Veröffentlichungen : Wirtschaft

Normative und institutionelle Grundfragen der Ökonomik

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Gerechtigkeit und Effizienz werden in der Ökonomik vielfach als ein Verhältnis der Abwägungverstanden: Um gerechtere soziale Zustände herbeizuführen, so lautet eine kaum je in Fragegestellte Basisvermutung, müssen wir Einbußen an Effizienz hinnehmen. Ein Umverteilung imSinne von Gerechtigkeit ist folglich a priori mit dem Makel behaftet, “effizienzstörend” der”effizienzschädlich” zu sein. Auch die aktuelle politische Diskussion um Sozialstaatsabbau in denwestlichen Demokratien wird von dieser Grundthese der Effizienzschädlichkeit von Umverteilungbeherrscht.
Diese Sicht auf das Verhältnis von Effizienz und Gerechtigkeit ist weniger selbstverständlich, als vielfach unterstellt wird. In der modernen Ökonomik stellen sich die entscheidenden Fragen bezüglich des Ineinanderwirkens und der wechselseitigen Bedingung von individueller Tugend, Gerechtigkeit und Effizienz wie auch der Spannungszonenn zwischen ihnen. Ausgehend von der Diskussion dieser Fragen will das Buch Antwort auf die Existenzfragen der Moderne überhaupt geben: Wieviel und welche Gerechtigkeit – das heißt auch: wieviel und welche Rückbindung an außermarktliche menschliche Ziele – braucht die Marktwirtschaft? Wieviel und welche Gerechtigkeit verträgt sie?