Vielfalt und Differenz

Herausforderungen in Feminismus und Religion

15. - 17. Mai 2015

Inhalt

DANN WIRST DU ÜBERALL DIE  IN DIR LEBENDEN AUCH IN DER VERSCHWISTERTEN MENSCHHEIT ERBLICKEN …
                                                                                                         Karoline von Günderrode
 
Als Emanzipationsbewegung zielt der Feminismus darauf, allen ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich autarkes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen. Wir sehen aber in Theorie und Praxis, dass Geschlechtergleichstellung nicht unabhängig von einer kritischen Befragung auch der anderen Dimensionen von Ungleichheit in unserer Gesellschaft diskutiert werden kann.
 
Wer oder was hält Frauen unter verschiedenen Lebensbedingungen weltweit von faktischer Gleichstellung zurück? Erleben sie Diskriminierungen nur aufgrund von  Geschlechtszuschreibungen oder auch aufgrund von Zuschreibungen, die sich auf Religion, Herkunft, Hautfarbe und sexuelles Begehren beziehen? Und welche Ungleichheitsverhältnisse müssen demnach zwischen Frauen benannt werden, um Unterschiede sichtbar zu machen?
 
Bei aller Vielfalt und Differenz fragen wir uns, welche gemeinsamen Ziele es heute für feministisches Engagement in Gesellschaft und Wissenschaft geben kann. Wie kann man Perspektiven der Intersektionalität Rechnung tragen? In unserer Tagung wollen wir darüber insbesondere im Hinblick auf die Religionen und ihre gesellschaftlichen Wertsetzungen nachdenken.
 
Wir laden herzlich ein zu einem interreligiösen und interkulturellen
Diskurs über Herrschaft, Gesellschaft und Geschlecht.
 
Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Sarah Jäger, Evang.-Theolog. Fakultät, LMU München
Prof. Dr. Renate Jost, Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Selina Moll, Marburg
Pfr.in Christine Stradtner, Gnötzheim

Tagungs-Programm

Freitag, 15. Mai 2015
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrAuftakt
Bärbel Fünfsinn
19.15 UhrBegrüßung
Dr. Ulrike Haerendel
19.30 UhrEinführung
Prof. Dr. Renate Jost
20.00 UhrInteraktiver WorkshopModeration:
Dr. Ulrike Haerendel
21.00 UhrGespräche in den Salons
Samstag, 16. Mai 2015
09.00 UhrMorgenimpuls
Pfarrerin Christine Stradtner
Musik:
Bärbel Fünfsinn
09.15 UhrIntersektionalität, Herrschaft und christliche ReligionProf. Dr. Elisabeth Schüssler Fiorenza
10.45 UhrKaffeepause
11.15 UhrSexualität und Begehren, Körper und Geschlecht
Ein Gespräch mit
Prof. Dr. Heike Walz
und
Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß
Moderation:
Sarah Jäger
und
Pfarrerin Christine Stradtner
12.30 UhrMittagessen
14.00 UhrZwischenspiel
Bärbel Fünfsinn
14.15 UhrLiebe, Begehren und Fürsorge im Islam.Körperregulierungen oder Erotik aus "Tausendundeiner Nacht"? Ein Gespräch zwischen
Prof. Dr. Ulrike Auga
14.00 Uhrund
Amina Luise Becker
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrWorkshops (parallel)
a) Critical Whiteness und RassismusMutlu Ergün-Hamaz
b) Postkolonialismus als Theorie und MethodeIsmahan Wayah
c) Intersektionalität im Alten TestamentProf. Dr. Gerlinde Baumann
d) Familienbilder im Protestantismus nach 1945 - Eine Idealvorstellung mit ScheuklappenSarah Jäger
18.00 UhrAbendessen
19.30 UhrFrauen, ungeheuer im KommenKabarett mit
Gisela Marx
und
Dorrit Bauerecker
21.00 UhrGespräche in den Salons
Sonntag, 17. Mai 2015
08.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Dr. Ulrike Haerendel
09.15 UhrGeschlecht, Differenz und jüdische ReligionProf. Dr. Birgit Klein
10.30 UhrPause
10.45 UhrDiversity: die neue Gleichstellung?Zur Zukunft der Gleichstellungsstelle in der bayerischen Landeskirche
Podiumsdiskussion mit
Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk
Dr. Simone Mantei
Pfarrerin Verena Übler
N.N. (Organisationsausschuss der Landessynode Bayern)
Kommentar:
Dr. Johanna Beyer
Moderation:
Dr. Ulrike Haerendel
12.00 UhrReflexion der Tagung und FeedbackModeration:
Pfarrerin Christine Stradtner
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen

