Familienleben – Wunsch und Wirklichkeit

02. - 04. März 2018

Inhalt

WIE WOLLEN UND WIE KÖNNEN FAMILIEN LEBEN?
 
In den letzten ein bis zwei Jahrzehnten hat sich in Deutschland viel für Familien verändert. Die Akzeptanz für unterschiedliche Familienformen und verändertes Familienleben ist gestiegen. Die letzte Koalition hat in einer Art Überraschungscoup die „Ehe für alle"  auf den Weg gebracht. Politik und Gesellschaft sind sich weitgehend einig – eine gewisse Ausnahme unter den Bundestagsparteien bildet nur die AfD – , dass junge Eltern mit Elternzeit und Elterngeld zu unterstützen sind, dass keine Familienform diskriminiert werden darf, dass Berufs- und Familienarbeit parallel zu ermöglichen sind und dass Kinderbetreuungsstrukturen ausgebaut werden müssen. Trotz dieses politischen Grundkonsenses ist es für jede Familie eine Herausforderung, individuelle und gemeinschaftliche  Bedürfnisse gleichermaßen zu ihrem Recht kommen zu lassen und das Familienleben entsprechend einzurichten.
 
Dass Familie heute anders als vor 50 Jahren verstanden wird, entspricht nicht nur veränderten Wünschen, sondern auch veränderten gesellschaftlichen Realitäten. Fast immer wollen und müssen beide Partner zum Familieneinkommen beitragen.  Die Kinderzahlen in der einzelnen Familie sind gesunken, aber durch Trennung, Scheidung, Patchwork bedeutet Familienleben nicht mehr unbedingt das zeitlich und örtlich stabile Zusammensein in einem Haushalt. Auch die Entfernungen von Wohn- und Arbeitsorten vergrößern sich tendenziell, und dass der Betrieb im Zeitalter der Internetkommunikation längst nicht mehr vor der Wohnungstür  bleibt, spürt man auch im Familienleben.
 
Um so wichtiger ist es, dass Familienorientierung in der Kommunal- und Sozialpolitik einen festen Platz erhält und auch dort mitgedacht wird, wo es nicht unbedingt selbstverständlich ist. In unserer Tagung greifen wir etwa die Stadtplanung heraus, die die Chance bietet, die Lebensverhältnisse in Städten familienfreundlicher zu gestalten.
 
Familie kann viele Herausforderungen meistern, braucht aber Verständnis, unterstützende Strukturen und manchmal auch Hilfe, wenn es kritisch wird. Um Realitäten und Erwartungen abzugleichen, stellen wir in der Tagung Fragen an die demografische und soziologische  Forschung, an die familienbegleitende Praxis und an die Familienpolitik.
 
Herzliche Einladung zu einem Dialog zwischen Familie und Gesellschaft!
 
Barbara Christian, Evangelische Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Sandra Schuhmann & Renate Zeilinger, Evangelische Aktions-gemeinschaft für Familienfragen in Bayern (eaf bayern)
 
 
 
Bei unserer Tagung in der Neuen Abtei Heilsbronn wird Kinderbetreuung angeboten. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an die Tagungsorganisation!

Tagungs-Programm

Freitag, 02. März 2018
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrBegrüßung und EinführungTagungsteam
19.30 UhrWie lebt Familie in Deutschland? Demografische PerspektivenLinda Lux
21.15 UhrAbendgebet im Münster
21.30 UhrGespräche im Klosterkeller
Samstag, 03. März 2018
I. STRUKTUREN, UMGEBUNGEN, HILFEN
09.00 UhrFamilienfreundliche Stadtplanung:
Wunsch und WirklichkeitProf. Ingrid Burgstaller
Familienfreundliche Stadtplanung:
Das Beispiel AachenHeinz Zohren
10.45 UhrKaffeepause
11.15 UhrFamilien brauchen Zeit – Zeitpolitik für FamilienDr. Martina Heitkötter
12.15 UhrMittagessen
14.30 UhrWie können Familien begleitet und unterstützt werden?
Impulse und Podium
- Eltern-Kind-BindungDr. Eliane Retz
- Evang. Fachstellen für Alleinerziehende in Nord- und SüdbayernKarin Mack & Uwe Kaupp
- Beratungsstelle für Erziehungs- und Lebensfragen der Diakonie Neustadt/AischErwin Graf
Moderation: Barbara Christian
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrFortsetzung des Podiums
II. WÜNSCHE UND ERWARTUNGEN
17.00 UhrFamilie und/oder Arbeit? Lebensentwürfe junger Frauen und Männer in BayernSophie Krug von Nidda
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrWas erwarten Kinder und Jugendliche von Familie? Shell Jugendstudie und andere StudienDr. Thomas Gensicke
20.15 UhrPrime Time:
Filmpräsentation und FilmgesprächModeration: Dr. Ulrike Haerendel
22.00 UhrGespräche im Klosterkeller
Sonntag, 04. März 2018
08.45 UhrAndacht in der Kapelle des Tagungshauses
III. FAMILIENPOLITIK: LEITBILDER UND POLITISCHE PRAXIS
09.00 UhrFamilienleitbilder und Familienpolitik in EuropaDr. Eva-Maria Hohnerlein
10.00 UhrKaffeepause
10.15 UhrFamilienpolitik: Wunsch und WirklichkeitEin Gespräch mit Renate Schmidt
11.00 UhrAbschlussdiskussionmit den Referentinnen und Referenten
Impuls: Sandra Schuhmann
Moderation: Dr. Ulrike Haerendel
12.00 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen
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Das Religionspädagogische Zentrum Heilsbronn ( www.rpz-heilsbronn.de)ist ein Tagungsort für Leib, Geist und Seele. Hier sind Geschichte und Gegenwart lebendig verbunden. Die Münsterstadt Heilsbronn, zwischen Nürnberg und Ansbach gelegen, wurde von dem 1132 von Bischof Otto von Bamberg gegründeten und vom Kloster Ebrach aus besiedelten Zisterzienserkloster Heilsbronn geprägt. Heute ist im erweiterten historischen Baubestand des ehemaligenKlosters das Religionspädagogische Zentrum Heilsbronn untergebracht. Es ist die zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Religionspädagog/inn/en, Lehrkräfte, Pfarrer/innen und andere kirchliche Mitarbeitende aus dem pädagogischen Bereich. Die Abtskapelle aus dem 14. Jahrhundert und der Meditationsraum bieten die Möglichkeit zur inneren Einkehr. Den Abend kann man im Klosterkeller bei Gesprächen in gemütlicher Runde verbringen.
Ihre Tagungsanmeldung nehmen Sie bitte nur über die Evangelische Akademie Tutzing vor.

