Tutzinger Salon: Luthers Lust und Liebe – Theatercollage

15. März 2017

Inhalt

LIEBE FREUNDINNEN
UND FREUNDE DES TUTZINGER SALONS,
 
in der evangelischen Kirche bereits durch eine Dekade vorbereitet, hat nun das eigentliche Jubiläumsjahr zur Reformation begonnen. Luther – so weit Auge und Ohr reichen. Aber angesichts der revolutionären Umschwünge und langfristigen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft ist die Aufmerksamkeit für die Reformation vor 500 Jahren bestimmt nicht übertrieben.
 
Im Tutzinger Salon am 15. März 2017 zollen auch wir dem Reformator Tribut durch eine Bühneninszenierung, die Cornelia Bernoulli, bekannt für ihre originellen Interpretationen historischer Figuren, vorbereitet hat. Zusammen mit ihrem Schauspieler-Kollegen Ernst Matthias Friedrich zeigt sie uns Katharina von Bora und Martin Luther als Paar – fiktional, aber doch orientiert an den wenigen Belegen, die es für die Beziehung der beiden gibt.
 
Der darauffolgende Salon ist Oskar Maria Graf gewidmet und findet am 28. Juni 2017, seinem 50. Todestag, statt. 1881 am Starnberger See geboren, gehörte dieser kantige bayerische Schriftsteller schon in den zwanziger Jahren zu den Gegnern der Nationalsozialisten in der „Ordnungszelle Bayern". In der Folge musste er 1933 ins Exil gehen, was ihn auf einen Schlag seiner Lebens- und künstlerischen Grundlagen beraubte. Dem Dichter Oskar Maria Graf spürt an diesem Abend Josef Brustmann nach: Bühnenkünstler mit verwandten sprachlichen und lokalen Wurzeln. Der Historiker Andreas Heusler analysiert das Leben und Werk Grafs über Motive wie Heimat, Emigration und Politik, die helfen, diesem eigenwilligen Charakter näher zu kommen.
 
Mit Ihnen freut sich auf anregende Salonkultur im Jahr 2017
 
Dr. Ulrike Haerendel
Stellv. Akademiedirektorin und Studienleiterin

Tagungs-Programm

Mittwoch, 15. März 2017
19.30 UhrLUTHERS LUST UND LIEBESzenische TextcollageMit Cornelia Bernoulli & Ernst Matthias FriedrichLuther privat. Eine Theatercollage rund um die 500 Jahre alte ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Martin Luther und Katharina von Bora. Originalzitate werden mit fiktiven Dialogen gemischt. Die beiden Schauspieler nähern sich der Beziehung zwischen dem berühmten Mönch und der fast so berühmten Nonne spielerisch, ungeniert und ganz aus der Gegenwart heraus an. Sie imaginieren, wie Martin Luther und Katharina von Bora sich näherkommen. Wie veränderten sich die Vorstellungen von Liebe und Frauen, als der Reformator die Ehe mit der ehemaligen Nonne einging? Wie sahen seine Zeitgenossen ihn und die Lutherin? Welche gesellschaftlichen Veränderungen kamen in dieser Ära für die Frauen in Gang? Und was erlebten Luthers Mitstreiter Philipp Melanchthon und Georg Spalatin oder der Zürcher Reformator Huldrych Zwingli mit der Liebe?Aus heutigem Blickwinkel machen sich die beiden Schauspieler auf eine kurzweilige Zeitreise und testen, wie sich für Martin Luther und seine Käthe die Lust aneinander und die Liebe zueinander angefühlt haben könnte.Weil Luther die „Musica" ebenso hoch schätzte wie die Liebe, wird das Programm mit einigen seiner Lieder abgerundet.Autorin: Cornelia BernoulliMusikalische Arrangements und Supervision: Bruno Hetzendorfer

Referierende

Nach Matura und Primarlehrerdiplom in Basel erhielt Cornelia Bernoulli ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Folkwang Hochschule in Essen. Seit 1985 lebt und arbeitet die Schweizerin als freischaffende Schauspielerin, Sprecherin und Autorin überwiegend in München. Sie recherchiert und entwickelt szenische Programme. Von ihr stammen Idee und Konzept für „Luthers Lust und Liebe". In den letzten Jahren ent-standen Theatercollagen, diverse literarisch-musikalische Lesungen, eine Schweizer Revue und auch ein Live-Hörspiel. Mit den Pro-grammen tourt Cornelia Bernoulli zusammen mit ihren jeweiligen Kollegen quer durch die deutschsprachige Kulturlandschaft, greift sich die unterschiedlichsten Figuren heraus und haucht ihnen ihren eigenen Atem ein. Die Schauspielerin gastiert zudem an verschiedenen Bühnen und wird als Sprecherin von Hörbüchern eingesetzt. www.cornelia-bernoulli.eu

Ernst Matthias Friedrich wurde in Berlin geboren und ist am Starnberger See aufgewachsen. Schon als Schüler trat er mit Bands auf, besuchte nach dem Abitur in München die Neue Münchner Schauspielschule und absolvierte später eine Gesangsausbildung. Seine Laufbahn begann er 1978 mit mehrjährigen festen Engagements am Pfalztheater Kaiserslautern, am Ulmer Theater und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 1988 arbeitet Matthias Friedrich als freier Schauspieler für Bühne und Fernsehen sowie als Sänger im Musicalbereich. Er spielte und spielt an verschiedenen Münchner Bühnen – am Metropoltheater, an der Schauburg, am Volkstheater, am Teamtheater u.a. Bei Gastengagements in verschiedenen Städten und bei Lesungen zeigt der Künstler seine vielseitigen Talente im Umgang mit Musik, Gesang und Texten von Heinrich Heine bis Erich Kästner, von Wilhelm Busch über Ringelnatz bis zu Morgenstern. www.emfriedrich.com

Preise & Informationen

TUTZINGER SALON
 
Luthers Lust und Liebe
 
Mittwoch, 15. März 2017,
19:30 Uhr
im Musiksaal der Evangelischen Akademie Tutzing
 
Eintritt 6.– € / erm. 3.– € / Abendkasse
Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass: 19.00 Uhr

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
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mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.