.
Man sieht bloß noch in ihre Lippen
den Helden seinen Schnurrbart stippen
da hat sie nu den Schentelmen.
Na, un denn -?
 
Denn jehn die beeden brav ins Bett.
Na ja ... diß is ja auch janz nett.
A manchmal möcht man doch jern wissen:
Wat tun se, wenn se sich nich kissn?
Die könn ja doch nich imma penn...!
Na, un denn -?

Denn säuselt im Kamin der Wind.
Denn kricht det junge Paar 'n Kind.
Denn kocht sie Milch. Die Milch looft üba.
Denn macht er Krach. Denn weent sie drüba.
Denn wolln sich beede jänzlich trenn...
Na, un denn -?

Denn is det Kind nich uffn Damm.
Denn bleihm die beeden doch zesamm.
Denn quäln se sich noch manche Jahre.
Er will noch wat mit blonde Haare:
vorn doof und hinten minorenn...
Na, un denn -?

Denn sind se alt.
Der Sohn haut ab.
Der Olle macht nu ooch bald schlapp.
Vajessen Kuß und Schnurrbartzeit -
Ach, Menschenskind, wie liecht det weit!
Wie der noch scharf uff Muttern war,
det is schon beinah nich mehr wahr!

Der olle Mann denkt so zurück:
wat hat er nu von seinen Jlück?
Die Ehe war zum jrößten Teile
vabrühte Milch un Langeweile.
Und darum wird beim happy end
im Film jewöhnlich abjeblendt

Kurt Tucholsky

Referierende

Max Frei, Instrumentenbauer, Saxophone, Klarinetten, Verkauf und Service, Musiker, Musikwerkstatt, München
Dr. Karin Haslinger, Kunsthistorikerin, Vorsitzende des BBK (Berufsverband Bildender Künstler), Allgäu / Schwaben Süd,  Lehrauftrag an der Universität Eichstätt
Moritz Holfelder, Journalist, Autor, Fotograf, Redakteur, u.a. Bayerischer Rundfunk, München
Marina Hümmer, Hebammenschülerin, BBZ Ingolstadt, Garmisch-Partenkirchen
Johannes Kahlau, Politikwissenschaftler, Promovend, Berlin
Dr. med. Monika Lieb, Fachärztin für Innere Medizin, Palliativmedizin, Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung, Christophorus Hospiz Verein e.V. München
M.A. Carmen Mayer, Trauerbegleiterin, Projekt Trauer und Fußball, Berlin
Pfr. Dr. Rainer Oechslen, Kirchenrat, Beauftragter der ELKB für den Interreligiösen Dialog, Leutershausen
Prof. Dr. Bernd Scheffer, Germanistik, Medienwissenschaft, LMU München, Paartherapeut, Kaufbeuren
M.A. phil. Dana Sindermann, Philosophie, Universität St. Gallen
Benedikt Stampfli, Dramaturg, Bayerische Staatsoper
Gill Zimmerman, Philosophie und Religionswissenschaft, Dozent und Promovend am Lehrstuhl für Kulturtheorie und Kulturanalyse, Zeppelin Universität Friedrichshafen

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Prof. Dr. Bernd Scheffer, LMU München
Pfr. Dr. phil. Jochen Wagner, Evangelische Akademie Tutzing

Tagungsorganisation
Maria Wolff, Telefon: 08158 251-123, Telefax: 08158 99 64 23, E-Mail: wolff@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, mit anhängender Karte oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich. Anmeldeschluss ist der 30. August 2019.

Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens 6. September 2019 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, am Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung.  Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.

Preise  für die gesamte Tagungsdauer                   €  
 
Teilnahmebeitrag                                                80.– 

Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)    49.– 
Vollpension 
– im Einzelzimmer                                           166.– 
– im Zweibettzimmer                                       122.– 
– im Zweibettzimmer als EZ                           182.–
Kurzzeitzuschlag für eine Übernachtung          10.–

In den Pausen werden Kaffee/Tee/Kuchen angeboten  und auch bei Teilnahme ohne Verpflegung berechnet  à 4.– €

Sonderkost
Gerne bietet unsere Küche gegen einen Aufpreis von 10.– € pro Person & Veranstaltung bei streng veganem Essen, Unverträglichkeiten oder Allergien die Zubereitung einer Sonderkost an – s. Anmeldekarte.

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitsuchende erhalten eine Ermäßigung von 50 %. JournalistInnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung vorliegt.  Bei Inanspruchnahme einer Ermäßigung schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises mit Ihrer Anmeldung zu.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Stiftung Schloss Tutzing
Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Möchten Sie der Stiftung einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Verkehrsverbindungen
Für die Planung Ihrer Anreise nutzen Sie bitte das Portal Greenmobility auf unserer Homepage. Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen  und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
 
Bildnachweis: Adobe Stock 
Tagungsnummer: 0022020

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:

 


 
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.