Referierende

Refererierende
 
Prof. Dipl.Ing. Ingrid Burgstaller, Architektin (BDA) und Stadtplanerin (DASL), Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Dr. Thomas Gensicke, Gensicke Sozialforschung, München
Erwin Graf, Diplom Psychologe (Univ.),  Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und  Leiter der Erziehungs- und Lebensberatungsstelle Neustadt / Aisch
Dr. Martina Heitkötter, Politikwissenschaftlerin, wiss. Referentin in der Fachgruppe Familienpolitik und Familienförderung am Deutschen Jugendinstitut (DJI), München
Dr. Eva-Maria Hohnerlein, Juristin, wiss. Referentin am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, München
Uwe Kaupp, Dipl. Religionspädagoge (FH), Leitung Evang. Fachstelle für alleinerziehende Frauen und Männer, München
Sophie Krug von Nidda, Soziologin, wiss. Mitarbeiterin im Bereich Bildungssoziologie der Universität Paderborn
Linda Lux, Soziologin, wiss. Mitarbeiterin, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Wiesbaden
Karin Mack, Dipl. Religionspädagogin, Systemische Beraterin (DGSF), Leitung Evang. Fachstelle Alleinerziehende, Nürnberg
Dr. Eliane Retz, Pädagogin, Systemische Beraterin (SG), München
Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., Bundestagsabgeordnete von 1980-1994, Landesvorsitzende der BayernSPD 1991-2000, Nürnberg
Heinz Zohren, Familienbeauftragter der Stadt Aachen
 
Tagungsteam
 
Barbara Christian, Geschäftsführerin, Evangelische Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter
Dr. Ulrike Haerendel, Studienleiterin für Soziales, Familie, Gender-und Generationenfragen, Evangelische Akademie Tutzing
Sandra Schuhmann, Erste Vorsitzende der eaf bayern
Renate Zeilinger, Geschäftsführerin der eaf bayern

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
 
Tagungsorganisation
Rita Niedermaier, Tel.: 08158 251-128, Fax: 08158 99 64 28; E-Mail: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de; beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
 
Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, mit anhängender Karte, per E-Mail (Tagungsorganisation) oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich nach Erhalt der Rechnung. Anmeldeschluss ist der 16. Februar 2018.
 
Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 23. Februar 2018 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, ab dem Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung. Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung
.
Preise für die gesamte Tagungsdauer:
Teilnahmebeitrag                                                                        60.– €
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)                            56.– €
Vollpension im Einzelzimmer                                                   132.– €
Vollpension im Doppelzimmer                                                 122.– €
Kurzzeitzuschlag für eine Übernachtung                                     5.– €
 
Wir bitten um Zahlung per Überweisung nach Erhalt der Teilnahmebestätigung und Rechnung. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.
 
Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.
 
Ermäßigung
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) zahlen für die gesamte Tagung 80.– € im Zweibettzimmer und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 % auf den Tagungspreis. JournalistInnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation vorliegt. Eine Kopie Ihres Ausweises schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung zu.
 
In Kooperation
mit der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für alleinerziehende Mütter und Väter
und der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern (eaf Bayern)
 
Tagungsort
Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Neue Abtei, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn. Bitte richten Sie Ihre Anfragen nicht an die Tagungsstätte, sondern ausschließlich an die Tagungsorganisation. Sie ist während der Tagung unter 0151 11614005 zu erreichen.
 
Anreise
Für die Planung Ihrer Anreise nutzen Sie bitte das Portal Greenmobility auf unserer Homepage. Ansonsten erreichen Sie Heilsbronn wie folgt: Bundesstraße 14 (Nürnberg-Stuttgart) oder A6 (Nürnberg-Heilbronn, Ausfahrt Neuendettelsau/Heilsbronn) oder Bahnstation an der Bahnlinie Nürnberg-Ansbach-Stuttgart. Fußweg zur Tagungsstätte ca. 15 Min.: Bahnhofstraße/Am Postberg/Marktplatz/ Abteigasse.
Taxi Herzog, Tel. 09872 77 66
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
Bildnachweis: © fotolia.com
Tagungsnummer: 0372018

Ort & Anreise

Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Neue Abtei, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn.
 
Verkehrsverbindungen
Bundesstraße 14 (Nürnberg-Stuttgart) oder A6 (Nürnberg-Heilbronn, Ausfahrt Neuendettelsau/Heilsbronn). Bahnstation an der Bahnlinie Nürnberg-Ansbach-Stuttgart. Fußweg zur Tagungsstätte ca. 15 Min.: Bahnhofstraße/AmPostberg/Marktplatz/Abteigasse.
Taxi Herzog, Tel. 09872 77 66.