Für Gesundheit sorgen

Für Gesundheit sorgen

22. - 24. November 2019

Inhalt

Sorget euch nicht - für euch ist gesorgt

Wenn es nur so einfach wäre! Sich Sorgen zu machen, gehört zum  Menschsein ebenso dazu, wie der Drang, sich um andere zu sorgen. Dies gilt für das alltägliche Miteinander, für Familien, Freundschaften und Nachbarschaft, aber – durch staatlich und kommunal organisierte Fürsorge – auch für das Gemeinwesen. Besonders jedoch wird im Gesundheitswesen erwartet, dass Medizin, Pflege, Therapie und Beratung für Menschen in Not sorgen können – und auch sorgen wollen. Im kirchlichen Umfeld wird diese Haltung insbesondere von der Seelsorge erwartet und erhofft.
 
Offen bleibt dabei die Frage, wie alle Beteiligten diese Sorge verstehen. Sind die grundlegenden Werte und Paradigmen sorgenden Handelns in den beteiligten Berufen wirklich immer vergleichbar? Welches Verständnis von Sorge teilen Medizin und Pflege und wo dominieren die Unterschiede? So mag zum Beispiel für eine Krankenschwester ein tröstendes Gespräch am Abend elementar zu ihrem Verständnis von Behandlung gehören, während dies für den Chirurgen nicht so zentral ist. Oder: Die Sorge um die besorgten Angehörigen steht für Pflege und Sozialarbeit im Mittelpunkt während sie den Operateur vielleicht niemals erreicht. Auch außerhalb der Klinik wird um den Sorgebegriff gerungen: Ist medizinische Forschung nicht auch Sorgearbeit? Was erwartet man in Therapie, Beratung oder Supervision an Hilfe und Sorge? Wie verstehen Mitarbeitende in der Hospizbewegung, in der Nachbarschaftshilfe oder in der öffentlichen Fürsorge ihre sorgende Arbeit? Und schließlich die vermeintliche Königsdisziplin: Bietet die Seelsorge den Inbegriff von Sorge, oder versteht sie diese Haltung ganz anders?
 
Solche Fragen werden nicht nur aus Sicht von Patienten oder Klienten gestellt, sondern auch innerhalb der Professionen und zwischen den Berufsgruppen gibt es unterschiedliche Zugänge und Haltungen dazu. Diesen Themen gehen wir im diesjährigen Medizin-Theologie-Symposium nach. Wir freuen uns auf spannende und anregende Vorträge und Diskussionen. Zusammen mit dem Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing laden wir herzlich in das Tagungshaus Wildbad Rothenburg o.d.T. ein. 

Pfr. Frank Kittelberger
Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen
Direktor der Medizinischen Klinik 5 -Hämatologie & Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Erlangen
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Professor für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe an der Evangelischen Hochschule Nürnberg

