Desinformation: Der Krieg im Inneren

Desinformation: Der Krieg im Inneren

10. - 12. September 2021

Inhalt

HEUTE GEHT ES NICHT MEHR UM DIE VERBREITUNG EINER IDEOLOGIE, SONDERN UM VERUNSICHERUNG, ENTMUTIGUNG UND GESELLSCHAFTLICHE SPALTUNG.  

Ende 2016 erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache den Begriff „postfaktisch" zum Wort des Jahres. Im gleichen Jahr wurde „Fake News" zum Anglizismus des Jahres gekürt. Der Auszeichnung „Wort des Jahres", gedacht als sprachlicher Jahresrückblick, haftet der Charakter einer Momentaufnahme an, doch hier weit gefehlt. 

Seit fünf Jahren gerät das Thema Desinformation regelmäßig in die Schlagzeilen der internationalen Medien und avancierte zu einem Forschungsgegenstand. Dabei ist sie keine Erfindung der Neuzeit, sondern blickt auf eine lange historische Tradition zurück. Die Ziele und Strategien der Desinformation scheinen sich jedoch durch Digitalisierung und Social Media gewandelt zu haben. Manipulation und vor allem Verwirrung, Verunsicherung und Desorientierung rückten in den Fokus der Desinformation, globale Krisen wie die der Pandemie oder des Klimas katalysieren diese Entwicklung. Dadurch wächst das Misstrauen in demokratische Ordnungsprinzipien, was Propaganda und Desinformation in den zu globalen Herausforderungen werden ließ.  

Die geplante Fachkonferenz wird sich mit dem Thema der Desinformation in Mittel- und Osteuropa auseinandersetzen. Dabei werden sowohl historische Dimensionen von Desinformation und Propaganda untersucht als auch digitale Desinformationsstrategien diskutiert. Ein besonderer Fokus wird auch auf Desinformation im Kontext der Corona-Pandemie liegen. Ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen soll ebenso Gegenstand der Tagung sein, wie die Diskussion möglicher Lösungsstrategien. Die Tagungssprache ist Englisch.

Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen!

Alix Michell, Evangelische Akademie Tutzing
Kateryna Stetsevych, Bundeszentrale für politische Bildung