Referierende

Prof. Dr. Ulrike Auga, Evangelische Theologin, Kulturwissenschaftlerin, Juniorprofessorin für Theologie und Geschlechterstudien am Seminar für Religionswissenschaft/Interkulturelle Theologie sowie Ökumenik der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
Jacqueline Barraud-Volk, Pfarrerin in Marktbreit, Mitglied in den Synoden der EKD, ELKB und der VELKD
Prof. Dr. Gerlinde Baumann, apl. Professorin für Altes Testament, FB Evangelische Theologie, Philipps-Universität Marburg
Amina Luise Becker, Islamwissenschaftlerin, Religionspädagogin, Zentrum für Islamische Frauenforschung und Frauenförderung, Köln
Dr. Johanna Beyer, Kirchenrätin, Leiterin der Frauengleichstellungsstelle der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, München
Mutlu Ergün, Autor, Pädagoge, Sozialforscher und Performer, Berlin
Sarah Jäger, wiss. Mitarbeiterin, Evangelisch-Theologische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Vorstandsmitglied des Fördervereins für das Internationale Institut für Feministische Forschung in Theologie und Religion e.V.
Prof. Dr. Renate Jost, Professorin für Feministische Theologie und Theologische Genderforschung sowie Direktorin des Internationalen Instituts für Feministische Forschung in Theologie und Religion e.V., Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Prof. Dr. Birgit Klein, Lehrstuhl für Geschichte des jüdischen Volkes, Hochschule für jüdische Studien, Heidelberg (angefragt)
Dr. Simone Mantei, Pfarrerin, wiss. Mitarbeiterin, Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie, Hannover
Selina Moll, Studentin der evangelischen Theologie und der Gender Studies in Marburg, Mitglied im Befreiungstheologischen Netzwerk
PD Dr. Wolfgang Schürger, Pfarrer, Privatdozent an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau, Beauftragter für Klima- und Umweltverantwortung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Prof. Dr. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Krister Stendahl Professorin an der Harvard Divinity School, Boston, Mass., und Mitglied im Vorstand des Internationalen Instituts für Feministische Forschung in Theologie und Religion e.V.
Christine Stradtner, Pfarrerin in Gnötzheim, Mitglied im Bayerischen Theologinnenkonvent und im Gesamtkonvent sowie Mitarbeiterin des Internationalen Instituts für Feministische Forschung in Theologie und Religion e.V.
Verena Übler, Pfarrerin in München, Mitglied in den Synoden der EKD und der ELKB
Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Forschungsprofessur Sexualwissenschaft und sexuelle Bildung, FB Soziale Arbeit. Medien. Kultur, Hochschule Merseburg
Prof. Dr. Heike Walz, Juniorprofessorin für Feministische Theologie und Theologische Geschlechterforschung, Fachbereich Religions-, Missionswissenschaft und Ökumenik, Kirchliche Hochschule Wuppertal/ Bethel
Ismahan Wayah, Englisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
 
Kulturprogramm
Bärbel Fünfsinn, Musikerin, Theologin, Lehrerin, Hamburg
Gisela Marx, Kabarettistin, München und
Dorrit Bauerecker, Pianistin und Akkordeonistin, Köln

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.