Den Nationalsozialismus ausstellen

07. - 09. Oktober 2016

Inhalt



Die BarBarei erklären –  wie geht Das?

Zwischen Gedenkstätten und Museen haben sich Dokumentations- zentren als eigene Ausstellungskategorie zur Geschichte des Nationalsozialismus etabliert. Sie dokumentieren Aufstieg und Herrschaft des NS-Regimes, aber auch Alltag, Krieg und Verfolgung. Dabei wird ein erklärend-nüchterner Ansatz gesucht, der das Verstehen befördern soll und durchaus auch als präventives Instrument gegen Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verstanden werden kann.

Unterschiedlich gehen die Dokumentationszentren  an die Verwirklichung ihres Auftrags zur historischen Aufklärung über den Nationalsozialismus heran: Manche verzichten ganz auf dreidimensionale Objekte und Originaldokumente. Die Unterstützung durch mediale und inter- aktive Möglichkeiten ist verschieden ausgeprägt. Unterschiedlich werden auch die lokalen und regionalen Kontexte eingebunden. Manches Mal legt der Ort, an dem das Dokumentationszentrum sich befindet, von vornherein den Schwerpunkt nahe – meistens handelt es sich um „Täterorte“ wie in München, am Obersalzberg oder im Haus der  Wannseekonferenz.

In der Tagung werden sechs Dokumentationszentren vorgestellt, die zu den wichtigsten in Deutschland gehören. Nicht zu den Häusern gehörige Expertinnen und Experten schildern ihren Blick auf die Einrichtungen und laden zur Diskussion ein. In weiteren Tagungseinheiten stehen grundsätzliche Fragen der Wissensvermittlung im Bereich NS-Geschichte und der gegenwärtigen und zukünftigen Erinnerungskultur auf dem Programm.

Wir laden Sie herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing ein zu  einer Tagung, die nach dem heutigen und künftigen Umgang mit dem „negativen Eigentum“ (Jean Améry) fragt.

Dr. Ulrike Haerendel, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Andreas Heusler, Stadtarchiv München
Prof. Dr. Edgar Wolfrum, Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Universität Heidelberg

Tagungs-Programm

Freitag, 07. Oktober 2016
Anreise ab 16.30 Uhr
18.00 UhrBeginn der Tagung mit dem Abendessen
19.30 UhrDeutsche und italienische Erinnerungskultur im VergleichProf. Dr. Christian Jansen
Samstag, 08. Oktober 2016
07.45 UhrMorgenimpuls
09.00 UhrDie Stadt als Palimpsest – Topographien und Materialitäten des ErinnernsDr. Julia Binder
09.30 UhrVom Täterort zum Dokumentationszentrum. Topographie des Terrors in BerlinPD Dr. Ernst Piper
10.00 UhrNS-Dokumentationszentrum der Stadt KölnProf. Dr. Stefanie Endlich
10.30 UhrKaffeepause
11.00 UhrHaus der Wannseekonferenz, BerlinDr. Christl Wickert
11.30 UhrDiskussion zu den Beiträgen des Vormittags
12.30 UhrMittagessen
14.00 UhrHerausforderungen für den Geschichtsunterricht – Neue Wege bei der schulischen Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus?Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner
14.30 UhrDokumentation ObersalzbergDr. Heidemarie Uhl
15.00 UhrKaffeepause
15.30 UhrDokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände NürnbergElisabeth Angermair M.A.
16.00 UhrZwischen analog und digital – der Geschichtsdiskurs im InternetzeitalterDr. Stephan Kellner
16.30 UhrDiskussion zu den Beiträgen des Nachmittags
17.15 UhrKurze Pause
17.30 UhrMünchen zieht nach: Das neue NS-Dokumentationszentrum
Prof. Dr. Götz Aly
18.30 UhrAbendessen
20.00 UhrGeschichtsvermittlung für alle – historisch-politische Bildungsarbeit in der MigrationsgesellschaftProf. Dr. Astrid Messerschmidt
Sonntag, 09. Oktober 2016
08.45 UhrMorgenandacht in der Schlosskapelle
09.15 UhrWelche Zukunft hat Erinnerung? Vom künftigen Umgang mit dem Nationalsozialismus im öffentlichen Raum
Podiumsdiskussion
Moderation:
Prof. Dr. Edgar Wolfrum
Michaela Melián
Prof. Dr. Merith Niehuss
Prof. Dr. Thomas Sandkühler
Dr. Martin Schmidl
10.45 UhrPause
11.00 UhrErinnerungsarbeit: Feedback aus den Dokumentationszentren
12.00 UhrTagungsbeobachtung // SchlusswortDr. Sylvia Necker
12.30 UhrEnde der Tagung mit dem Mittagessen

Referierende

Prof. Dr. Götz Aly, Historiker, Journalist und Autor, Berlin
Elisabeth Angermair, M.A., Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv München
Prof. Dr. Ulrich Baumgärtner, Geschichtslehrer und Geschichtsdidaktiker, Karlsgymnasium München/Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Julia Binder, Stadtsoziologin und Kulturwissenschaftlerin, Berlin
Prof. Dr. Stefanie Endlich, Freiberufliche Publizistin, Honorarprofessorin für Kunst im öffentlichen Raum, Universität der Künste Berlin
Prof. Dr. Christian Jansen, Historiker, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Trier
Dr. Stephan Kellner, Leiter des Referats Bavarica an der Bayerischen Staatsbibliothek, München
Prof. Michaela Meliàn, Künstlerin und Musikerin, Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste (HfbK), Hamburg
Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität Wuppertal
Dr. Sylvia Necker, Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Dokumentation Obersalzberg am Institut für Zeitgeschichte München
Prof. Dr. Merith Niehuss, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, Vorsitzende des Wiss. Beirats des NS-Dokumentationszentrums München
PD Dr. Ernst Piper, Historiker, Privatdozent für Neuere Geschichte, Universität Potsdam, Berlin
Prof. Dr. Thomas Sandkühler, Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik, Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Martin Schmidl, Vizepräsident, Akademie der Bildenden Künste München
PD Dr. Heidemarie Uhl, Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien
Dr. Christl Wickert, Freiberufliche Historikerin und Politologin, Zernien

Ort & Anreise

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.
Downloads

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