Tagungs-Programm

Freitag, 10. September 2021
VORLÄUFIGES PROGRAMM
18.00 UhrBeginn der Tagung mit dem Abendessen
19.15 UhrBegrüßungKateryna Stetsevych
und
Alix Michell
19.30 UhrDesinformation und ÜberwachungSvitlana Matviyenko & Szabolcs Panyi
Moderation: Maxym Eristavi
21.00 UhrParkkonzertmit Sutari (Polen)
22.00 Uhranschließend Begegnung und Gespräch in den Salons
VORLÄUFIGES PROGRAMM
18.00 Uhr
Beginn der Tagung mit dem Abendessen
19.15 Uhr
BegrüßungKateryna Stetsevych
und
Alix Michell
19.30 Uhr
Desinformation und ÜberwachungSvitlana Matviyenko & Szabolcs Panyi
Moderation: Maxym Eristavi
21.00 Uhr
Parkkonzertmit Sutari (Polen)
22.00 Uhr
anschließend Begegnung und Gespräch in den Salons
Samstag, 11. September 2021
09.00 UhrParallele Panels – Impulse und Diskussion
Desinformation und ihre historischen DimensionenImpulse: Dalia Bankauskaite, Nikolay Koposov, Mark Galeotti & Jan Claas Behrends
Moderation: Andrii Portnov
Desinformation und TechnologieImpulse: Marcus Tomalin & Stefanie Ullmann
Moderation: Oana Popescu
Desinformation und die Corona-PandemieImpuls: Jon Roozenbeek, Oana Popescu & Susanne Spahn
Moderation: Rumena Filipova
10.30 UhrKaffeepause
11.00 Uhr„How to Fight Disinformation?“Strategien und Möglichkeiten
Nathalie Vogel
Ruurd Oosterwood
Dimitar Bechev
Moderation: Jan Claas Behrends
12.30 UhrMittagessen
14.00 UhrDesinformation: Ein Ausblick
Andrew Wilson
Oana Popescu
Sophie Gelava
Dmitri Teperik
Moderation: Nataliya Gumeniuk
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrDesinformation in nationalen Kontexten IWorkshops:
Aliaksandr Herasimenka (Belarus)
Moderation: Veronica Laputska (Belarus)
Angelina Kariakina & Nataliya Gumeniuk (Ukraine)
Moderation: Maksym Butkevych (Ukraine)
Sophie Gelava (Georgia)
Moderation: Dmitri Teperik (Estonia)
18.00 UhrAbendessen
20.00 UhrKonzert mit B&B Project
21.00 UhrBegegnung und Gespräch in den Salons
09.00 Uhr
Parallele Panels – Impulse und Diskussion
Desinformation und ihre historischen DimensionenImpulse: Dalia Bankauskaite, Nikolay Koposov, Mark Galeotti & Jan Claas Behrends
Moderation: Andrii Portnov
Desinformation und TechnologieImpulse: Marcus Tomalin & Stefanie Ullmann
Moderation: Oana Popescu
Desinformation und die Corona-PandemieImpuls: Jon Roozenbeek, Oana Popescu & Susanne Spahn
Moderation: Rumena Filipova
10.30 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr
„How to Fight Disinformation?“Strategien und Möglichkeiten
Nathalie Vogel
Ruurd Oosterwood
Dimitar Bechev
Moderation: Jan Claas Behrends
12.30 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Desinformation: Ein Ausblick
Andrew Wilson
Oana Popescu
Sophie Gelava
Dmitri Teperik
Moderation: Nataliya Gumeniuk
15.30 Uhr
Kaffeepause
16.00 Uhr
Desinformation in nationalen Kontexten IWorkshops:
Aliaksandr Herasimenka (Belarus)
Moderation: Veronica Laputska (Belarus)
Angelina Kariakina & Nataliya Gumeniuk (Ukraine)
Moderation: Maksym Butkevych (Ukraine)
Sophie Gelava (Georgia)
Moderation: Dmitri Teperik (Estonia)
18.00 Uhr
Abendessen
20.00 Uhr
Konzert mit B&B Project
21.00 Uhr
Begegnung und Gespräch in den Salons
Sonntag, 12. September 2021
07.45 UhrMorgenandacht
Alix Michell
09.00 UhrDesinformation in nationalen Kontexten IIWorkshops:
Rufin Zamfir (Rumänien)
Moderation: Rumena Filipova (Bulgarien)
Nikita Petrov (Session in Russian)
Moderation: David Shakhnazaryan (Armenien)
Marija Vucic (Serbia)
Moderation: NN
11.00 UhrZusammenfassung und abschließende Diskussion:Rory Finnin, Andrii Portnov & Rebecca Harms
12.30 UhrEnde der Veranstaltung mit dem Mittagessen
07.45 Uhr
Morgenandacht
Alix Michell
09.00 Uhr
Desinformation in nationalen Kontexten IIWorkshops:
Rufin Zamfir (Rumänien)
Moderation: Rumena Filipova (Bulgarien)
Nikita Petrov (Session in Russian)
Moderation: David Shakhnazaryan (Armenien)
Marija Vucic (Serbia)
Moderation: NN
11.00 Uhr
Zusammenfassung und abschließende Diskussion:Rory Finnin, Andrii Portnov & Rebecca Harms
12.30 Uhr
Ende der Veranstaltung mit dem Mittagessen

