Heimat – Thema, Ort, Gefühl

Wie Fernsehen und Printmedien mit dieser Herausforderung umgehen

18. Oktober 2017

Inhalt

HEIMAT – THEMA, ORT, GEFÜHL

„In Bayern daheim. In der Welt zu Hause.“ Als im Jahr 2002 eine Werbeagentur diesen Slogan für eine bayerische Brauerei erfand, da schien die Welt noch in Ordnung – so möchte man aus heutiger Sicht meinen. Wir sind alle irgendwie Erdenbürger – und in große Zusammenhänge hineingeboren, die wir als Einzelne gar nicht beeinflussen können. Und wir leben an Orten und in Regionen, die uns im engeren Sinne Heimat sind, wo unsere Wurzeln liegen, die uns Halt geben. Die Welt als global village, als globales Dorf, wie es der kanadische Philosoph und Medientheoretiker Marshall McLuhan einmal formulierte, beschreibt, wie alles nur noch enger zusammenrückt. McLuhan erfand diesen Begriff in den 1960er Jahren, als es noch keine Digitalisierung gab und Globalisierung – eine Welt, in der Grenzen für Menschen und Wirtschaftsgüter praktisch keine Rolle mehr spielen – bestenfalls eine kühne Vision war.

Was in diesem Kontext „Heimat“ konkret bedeutet, darüber lohnt sich das Nachdenken. Jeder und jede wird dazu eine eigene Antwort finden – finden müssen. „Heimat“ – ein Begriff, der mit seinen vier Dimensionen – Raum, Zeit, soziale Beziehungen und Kultur – Menschen auf ganz unterschiedliche Weise berührt. Für die einen ist Heimat ein (Sehnsuchts)Ort, für andere ein Gefühl – und manch einer fragt sich: Was ist eigentlich Heimat?

An dieser Stelle kommen die „Heimatzeitung“ und auch der „Heimatsender“ ins Spiel. Wie schon angedeutet, ist Heimat ein Thema der Medien und für die Medien. Aber wie sieht das konkret aus – zum Beispiel für die Passauer Neue Presse? Oder für den Bayerischen Rundfunk, der mit BR Heimat ein eigenes Programmangebot im Radio bereit hält und mit „Dahoam is dahoam“ eine eigene Heimatserie entwickelt hat?

Diskutieren Sie Fragen rund ums Thema mit Alexander Kain, stellvertretender Chefredakteur Passauer Neue Presse, und mit Matthias Keller-May, stellvertretender Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks.

Herzliche Einladung zum Medientreff der Evangelischen Akademie Tutzing im PresseClub München e.V. am Marienplatz!

Udo Hahn, Direktor, Evangelische Akademie Tutzing
 

Tagungs-Programm

Mittwoch, 18. Oktober 2017
18.00 UhrBegrüßung
Heimat - Thema, Ort, Gefühl
Wie das Fernsehen und Printmedien mit dieser Herausforderung umgehenPodiumsgespräch mit:
Alexander Kain
und
Matthias Keller-May
19.30 UhrGespräche bei Brezen, Bier und Wein

Referierende

GESPRÄCHSTEILNEHMER

Alexander Kain, 1970 in Simbach am Inn geboren, nach dem Abitur mehrjährige Dienstzeit an der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Waldbröl, NRW. Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau mit Abschluss Diplomkaufmann, parallel journalistische Ausbildung bei der „Passauer Neuen Presse“ als Stipendiat der Dr.-Hans-Kapfinger-Stiftung. Danach Mitarbeiter in der internen und externen Kommunikation der BMW AG in München. Von 1998 bis 2001 Bonn- und Berlin-Korrespondent der „Passauer Neuen Presse“, von 2001 bis 2006 in leitender Funktion im Wirtschafts- und Politikressort in Passau, seit 2006 Landtagskorrespondent der „Passauer Neuen Presse“ in München und seit 2009 stellv. Chefredakteur.

 Matthias Keller-May, 1960 in Karlstadt/Main geboren, Studium Diplom-Journalistik mit Schwerpunkten Politik und Neueste Geschichte, und Deutsche Journalistenschule in München, 1998 bis 2005 Landtagskorrespondent des Bayerischen Fernsehens, seit 2005 Redaktionsleiter Landesberichte „Abendschau“, seit 2013 Chef der BR-Radltour, seit 2014 Leiter Aktuelles und Landesberichte, stellv. Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens.


BEGRÜSSUNG / MODERATION

Pfr. Udo Hahn, Direktor, Evangelische Akademie Tutzing
N. N., Vorstand des PresseClubs München e. V.
 

Ort & Anreise

Internationaler PresseClub München e.V.
Marienplatz 22 / IV / (Eingang Rindermarkt), 80331 München
Tel. 089 26 02 48 48
www. presseclub-muenchen.de

Sie erreichen den PresseClub München e.V. mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der U-Bahn (U3 und U6) und S-Bahn (alle S-Bahnlinien), Haltestelle Marienplatz

Falls Sie mit dem Auto anreisen, finden Sie in unmittelbarer Nähe zu uns eine Parkgarage (Parkhaus am Marienplatz, Rindermarkt 16).
Die Zufahrt bzw. Anlieferung am Marienplatz ist werktags nur bis 10.00 Uhr möglich.