Kultur.Leben

Kulturpolitisches Forum

23. - 25. Oktober 2015

Inhalt

AUF DEM WEG IN DIE KULTURGESELLSCHAFT?
 
In den letzten Jahren ist Kultur als Wirtschaftsfaktor entdeckt worden und Kulturpolitik hat sich verstärkt den ökonomischen Aspekten der kulturellen Produktion gewidmet. Ein breit geführter politischer Diskurs und ein Thema, das Gegenstand des Kulturpolitischen Forums 2014 war.

Daran anschließend wendet sich die Tagung in diesem Jahr einem anderen Bereich zu: In Zeiten, in denen kulturelle Konflikte und die Ökonomisierung nahezu aller Lebensbereiche die Grundlagen unseres Gemeinwesens zunehmend in Frage stellen, möchten wir erkunden, wie wichtig die kulturelle Tätigkeit für den Menschen ist. Welche Bedeutung hat Kultur für den Einzelnen, welche Rolle kommt ihr bei der Stärkung des Gemeinwesens, beim Zusammenhalt und der Weiterentwicklung einer solidarischen wie demokratischen Gesellschaft zu?

Dabei stellen sich Herausforderungen und Fragen wie die folgenden:

Kulturschaffende – Profis und Laien – beschäftigen sich immer schon mit gesellschaftlich relevanten Themen und finden Wege zur Integration. Doch was kann Kultur angesichts der aktuellen globalen Konflikte und ihrer Folgen tatsächlich leisten?

Unsere Gesellschaft wird immer kreativer. Wie gehen wir mit diesem Wandel um? Wie lässt sich kulturelles Leben sinnvoll fördern und unterstützen? Genauso wie soziales ehrenamtliches Engagement oder brauchen wir eigene zeitgemäße Anerkennungsformen?

Künstlerhonorare versus Selbstausbeutung: Welche politischen Weichenstellungen sind nötig, um den Künstlerinnen und Künstlern im Spannungsfeld zwischen Erwerb, Hobby, Ehrenamt gerecht zu werden?

Kultur stiftet Sinn. Wandelt sich mit der Kreativwirtschaft auch unsere Ökonomie – von der Produktion über die Information hin zu einer Sinnökonomie? Vermag Kultur die Wirtschaft zu verändern?

Diesen und anderen Fragen möchten wir nachgehen, wenn wir während der Tagung einen Blick auf die Laien- und Breitenkultur in den Städten werfen – jenseits von Kreativwirtschaft und Kulturinfarkt. Herzliche Einladung in die Evangelische Akademie Tutzing!
 
Dr. Christine Fuchs, Stadtkultur – Netzwerk Bayerischer Städte e.V., Ingolstadt
Marc Gegenfurtner, Kulturreferat Landeshauptstadt München
Dr. Thomas Röbke, Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V.
Judith Stumptner, Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Wolfgang Zacharias, Kulturpolitische Gesellschaft e. V. / Landesgruppe Bayern

Tagungs-Programm

Freitag, 23. Oktober 2015
Anreise ab 16.00 Uhr
18.00 UhrAbendessen
19.00 UhrBegrüßung und Einführung
19.15 UhrSinnökonomie - Wertvoll nach anderen MaßstäbenProf. Dr. Bernd Ankenbrand
anschließend Diskussion
21.00 UhrGespräche in den Salons
22.00 UhrLieder aus TaizéAngebot im Rahmen der Tutzinger Kulturnacht
Samstag, 24. Oktober 2015
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrGemeinsames kulturelles und künstlerisches Tun mit individueller Teilhabe und bürgerschaftlichem Engagement auf einer nicht kommerzielllen, sparten- und politikfeldübergreifenden Ebene.Prof. Dr. Wolfgang Schneider
10.00 UhrSpezifische Anerkennungskulturen – Soziales, Kultur und IntegrationPodiumsgespräch mit
Brigitte Grande
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Markus Schön
Prof. Dr. Wolfgang Schneider
Moderiert von:
Dr. Thomas Röbke
11.00 UhrKaffeepause
11.30 UhrBeispiele kultureller Praxis
- Kulturschwestern der Pasinger FabrikStefan Mittendorf
- Kulturlotsinnewn und -lotsen der Villa LeonAndrea Machhörndl
12.30 UhrMittagessen
14.30 UhrKultur- und Kreativwirtschaft und kreative StadtgesellschaftJürgen Enninger
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrParallele Arbeitsgruppen:
Strategien der Anerkennung
AG 1: LiteraturModeriert von
Eduardo Fernández-Tenllado Ramminger
AG 2: Bildende KunstModeriert von
Prof. Dr. Wolfgang Zacharias
AG 3: MusikModeriert von
Haimo Liebich
AG 4: Offenes ThemaModeriert von
Dr. Ulrich Glaser
18.00 UhrAbendessen
20.00 UhrKulturelle Betätigung als EigenwertDo-it-yourself-Workshops
Christopher Oberhuemer
und
Anna von Schrottenberg
anschließend Gespräche in den Salons
Sonntag, 25. Oktober 2015
07.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrKultur als Auflösungsbegriff - ein sprachkritischer VersuchKathrin Röggla
Moderation:
Eva Leipprand
10.15 UhrKulturelles Leben und globale HerausforderungenMuchtar Al Ghusain
11.30 UhrPause
11.45 UhrAuswertung der Workshops
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen
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Stipendium für Studierende: Für drei Studierende verlost die Kulturpolitsche Gesellschaft die Tagungsteilnahme (Teilnahme und Vollpension). Interessensbekundung per Mail an: uli.glaser@stadt.nuernberg.de

Referierende

Referierende
Muchtar Al Ghusain, Kultur-, Schul- und Sportreferent der Stadt Würzburg
Prof. Dr. Bernd Ankenbrand, Verhaltens- und Sinnökonom, Hochschule für angewandte Wissenschaften Schweinfurt
Jürgen Enninger, Leiter Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft, Landeshauptstadt München
Brigitte Grande, Kulturreferentin der Gemeinde Tutzing
Andrea Machhörndl, Villa Leon, Amt für Kultur und Freizeit Nürnberg
Stefan-Maria Mittendorf, Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH
Christopher Oberhuemer, freischaffender Künstler, München
Kathrin Röggla, Autorin von Prosa, Theaterstücken und Hörspielen, Berlin
Dr. Julia Schmitt-Thiel, Geschäftsführerin, Kulturzentrum Mohr-Villa, München-Freimann
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim
Markus Schön, Vertreter der Jugendamtsleitung, Stadtjugendamt, LH München
Anna von Schrottenberg, Schauspielerin und Sängerin, Berlin
 
 
Moderierende
Eduardo Maria Fernández-Tenllado Ramminger, Redakteur, München
Dr. Ulrich Glaser, Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg
Eva Leipprand, Politikerin, Autorin, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Augsburg
Haimo Liebich, Vorstand Kinder- und Jugendmuseum, Vorsitzender der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern e.V.
Dr. Thomas Röbke, Landesnetzwerk Bürgerschaft liches Engagement Bayern e.V.
Prof. Dr. Wolfgang Zacharias, Kulturpolitische Gesellschaft e. V. / Landesgruppe Bayern

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den vollen (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €. Bitte beachten Sie abweichende Regelungen bei einzelnen Sonderveranstaltungen!
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.