Referierende

MITWIRKENDE
Dalia Bankauskaite, Nonresident Senior Fellow, CEPA‘s Democratic Resilience Program, Litauen
Dimitar Bechev, Adjunct Professor für European Studies and International Relations an der University von Sofia, Bulgarien
Jan Claas Behrends, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Lehrbeauftragter für neueste und osteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin
Maksym Butkevych, Aktivist für Menschenrechte, human rights activist, Projektkoordinator der NGO „No Borders Project", Ukraine
Stevan Dojcinovic, Investigativjournalist bei dem serbischen Investigativportal KRIK, Crime and Corruption Reporting Project Belgrad, Serbien
Maxym Eristavi, unabhängiger Journalist, Mitbegründer von hromadske. international, Kyjiw, Ukraine
Rumena Filipova, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Center for the Study of Democracy, Sofia, Bulgarien
Rory Finnin, Associate Professor für Ukrainian Studies an der Universität von Cambridge, Großbritannien
Mark Galeotti, Direktor des Beratungsunternehmens Mayak Intelligence, Honorarprofessor am UCL, Senior Associate Fellow des RUSI und Senior Nonresident Fellow am Institute of International Relations Prague and Middle East Institute, London, Großbritannien
Sophie Gelava, Direktorin des Medienkompetenzprogramms bei der Media Development Foundation, Tiflis, Georgien
Nataliya Gumeniuk, Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmemachererin, Mitbegründerin des Public Interest Journalism Lab, Ukraine
Rebecca Harms, Politikerin und Europaabgeordnete, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin
Aliaksandr Herasimenka, Postdoktorand, Oxford Internet Institute, Universität von Oxford, Großbritannien
Angelina Kariakina, Medienmanagerin und Journalistin, Kyjiw, Ukraine
Nikolay Koposov, Gastprofessor für Europäische Geschichte an der Emory Universität, Atlanta, USA
Veronica Laputska, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Eurasian States, Transition-Research Center, Warschau, Polen/Belarus
Svitlana Matviyenko, Assistant Professorin für Kritische Medien Analyse an der Simon Fraser Universität, Burnaby, Kanada
Ruurd Oosterwood, Gründer und Direktor von DROG, Den Haag, Niederlande
Szabolcs Panyi, Journalist, Hubert H. Humphrey (Fulbright)-Stipendiat an der Walter Cronkite Schule für Journalismus und Massenmedien an der Arizona State Universität, Phoenix / Washington DC, USA
Nikita Petrov, Historiker, stellvertretender Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau, Russland
Oana Popescu, Direktorin des Global Focus Center in Bucharest, Rumänien
Andrii Portnov, Professor für Kultur und Literatur Mittel- und Osteuropas, Universität Potsdam
Jon Roozenbeek, Postdoktorand am Cambridge Social Decision-Making Lab in der Abteilung für Psychologie, Cambridge, Großbritannien
David Shakhnazaryan, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter, leitender Analyst für das Zentrum für regionale Studien in Yerevan, Armenia
Susanne Spahn, Politologin, Osteuropa-Historikerin und freie Journalistin, Berlin
Dmitri Teperik, wissenschaftlicher Mitarbeiter des International Centre for Defence and Security, Tallinn, Estland
Marcus Tomalin, Projektmanager des Projekts „Giving Voice to Digital Democracies: The Social Impact of Artificially Intelligent Communications Technology", Research Associate an der Universität von Cambridge, Großbritannien
Stefanie Ullmann, Postdoktorandin des Projekts „Giving Voice to Digital Democracies: The Social Impact of Artificially Intelligent Communications Technology", Universität von Cambridge, Großbritannien
Nathalie Vogel, Kremlin Watch Program, European Values Center for Security Policy, Prag, Tschechien
Marija Vucic, Journalistin bei KRIK, Crime and Corruption Reporting Network, Belgrad, Serbien
Andrew Wilson, Professor der Ukrainian Studies, University College London, Großbritannien
Rufin Zamfir, Programmdirektor des GlobalFocus Center, Bucharest, Rumänien

Preise & Informationen

Veranstaltungsleitung
Alix Michell, Evangelische Akademie Tutzing
Kateryna Stetsevych, Bundeszentrale für politische Bildung

Organisation & Information
Rita Niedermaier, E-Mail: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de; Tel. 08158 251-128. Ihre Anfragen zu der Veranstaltung erreichen uns in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
 
Kooperationspartner
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung

Die Evangelische Akademie Tutzing ist Mitglied der Evangelischen Akademien in Deutschland (EAD) e.V., Berlin.
 
Sonderkost
Gerne bietet unsere Küche gegen einen Aufpreis von 10.– € pro Person & Veranstaltung bei streng veganem Essen, Unverträglichkeiten oder Allergien die Zubereitung einer Sonderkost an. Diese Angabe muss zusammen mit Ihrer Anmeldung erfolgen.
 
Stiftung Schloss Tutzing / Schlosseuro
Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, für den Erhalt des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Schloss und Park Tutzing“ Sorge zu tragen. Mit dem Schlosseuro (bereits in der Vortragsgebühr enthalten) unterstützen Sie deren Projekte. Möchten Sie der Stiftung darüber hinaus einen Betrag zukommen lassen, stellen wir Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Hinweis zum Datenschutz/AGB/Hygienekonzept: www.ev-akademie-tutzing.de

Verkehrsverbindungen
Für die Planung Ihrer klimaneutralen Anreise nutzen Sie bitte das Portal Greenmobility auf unserer Homepage.
 
 

Bildnachweis: Adobe Stock
Veranstaltungsnummer: 0022022

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:

 


 
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.
Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.