Ethik und Seelsorge im Gesundheitswesen – 4. Fachtag Medizinethik

Ethik und Seelsorge im Gesundheitswesen – 4. Fachtag Medizinethik

23. Juli 2019

Inhalt

Kooperation im Dienste der Patienten
 
Die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen im Alltag von Kliniken und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens dient dem Wohl der Patienten und Patientinnen. Sie gelingt dann besonders gut, wenn sich die Beteiligten in ihrer Haltung einig und zumindest im Diskurs über gemeinsame Werte eingeübt sind. Einen moralischen Standpunkt und ein ethisch fundiertes Handeln beanspruchen alle Disziplinen – sie sind kein Alleinstellungsmerkmal der Seelsorge. Daher ist der interdisziplinäre Dialog elementar.
 
Worauf kommt es dabei an? Was können und sollen Kirche bzw. das Gesundheitswesen in ihren je eigenen Strukturen und Aufgabenstellungen beitragen? Wo sind sie aufeinander angewiesen, aufeinander bezogen und ähnlich ausgerichtet? Wo unterscheiden sie sich und wie wirkt sich das aus? Aus welchen Erlebnissen und Erfahrungen lassen sich Desiderate und Forderungen für ein noch besseres Miteinander formulieren?
 
2016 etablierten wir den „Fachtag Medizinethik“, der seitdem jährlich stattfindet. 2019 sind somit zum vierten Mal eingeladen: haupt- und ehrenamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen und Menschen aus anderen relevanten Berufen wie etwa Mitarbeitende aus Krankenhäusern, Kliniken (auch Reha) und Einrichtungen der Pflege. Wir freuen uns auf gute Gespräche als Gäste im Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU in München.
 
Pfr. Frank Kittelberger
Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelische Akademie Tutzing
 
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB, Professor für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe an der Evangelischen Hochschule
                             
ForumEthikInterdisziplinär

Tagungs-Programm

Dienstag, 23. Juli 2019
09.00 UhrAnkommen bei Kaffee & Brezen
09.30 UhrBegrüßung und Einführung
Pfr. Frank Kittelberger
09.45 UhrSeelsorge und Ethik - Theologische Aspekte einer VerhältnisbestimmungImpulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. Reiner Anselm
10.30 UhrEthik und Seelsorge - Medizinische Aspekte einer VerhältnisbestimmungImpulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. med. Georg Marckmann, MPH
11.15 UhrAls Seelsorgerin unterwegs - Mit ethisch wachem Blick und OhrErfahrungsbericht mit Diskussion
Pfarrerin Dorothea Böhle
12.00 UhrMittagspause
13.00 UhrGespräche in den Kleingruppen
14.00 Uhrkurze Kaffeepause
14.15 UhrDie Debatte um die OrganspendeEin Beispiel für die Bedeutung guter medizinethischer Vorbildung
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
14.45 UhrOffene Fragen, Statements, Ausblick - Schlussplenum mit VerabschiedungModeration:
Pfr. Frank Kittelberger
15.15 UhrEnde des Fachtages
09.00 Uhr
Ankommen bei Kaffee & Brezen
09.30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Pfr. Frank Kittelberger
09.45 Uhr
Seelsorge und Ethik - Theologische Aspekte einer VerhältnisbestimmungImpulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. Reiner Anselm
10.30 Uhr
Ethik und Seelsorge - Medizinische Aspekte einer VerhältnisbestimmungImpulsvortrag und Diskussion
Prof. Dr. med. Georg Marckmann, MPH
11.15 Uhr
Als Seelsorgerin unterwegs - Mit ethisch wachem Blick und OhrErfahrungsbericht mit Diskussion
Pfarrerin Dorothea Böhle
12.00 Uhr
Mittagspause
13.00 Uhr
Gespräche in den Kleingruppen
14.00 Uhr
kurze Kaffeepause
14.15 Uhr
Die Debatte um die OrganspendeEin Beispiel für die Bedeutung guter medizinethischer Vorbildung
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
14.45 Uhr
Offene Fragen, Statements, Ausblick - Schlussplenum mit VerabschiedungModeration:
Pfr. Frank Kittelberger
15.15 Uhr
Ende des Fachtages

Referierende

Prof. Dr. theol. Reiner Anselm
Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München
 
Pfarrerin Dorothea Böhle
Klinikseelsorgerin an der Uniklinik der FAU Erlangen und der Fachklinik Herzogenaurach
 
Pfarrer Frank Kittelberger
Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
 
Prof. Dr. theol. habil. Arne Manzeschke
Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB); Professor für Anthropologie und Ethik für Gesundheitsberufe an der Evangelischen Hochschule Nürnberg
 
Prof. Dr. med. Georg Marckmann, MPH
Professor für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin und Vor-stand des gleichnamigen Instituts an der LMU München; Präsident der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM)

Preise & Informationen

Tagungsleitung
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing
 
Tagungsort
Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU München Lessingstr. 2 / 80336 München
 
Organisation
Cornelia Spehr, Tel.: 08158 / 251-125; Fax: 0 81 58 99 64 24
 
Anmeldung
erbitten wir bis zum 16. Juli 2019 per E-Mail,  nur an die Evangelische Akademie Tutzing. 
Danach erfolgt die Bestätigung und Rechnungstellung.
Bei Erreichen der max. Teilnehmerzahl führen wir eine Warteliste.
 
Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir Sie um schriftliche Benachrichtigung.
 
Die Veranstaltung richtet sich an:
haupt- und ehrenamtliche Seelsorger und Seelsorgerinnen aus Krankenhäusern, Kliniken und Ambulanzen, Einrichtungen der stationären Pflege; Mitglieder in Ethikkomitees oder Ethik(bei)räten und Interessierte
Max. 25 TN (in Reihenfolge der Anmeldung)
 
Kosten
Es werden 15.– € Tagungsgebühr für Kopien und Getränke vorab erhoben. Während der Mittagspause verpflegen sich die Teilnehmenden selbst. Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuer-mitteln finanziert. Eine Teilnahmebescheinigung wird ausgegeben.
 
Kooperationspartner
Fachstelle für Ethik und Anthropologie im Gesundheitswesen der ELKB (FEAG)
 
Tagungsnummer: 0612019

Ort & Anreise

Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Medizinische Fakultät, LMU München
Lessingstr. 2, 80336 München
 
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U-Bahn: U1/U2 bis Haltestelle Sendlinger Tor, dann zu Fuß die Nußbaumstraße stadtauswärts gehen (500m), an der Kreuzung halbrechts in die Lessingstraße einbiegen;
oder U3/U6 bis Haltestelle Goetheplatz, dann zu Fuß die Goethestraße stadteinwärts (in nördlicher Richtung) ca. 400 m gehen,
bei der Kreuzung halblinks in die Lessingstraße einbiegen.

Bus: Direkt vor dem Institut ist die Haltestelle des Bus 58 (Haltestelle „Beethovenplatz“)