Tagungs-Programm

Freitag, 22. November 2019
Anreise ab 16 Uhr
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrBegrüßung und Einführung
Pfr. Frank Kittelberger
19.30 UhrSeelsorge in säkularer Umgebung – Prüfstein für SorgeImpuls & Lesung aus den „Seelsorgetagebüchern“
Pfr. Hans Bartosch
20.30 UhrGespräche in den Salons des Tagungshauses
Anreise ab 16 Uhr
18.00 Uhr
Abendessen
19.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Pfr. Frank Kittelberger
19.30 Uhr
Seelsorge in säkularer Umgebung – Prüfstein für SorgeImpuls & Lesung aus den „Seelsorgetagebüchern“
Pfr. Hans Bartosch
20.30 Uhr
Gespräche in den Salons des Tagungshauses
Samstag, 23. November 2019
07.40 UhrMorgenandacht in der Hauskapelle
Pfr. Frank Kittelberger
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrNon-Malefizienz als zentraler medizinethischer Wert rund um Sorge aus Sicht einer hochspezifischen KlinikProf. Dr. med. Andreas Mackensen
09.45 UhrAmbivalenz des Begriffs Fürsorge: Sorge ist antizipierend und transzendiert daher das hier und jetzt!Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
10.30 UhrKaffeepause
11.00 UhrReflexionsgruppen
11.30 UhrSorge als zentrale Leitkategorie im GesundheitswesenOKR i.R. Pastorin Cornelia Coenen-Marx
12.30 UhrMittagessen
13.45 UhrAchtsamkeit - Sorge - CareProf. Dr. phil. habil. Elisabeth Conradi
14.45 UhrDie Kirchengemeinde als Anlaufstelle für Kranke und Besorgte?Pfarrerin Renate Schauer
16.00 UhrSorge per Dienstauftrag? Erfahrungen aus einer kirchlichen Leitungsebene Stadtdekanin Barbara Kittelberger
17.00 UhrReflexionsgruppen
18.00 UhrAbendessen
19.15 UhrDie Sorge geht über den FlussLesung mit Musik
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
20.30 UhrGespräche in den Salons des Tagungshauses
07.40 Uhr
Morgenandacht in der Hauskapelle
Pfr. Frank Kittelberger
08.00 Uhr
Frühstück
09.00 Uhr
Non-Malefizienz als zentraler medizinethischer Wert rund um Sorge aus Sicht einer hochspezifischen KlinikProf. Dr. med. Andreas Mackensen
09.45 Uhr
Ambivalenz des Begriffs Fürsorge: Sorge ist antizipierend und transzendiert daher das hier und jetzt!Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
10.30 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr
Reflexionsgruppen
11.30 Uhr
Sorge als zentrale Leitkategorie im GesundheitswesenOKR i.R. Pastorin Cornelia Coenen-Marx
12.30 Uhr
Mittagessen
13.45 Uhr
Achtsamkeit - Sorge - CareProf. Dr. phil. habil. Elisabeth Conradi
14.45 Uhr
Die Kirchengemeinde als Anlaufstelle für Kranke und Besorgte?Pfarrerin Renate Schauer
16.00 Uhr
Sorge per Dienstauftrag? Erfahrungen aus einer kirchlichen Leitungsebene Stadtdekanin Barbara Kittelberger
17.00 Uhr
Reflexionsgruppen
18.00 Uhr
Abendessen
19.15 Uhr
Die Sorge geht über den FlussLesung mit Musik
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
20.30 Uhr
Gespräche in den Salons des Tagungshauses
Sonntag, 24. November 2019
07.40 UhrMorgenandacht in der Hauskapelle
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrSorge als Paradigma in Beratung und Therapie – Grenzen und Chancen Dipl. Psych. Christine le Coutre
10.00 UhrReflexionsgruppen
11.00 UhrKaffeepause
11.30 Uhr"Sorget Euch nicht - aber traget Sorge füreinander!"Schlussimpuls
Pfr. Frank Kittelberger
11.50 UhrSchlussbilanz & VerabschiedungModeration:
Pfr. Frank Kittelberger
12.15 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen
07.40 Uhr
Morgenandacht in der Hauskapelle
08.00 Uhr
Frühstück
09.00 Uhr
Sorge als Paradigma in Beratung und Therapie – Grenzen und Chancen Dipl. Psych. Christine le Coutre
10.00 Uhr
Reflexionsgruppen
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
"Sorget Euch nicht - aber traget Sorge füreinander!"Schlussimpuls
Pfr. Frank Kittelberger
11.50 Uhr
Schlussbilanz & VerabschiedungModeration:
Pfr. Frank Kittelberger
12.15 Uhr
Ende der Tagung mit dem Mittagessen

