Nachlese zur Südafrika-Tagung

25 Jahre ist es her, dass in Südafrika die Apartheid endete. Der Wandel im Land wäre wohl ohne das Engagement der Kirchen nicht möglich gewesen. Religion ist dort nach wie vor ein Faktor – und er ist es auch in vielen säkularen Gesellschaften. Wie genau sich dieser bemerkbar macht, dazu hat die Evangelische Akademie Tutzing zusammen mit der Ecumenical Foundation of Southern Africa (EFSA) eine Tagung durchgeführt. Die Überschrift lautete: „Religion und Staat – Zwischen Kooption und Kooperation“.

Beide Institutionen sind seit 2011 durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden. Ihre Zusammenarbeit ist Teil der inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte währenden Partnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und der Provinz Westkap. Südafrikanische und deutsche Erfahrungen zu reflektieren und die Zivilgesellschaft hier wir dort zu fördern, das ist das Ziel der regelmäßigen Konsultationen beider Einrichtungen. Erstmals war die Regierung Südafrikas vom 13. bis 15. Februar 2019 offiziell an einer Tagung beteiligt. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi hatte sich von Dr. Lindiwe Makubalo vertreten lassen. Sie ist Gesundheitsexpertin und vertritt Südafrika bei den Vereinten Nationen in Genf.

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm beschrieb in seinem Vortrag „Religion und Staat – Zwischen Trennung und Kooperation: Entwicklungen und Perspektiven aus kirchlicher Sicht“ zur Tagung fünf verschiedene mögliche Ansätze dafür, wie die moderne pluralistische Demokratie mit Religion umgehen kann. Den vollständigen Vortrag können Sie hier nachlesen.

Reinhard Kardinal Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hatte tags zuvor während der Tagung den Fokus auf die Anforderungen an die Entwicklungszusammenarbeit im Zeitalter der Globalisierung gelegt. Den Vortrag von Kardinal Marx können Sie unter diesem Link komplett nachlesen.

Weitere Informationen zur Tagung, Wortbeiträge und Audiomitschnitte finden Sie in Kürze hier.

Genauere Informationen zum Programmablauf können Sie hier nachlesen.

Bild: Diskutierten die Rolle der Kirchen in der Zivilgesellschaft in Südafrika und in Deutschland: (v.r.n.l.) Dr. Renier Koegelenberg, Leiter der Ecumenical Foundation of Southern Africa, Rev. Nelis Janse van Rensburg, Moderator der Reformierten Kirche in Südafrika, Dr. Thabo Makgoba, Erzbischof von Kapstadt und Primas der anglikani­schen Church of Southern Africa, Dr. Lindiwe Makubalu, Gesundheitsexpertin und Vertreterin der Republik Südafrika bei den Vereinten Nationen, Bischof Sithembele Anton Sipuka, Bischof des Bistums Mthatha/Umtata, Dr. Isabel Phiri, stellv. Generalsekretärin des Ökumenischen Rates der Kirchen, Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und Akademiedirektor Udo Hahn. (Foto: Haist / eat archiv)

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