Asyl: Politik und Praxis im Konflikt

18. Mai 2018

Inhalt

 
WIR VERZEICHNEN KEIN ENDE DER WILLKOMMENSKULTUR, SONDERN EINEN WANDEL.
                                                                                                       Gerd Mutz / Lisa Wolff
 
Die Politik setzt den Anstrengungen derjenigen, die sich ehrenamtlich für Geflüchtete engagieren, enge Grenzen. Viele Helfer-innen und Helfer halten das für kontraproduktiv und sind frustriert. Auf der europäischen Ebene der Quoten und Verteilungsschlüssel geht nichts voran, die Fluchtwege bleiben größtenteils illegal und lebensgefährlich, die Abschiebepraxis scheint oft die Falschen zu erwischen. Und die Eingliederung in Wohnung und Arbeit gelingt bislang nur in den wenigsten Fällen. Doch Resignation wäre fatal: Die Asylsuchenden sind weiter auf erhebliche Unterstützung angewiesen, von Seiten der amtlichen Stellen genauso wie von Freiwilligen.
 
Es geht für die Zugewanderten um Kenntnis und Durchsetzung von Rechten, um den Erwerb sprachlicher und kultureller Kompetenzen, um Ausbildungsplätze und Jobs oder Wohnraum. Fatal wäre es aber auch, den Anspruch auf Mitformulierung der Integrationspolitik gerade von der Seite aufzugeben, die sie so wesentlich trägt: die Zivilgesellschaft. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer erleben und erfahren in der Alltagsbegleitung Vieles, das ganz wesentlich beitragen kann zur Verbesserung kleiner wie großer Schritte in den Asylverfahren und der anschließenden Gestaltung des Einlebens von Anerkannten  im Aufnahmeland. Die Politik braucht diesen Input!
 
Wir möchten gemeinsam einen Tag gestalten, der die Fragen der Helfenden aufnimmt und zur Diskussion mit  den Expertinnen und Experten bringt, der in bestem Sinn Politik praktisch mitgestaltet und den Austausch untereinander ermöglicht. Herzliche Einladung in die  Evangelische Akademie Tutzing!
 
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
 
 

Tagungs-Programm

Freitag, 18. Mai 2018
Anreise ab 9.30 Uhr
10.00 UhrBeginn der Tagung mit Kaffee und Tee
10.15 UhrBegrüßung und EinführungDr. Ulrike Haerendel
10.30 UhrAsylrecht und Asylpraxis – deutsche und europäische RahmenbedingungenProf. Dr. jur. Ulrich Becker
Politik in der Praxis: Asylverfahren und -entscheidungenUrsula Gräfin Praschma
11.45 UhrEngagement für Geflüchtete – empirische Befunde und WeiterbildungsbedarfProf. Dr. Gerd Mutz
und
Kerstin Jost
12.30 UhrMittagessen
13.30 Uhr„Zuhause in Bayern“: Arbeit mit geflüchteten FrauenAndrea Paul
und
Ruzanna Isoyan
14.15 UhrEngagement für Geflüchtete im kirchlichen RahmenStefan Theo Reichel
Kirchenasyl – christliche Ethik in der PraxisThomas Zugehör
15.15 UhrKaffeepause
15.30 UhrHilfe konkret: Lebensunterhalt, Arbeit und Wohnraum.Ein Podiumsgespräch mit
Christian Heller
Johannes Kolb
16.45 UhrFeedback, Kommentare, Austausch
17.30 UhrEnde der Veranstaltung

Referierende

Prof. Dr. jur. Ulrich Becker, LL.M., Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, München
Christian Heller, Referent für Migration, Diakonisches Werk Bayern e.V., Nürnberg
Ruzanna Isoyan, Projekt „Zuhause in Bayern", Standort Regensburg
Kerstin Jost, Koordinatorin der Weiterbildung „Soziale Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft", Hochschule München
Loulou Kinski, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit, Münchner Flüchtlingsrat, München
Johannes Kolb, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit München
Prof. Dr. Gerd Mutz, Dipl.-Volkswirt und Soziologe, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München
Andrea Paul, Projektleitung „Zuhause in Bayern", IN VIA KOFIZA, Landesstelle Bayern, München
Ursula Gräfin Praschma, Abteilungspräsidentin Internationale Aufgaben, Grundlagen Asylverfahren und Migration, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg
Stephan Theo Reichel, Kurator und Ltd. Geschäftsführer, matteo – Kirche und Asyl e.V., Nürnberg
Ricarda Schwarzbart, stud. jur., Refugee Law Clinic Munich e.V., München
Thomas Zugehör, Diakon, Landeskirchlicher Berater und Ansprechpartner für Kirchenasyl, München
 
 
Fragen zu den Themen der Tagung können bereits im Vorfeld an die Tagungsleitung gerichtet werden. Sie werden nach Möglichkeit in den Vorträgen und Diskussionen aufgegriffen (E-Mail: haerendel@ev-akademie-tutzing.de).

Preise & Informationen

ANMELDUNG / ORGANISATION
 
Tagungsleitung
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
 
Tagungsorganisation
Rita Niedermaier, Telefon: 08158 251-128, Telefax: 08158 99 64 28 E-Mail: niedermaier@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.
 
Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich. Bitte verwenden Sie die beiliegende Anmeldekarte, den Online-Modus bzw. die Email- Anschrift der Tagungsorganisation. Ihre Anmeldung wird bestätigt und ist verbindlich, sollten Sie von uns nicht spätestens eine Woche vor Tagungsbeginn eine Absage wegen Überbelegung erhalten.
Anmeldeschluss ist Dienstag, der 15. Mai 2018.
 
Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 15. Mai 2018 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, mit Tagungsbeginn 100 % der Verpflegungspauschale in Rechnung gestellt. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung.
 
Preis
Für die Tagung wird eine Verpflegungspauschale von 20 Euro erhoben.
Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzel-leistungen können nicht rückvergütet werden.
 
Mit Unterstützung durch
Wir danken dem Diakonischen Werk Bayern für einen Zuschuss zu den Tagungskosten.
Die Tagung wird zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert.
 
Verkehrsverbindungen
Für die Planung Ihrer Anreise nutzen Sie bitte das Portal Greenmobility auf unserer Homepage.
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ab München Hbf: S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn der Richtung Garmisch bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: 10 Minuten. Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis Starnberg, von Starnberg auf der B2 bis Traubing, dort links nach Tutzing.
 
Bildnachweis: © Foto aus dem Projekt „Meine neue Heimat – Spurensuche der bayerischen Kultur in der Natur"
Tagungsnummer: 0392018

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass.

Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen, z.B. Tagungen im Jungen Forum, Tages- und Abendveranstaltungen oder Konzerte!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.
Downloads

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