Referierende

Pastorin Cornelia Coenen-Marx, Oberkirchenrätin a.D.; Autorin, Garbsen-Osterwald
Prof. Dr. phil. habil. Elisabeth Conradi, Professorin für Gesellschaftstheorie und Philosophie an der Fakultät für Sozialwesen, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart
Stadtdekanin Barbara Kittelberger, Pfarrerin, Pastoralpsychologin, Lehrsupervisorin, Paar- und Familientherapeutin; Stadtdekanin im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München
Dipl. Psych. Christine le Coutre, Psychologin, Supervisorin, Gesprächstherapeutin, Focusing-Trainerin; Beraterin im Evangelischen Beratungszentrum München und in freier Praxis, Markt Schwaben
Prof. Dr. med. Andreas Mackensen, Direktor der Medizinischen Klinik 5 -Hämatologie & Internistische Onkologie am Uniklinikum Erlangen
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke, Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Professor für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe Evangelische Hochschule Nürnberg
Pfarrerin Renate Schauer, Klinikseelsorgerin am Universitätsklinikum der FAU Erlangen und Gemeindepfarrerin Nürnberg
 

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Pfr. Frank Kittelberger / Prof. Dr. med. Andreas Mackensen / Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke

Tagungsorganisation
Cornelia Spehr, Telefon: 08158 251-125, Telefax: 08158 99 64 24 E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, mit Karte oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich.  Anmeldeschluss ist der 8. November 2019.

Abmeldung Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 15. November 2019 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, ab dem Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung. Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.

Preise 
für die gesamte Tagungsdauer:    €

Teilnahmebeitrag                                                                           75.–

Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)                             53.–
Vollpension im Einzelzimmer                                                     170.–
Vollpension im Doppelzimmer                                                    126.–
Vollpension im Doppelzimmer als Einzelzimmer                     186.–
Kurzzeitzuschlag                                                                            10.–

Sie erhalten eine Rechnung vorab. Wir bitten um sofortige Begleichung der Rechnung per Überweisung. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.


Tagungsort
Evangelische Tagungsstätte Wildbad / KdöR BgA
91541 Rothenburg ob der Tauber, Taubertalweg 42

Bitte richten Sie Ihre Anfragen nicht an die Tagungsstätte, sondern ausschließlich an die Tagungsassistenz.  Sie ist während der Tagung unter 0 98 61 97 7- 0 zu erreichen. Sie können ebenso eine Nachricht in Tutzing hinterlassen.

Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 %. JournalistInnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation zusammen mit dem Auftrag zur Berichterstattung vorliegt.  Bei Inanspruchnahme einer Ermäßigung schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises mit Ihrer Anmeldung zu.
 
In Kooperation mit
Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing

Fortbildungspunkte für Pflegende (RbP) sind avisiert.

Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.

Bildnachweis: © Adobe Stock
Tagungsnummer: 0172020

Ort & Anreise

Evangelische Tagungsstätte Wildbad, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Taubertalweg 42.

Von der Autobahn A7 kommend fahren Sie in Richtung "Schrozberg, Langenburg" an der Altstadt Rothenburgs vorbei. Dann folgen Sie dem Wegweiser "Evangelische Tagungsstätte Wildbad", indem Sie rechts abbiegen und in Richtung Taubertal hinunterfahren. Auf der linken Seite finden Sie die Einfahrt zur Tagungsstätte.
Aus Richtung Langenburg fahren Sie durchs Taubertal und hinauf zur Altstadt. Kurz bevor Sie diese erreichen, führt Sie der Wegweiser rechts ab zur Tagungsstätte.
 
Der Fußweg vom Bahnhof beträgt ca. 25 Min.: Vom Bahnhof links die Bahnhofstraße entlang gehen, bei der Ampel die Straße überqueren und nach rechts in die Ansbacher Straße einbiegen, dieser folgen bis kurz vor das Rödertor, dort nach links in den Topplerweg abbiegen, der an der Stadtmauer entlang führt und in den Friedrich-Hörner-Weg übergeht. An dessen Ende nach rechts abbiegen und entweder auf der gegenüberliegenden Straßenseite durch die Tür gleich auf das Gelände des Wildbades gehen (und dort die Stufen hinunter) oder der Straße folgen und nach wenigen Metern die Abzweigung nach links auf die Fahrstraße zum Wildbad wählen.
Taxi vor Ort: 0 98 61 20 00 oder 0 98 61 72 27.
http://www.wildbad.de/