Eigentlich bin ich ganz anders

16. - 17. März 2017

Inhalt

EIGENTLICH BIN ICH GANZ ANDERS, ICH KOMME NUR SO SELTEN DAZU.
                                                                                              Ödön von Horváth (1901 – 1938)

Begegnung ist heilsam, verlangt aber nach Authentizität und Offenheit. Wer ich wirklich bin, muss sichtbar werden, wenn Gemeinschaft oder gar Integration gelingen soll, von der heute so viel gesprochen wird. Dem anderen und sich selbst nicht fremd zu bleiben, sondern sich zu zeigen und andere wahrzunehmen, fordert Menschen heraus. Eigentlich sind wir ganz anders, als Andere uns sehen.

Eine von außen kommende Perspektive kann helfen, den eigenen Horizont zu erweitern. Daher suchen Menschen Rat und Beratung in Gesprächen – zum Beispiel in der Supervision und im Coaching oder auch in der Therapie und beim Arzt. In solchen hilfreichen Begegnungen und Prozessen werden „fremde Perspektiven“ zugelassen – ja sogar gesucht – und wenn möglich integriert. Dazu aber müssen Grenzen überschritten werden (zum anderen hin) und Grenzüberschreitungen zugelassen werden (vom anderen auf mich zu). Die eigene Identität zu bewahren und zu gestalten, verlangt geradezu das Wagnis der Begegnung. Dies gilt für individuelle face-to-face-Begegnungen ebenso, wie für gesellschaftliche Prozesse.

Im Gespräch mit Experten aus Supervision, Beratung, Psychologie und Kommunikation sind alle Interessierten eingeladen, über solch notwendige Grenzüberschreitungen und Fremdheitserfahrungen auf dem Weg zu Identität und Gemeinschaft nachzudenken und zu diskutieren. Dazu laden wir in das Schloss Tutzing am Starnberger See ganz herzlich ein.

Theresia Volk
Vorsitzende DGSv, Augsburg
Paul Fortmeier
Geschäftsführer DGSv, Köln
Frank Kittelberger
Studienleiter, Evangelische Akademie Tutzing

Tagungs-Programm

Donnerstag, 16. März 2017
Anreise ab 11.00 Uhr
12.30 UhrBeginn der Tagung mit einem Mittagessen
13.30 UhrBegrüßung und Einführung in die Tagung
Pfr. Frank Kittelberger & Theresia Volk
13.45 UhrIdentitätsarbeit als Balance von Eigenem und Fremden und die fatale Sehnsucht nach ReinheitProf. Dr. phil. Heiner Keupp
14.45 UhrGruppensitzung 1: Reflexion des Vortrags Keupp
(Reflexionsgruppen: durchlaufend in gleicher Besetzung, thematisch orientiert und moderiert)
15.30 UhrKaffeepause
16.00 UhrFremdheit und Identität aus entwicklungspsychologischer und kulturanthropologischer SichtProf. Dr. phil. Beate Mitzscherlich
17.00 UhrGruppensitzung 2: Reflexion des Vortrags Mitzscherlich
(Reflexionsgruppen: durchlaufend in gleicher Besetzung, thematisch orientiert und moderiert)
17.45 UhrPlenum (kurze Zwischenbilanz & Organisatorisches)Moderation: Pfr. Frank Kittelberger
18.00 UhrAbendessen
19.30 UhrEine etwas andere Intervention - künstlerisch dargeboten
20.30 UhrJazz in der Schlossdiele
Gespräche in den Salons
Freitag, 17. März 2017
07.45 UhrAndacht in der Schlosskapelle
08.00 UhrFrühstück
09.15 UhrPlenum: Einstieg in den TagModeration: Pfr. Frank Kittelberger
09.30 UhrDas Fremde in mir und vor mir. Integration und Partizipation aus psychoanalytischer SichtDr. phil. Dipl. Psych. Wolfgang Schmidbauer
10.30 UhrKaffeepause
11.00 UhrGruppensitzung 3: Reflexion des Vortrags Schmidbauer
(Reflexionsgruppen: durchlaufend in gleicher Besetzung, thematisch orientiert und moderiert)
11.45 UhrAussprache im Schlussplenum & Verabschiedung
Theresia Volk & Pfr. Frank Kittelberger
12.30 UhrMittagessen & Ausklang mit Kaffee, Tee und Kuchen
Die thematischen Schwerpunkte der durchlaufenden Reflexionsgruppen präzisiert das Vorbereitungsteam, sobald sich ein Profil der Teilnehmerschaft aus den Anmeldungen ablesen lässt. Sie werden zu Beginn der Tagung bekanntgegeben; ebenso werden die ModeratorInnen der Gruppen vor der Tagung bestimmt. Die Teilnehmenden sind in der Wahl der Gruppe frei; die Aufteilung erfolgt vor Ort.

Referierende

Prof. Dr. Heiner Keupp, bis 2008 Hochschullehrer für Gemeindepsychologie an der Universität München; derzeit Gastprofessor
an der Universität Bozen; Vorsitzender der Berichtskommission für den 13. Kinder- und Jugendbericht der Deutschen Bundesregierung, München
Prof. Dr. phil. Beate Mitzscherlich, Psychologin; Supervisorin; Professur für Pflegeforschung an der Fakultät für Gesundheit- und Pflegewissenschaften an der westsächsischen Hochschule Zwickau
Dr. phil. Dipl. Psych. Wolfgang Schmidbauer, München Psychoanalytiker, Autor, Supervisor, München

MODERATION DER REFLEXIONSGRUPPEN

Ingeborg Bispinck-Weigand, Nottuln
Ulrike Dahlke, Hamburg
Robert Erlinghagen, Betzdorf
Hardy Helena Feiler, Oberhaching

Ort & Anreise

ANREISEPLANUNG
Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
 
 
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing. In Tutzing ist der Weg zur
Akademie ausgeschildert.