Pionierinnen der Kunst

30. Januar - 01. Februar 2015

Inhalt

FRAUEN MALEN NICHT SO GUT.
 
Diese Äußerung ist nicht 100 Jahre alt, sondern stammt von einem berühmten Maler unserer Tage: Georg Baselitz. Die Diskriminierung von Künstlerinnen hat eine lange und hartnäckige Tradition. Dennoch sind Künstlerinnen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ihren Weg gegangen, so schwierig das auch oftmals war und ist.
 
München um 1900 war nicht nur Kunststadt, sondern auch ein wichtiges Zentrum der Frauenbewegung. Alle zeitgenössischen Forderungen nachpolitischer Gleichberechtigung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit von Frauen fanden hier wichtige Vertreterinnen. Und auch viele Künstlerinnen engagierten sich an vorderster Stelle, rangen um eigene Lebensentwürfe, Anerkennung ihrer Arbeit und Ausbildung.
 
Vor dem Hintergrund der Ausstellung „Ab nach München! Künstlerinnen um 1900“ im Münchner Stadtmuseum, thematisiert die Tagung Berufs- und Ausbildungswege der damaligen Künstlerinnen, ihre Vernetzung in Gruppen und Vereinen sowie die Rezeption ihrer Kunst. Es wird vom „Zorn der Frauen“ zu hören sein und von den Bedingungen in Kunsthandwerk, Malerei und Grafik.
 
In einem zweiten Teil richtet sich der Blick dann in die Gegenwart. Künstlerinnen, aber auch Experten für den Kunstmarkt und das Studium der Bildenden Künste werden wir fragen: Was haben die Pionierinnen der damaligen Zeit erreicht? Wie ist es um die Präsenz zeitgenössischer Künstlerinnen auf dem Kunstmarkt bestellt? Unter welchen Umständen leben, lernen und arbeiten Künstlerinnen heute?
 
Herzliche Einladung in die Evangelische Akademie Tutzing!
 
Judith Stumptner & Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Ulrike Budde, München
Antonia Voit, Münchner Stadtmuseum

Tagungs-Programm

Freitag, 30. Januar 2015
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 UhrAbendessen
Begrüßung und Einführung in die TagungsthematikJudith Stumptner
19.00 UhrWie emanzipiert war die Kunst?Künstlerinnen und Frauenbewegung um 1900
Zara S. Pfeiffer
21.00 UhrGespräche in den Salons
Samstag, 31. Januar 2015
08.00 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Judith Stumptner
09.00 Uhr"Ausbildungsmöglichkeiten von Künstlerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts.Wo bleiben die Bildhauerinnen?"
Dr. Yvette Deseyve
10.30 UhrKaffeepause
11.00 UhrAnziehungspunkt München?Netzwerke, Kollektive und Vereine
Dr. Meike Hopp
12.30 UhrMittagessen
14.30 Uhr"Ich habe in München wirklich sehen gelernt"Ausgewählte Künstlerinne-Biographien im Bereich Graphik und Gemälde
Antonia Voit
16.00 UhrKaffeepause
16.30 Uhr"Die hat aber Talent!"Kunsthandwerk gestern und heute
Dargestellt an ausgewählten Biographien und Werken
Dr. Monika Fahn
18.00 UhrAbendessen
20.00 UhrVom Zorn der FrauenImpuls von
Ulrike Budde
und Gespräch mit
Lilith Lichtenberg
und
Susanne Weinhöppel
(mit musikalischen Einlagen)
21.30 UhrGespräche in den Salons
Sonntag, 01. Februar 2015
08.00 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
Dr. Ulrike Haerendel
09.00 UhrKünstlerinnen auf dem Kunstmarkt heuteDr. Julia Voss
10.00 UhrLebens- und Berufswege zeitgenössischer KünstlerinnenProf. Senta Connert
11.00 UhrPause
11.30 UhrUnd in Zukunft?Podium mit
Annegret Erhard
Prof. Senta Connert
Mizuho Matsunaga
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen
15.00 UhrAusstellungsbesuch (optional, mit Anreise in Eigenregie)
Ab nach München! Künstlerinnen um 1900Führung durch die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum
Antonia Voit
Münchner Stadtmuseum (S/U-Bahn Station Marienplatz) Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Referierende

Ulrike Budde, Autorin und Journalistin, München
Prof. Senta Connert, Künstlerin, Frauenbeauftragte, Akademie der Bildenden Künste, München
Dr. Yvette Deseyve, Kustodin und Kuratorin am Gerhard-Marcks-Haus, Bremen
Annegret Erhard, Journalistin, Redakteurin, München
Dr. Monika Fahn, Kunsthistorikerin, Geschäftsführerin, Bayerischer Kunstgewerbeverein e.V., München
Dr. Meike Hopp, Projektmitarbeiterin, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
Lilith Lichtenberg, Künstlerin, München
Mizuho Matsunaga, Künstlerin & Bildhauerin, München
Zara Pfeiffer, Politikwissenschaftlerin, Autorin und Kuratorin, München
Antonia Voit, Kuratorin, Münchner Stadtmuseum
Dr. Julia Voss, Kunstkritikerin und Wissenschaftshistorikerin, Stellvertretende Leiterin des Feuilletons der FAZ, Frankfurt am Main
Susanne Weinhöppel, Harfenistin und Sängerin, München

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
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mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.