Die EU unter der Ratspräsidentschaft Deutschlands: Erwartungen und Perspektiven

Die EU unter der Ratspräsidentschaft Deutschlands: Erwartungen und Perspektiven

25. Juni 2020

Inhalt

Die Europäische Union müsse heute mehr denn je zusammenhalten. Nur dann könne sie als „Faktor des Friedens und der Stabilität“ bestehen. Die EU sei „nicht nur eine Interessengemeinschaft, sondern zuerst eine Wertegemeinschaft“. So formulierte es der dienstälteste Außenminister Europas, Luxemburgs Ressortchef Jean Asselborn in seiner Festrede beim Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing im Januar 2019 – wenige Monate vor den Europa-Wahlen. Mehr als ein Jahr später haben seine Worte nichts an Aktualität verloren. Hört man sie als Appell, dann hat dieser an Dringlichkeit sogar zugenommen.

Erstmals nach 13 Jahren übernimmt zum 1. Juli Deutschland wieder turnusmäßig für eine halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Gleichzeitig bildet Deutschland bis Ende 2021 mit Portugal und Slowenien die sogenannte Trio-Präsidentschaft. Die Präsidentschaft treibt – so die formale Vorgabe – die gesetzgeberischen und politischen Entscheidungen voran und vermittelt zwischen den Mitgliedstaaten und zwischen dem Rat und den anderen Institutionen der EU. Gleichzeitig versucht sie, eigene Arbeitsschwerpunkte zu setzen und ihnen besonderen Nachdruck zu verleihen. Seit dem Vertrag von Lissabon besteht zudem das Konzept der „Trio-Präsidentschaft“, bei dem drei Mitgliedstaaten in den achtzehn Monaten ihrer aufeinander folgenden Präsidentschaften zusammenarbeiten und sich zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit abstimmen.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Erwartungen an Deutschland hoch. Stark, souverän, sozial – für ein solches Europa will sich Deutschland einsetzen. So formulierte es Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) Ende 2019. Die Herausforderungen sind gewaltig. Sie umfassen u.a. den Brexit, Migration, Digitalisierung, Rechtsstaatlichkeit. Und die angespannten Beziehungen zu Polen und Ungarn, die mit der Idee einer illiberalen Demokratie einen Sonderweg beschreiten. Nicht minder belastet ist das Verhältnis zu den USA, China und Russland. Überschattet wird das gesamte Themenspektrum im ersten Jahr von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen durch die Corona-Krise mit ihren derzeit noch unabsehbaren Folgen.

Wohin also steuert Europa? Und was könnte der Beitrag der Kirchen sein? Darüber diskutieren Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und der Vorsitzend des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing.
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Tagungs-Programm

Donnerstag, 25. Juni 2020
19.00 UhrDie EU unter der Ratspräsidentschaft Deutschlands: Erwartungen und Perspektiven Außenminister Jean Asselborn
und
Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
im Gespräch mit
Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
anschließend Diskussion
21.00 UhrEnde der Veranstaltung
19.00 Uhr
Die EU unter der Ratspräsidentschaft Deutschlands: Erwartungen und Perspektiven Außenminister Jean Asselborn
und
Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
im Gespräch mit
Udo Hahn
Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
anschließend Diskussion
21.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Referierende


Jean Asselborn, Außenminister sowie Minister für Immigration und Asyl des Großherzogtums Luxemburg

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
 

Preise & Informationen

Teilnahme & Anmeldung

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist gratis.
 
Die Teilnahme an der Online-Tagung ist gratis. Sie wird auf einer Plattform stattfinden, die die Anwendung von „Zoom“ datenschutzkonform umsetzt. Dazu ist Ihre Anmeldung erforderlich. Die Aufzeichnung des Gesprächs steht ab 26. Juni zum Download auf unserem Youtube-Kanal zur Verfügung.

Anmeldungen
erbitten wir direkt über unser Online- Formular.

Anmeldeschluss ist der 22. Juni 2020.

Wir werden Ihnen am 24. Juni 2020 per E-Mail den Link sowie technische Hinweise zur Teilnahme senden.

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:

 


 
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.