Brennpunkt Ehrenamt (Tutzinger Hospizgespräch)

11. - 12. Dezember 2017

Inhalt

BRENNPUNKT EHRENAMT 

Im Sinne einer sozialen Bewegung hat die Hospizbewegung Deutschland enorm viel thematisiert. Sterben, Tod und Trauer sind von der Agenda in Politik, Gesundheitswesen und Wissenschaft nicht mehr wegzudenken. Als Bewegung, die weitgehend von Frauen getragen wird, hat sie zu einem qualitativ anderen, einem menschenwürdigeren Umgang mit Sterbenden und ihren Angehörigen in Deutschland beigetragen. Gleichzeitig hat sie dem Ehrenamt, welches es im Sportverein, beim Technischen Hilfswerk und bei der Freiwilligen Feuerwehr immer schon gegeben hat, ein zusätzlich fürsorgliches und menschlich berührendes Image verliehen.
 
Die Hospizbewegung blickt inzwischen auf ihre Geschichte zurück. Vieles ist gelungen und hat sich bewährt. Manches jedoch steht heute – gerade im Bereich des zivilgesellschaftlichen Engagements für das Lebensende – im Spagat: Diskutiert wird Ehrenamtlichkeit als Gegensatz zur Verberuflichung ebenso, wie die Frage, ob ein wohlmeinendes „Herzenswissen“ eine qualifizierte Vorbereitung ersetzen kann.
 
Das Hospizgespräch widmet sich in verschiedenen Beiträgen und Diskussionsrunden der Bedeutung und dem Umfang von Ehrenamtlichkeit, dem Selbstverständnis von Ehrenamtlichen und den verschiedenen Erscheinungsformen freiwilliger und ehrenamtlicher Tätigkeiten im Kontext von Hospiz und Palliative Care. Im Zentrum steht die Frage nach der Zukunft des freiwilligen Engagements in der Hospizarbeit in der Gesellschaft von morgen.
 
Dieses 5. Hospizgespräch steht auch in einem direkten Zusammenhang mit dem vom DHPV geförderten Forschungsprojekt zum Thema “Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit  Merkmale, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven”. Im Rahmen eines Forschungsverbundes (Prof. DDr. Reimer Gronemeyer, Gießen;
Prof. Dr. Andreas Heller, Wien; Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg; Prof. Dr. Werner Schneider, Augsburg) soll das Projekt eine aktuelle und zukunftsweisende Bestandsaufnahme zum Stellenwert des Ehrenamts in der deutschen Hospizbewegung leisten.

Wir laden herzlich zum 5. Tutzinger Hospizgespräch mit Vertreterinnen nd Vertretern aus Hospizbewegung und Palliativversorgung, aus der Wissenschaft und aus der am Thema interessierten Öffentlichkeit in die Evangelische Akademie Tutzing ein.
 
 
Prof. Andreas Heller,
Professor für Palliative Care und Organisationsethik an der IFF-Fakultät der Universität Klagenfurt, Wien und Graz; Vorsitz des wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Hospiz-und
PalliativVerbandes (DHPV), Wien

Pfarrer Frank Kittelberger,
Studienleiter Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care, Evangelische Akademie Tutzing

Prof. Dr. Werner Schneider,
Professor für Soziologie an der Universität Augsburg, Vorsitz des wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV), Augsburg

Tagungs-Programm

Montag, 11. Dezember 2017
Anreise ab 12.30 Uhr
13.30 UhrKaffee, Tee & Brez´n im Foyer
14.00 UhrBegrüßung und Einführung in die Tagung
Pfr. Frank Kittelberger
14.15 UhrDas Ehrenamt in BayernKonrad Göller
15.15 UhrFreiwilligenhilfe in der Palliative Care und Hospizentwicklung in der SchweizProf. Dr. André Fringer
15.45 UhrEhrenamtlich engagiert in Europa - eine bunte Vielfalt?Leena Pelttari
16.15 UhrWalk & Talk - Gespräche mit Kaffee in Schloss und Park
16.45 UhrEhrenamtliches Engagement in SpannungsfeldernDr. Gertrud Schwenk
17.15 UhrParallele Foren
(F1) Sterbewissen von EhrenamtlichenProf. DDr. Reimer Gronemeyer & Dr. Michaela Fink
(F2) Ethik des EhrenamtsProf. Dr. Andreas Heller
(F3) Ehrenamt und DemenzProf. Dr. André Fringer
(F4) Kommunikation mit Angehörigen - Rolle der EhrenamtlichenGerda Graf & PD Dr. Sabine Pleschberger MPH
(F5) Online-Befragung zum Ehrenamt im Hospiz - wie vorgehen?Prof. Dr. habil. Thomas Klie & Prof. Dr. Werner Schneider
18.15 UhrAbendessen
19.15 UhrBeratung - ein Job für Vollprofis? Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, ACP/BVP, SterbewünscheZur Rolle von Ehrenamtlichen in solchen Situationen
Einführungsimpuls: Pfr. Dorothea Bergmann
Spontane Statements & Rundgespräch im Plenum
Moderation: Pfr. Frank Kittelberger
20.30 UhrGespräche in den Salons des Schlosses
Dienstag, 12. Dezember 2017
07.45 UhrAndacht in der Schlosskapelle
Pfr. Frank Kittelberger
08.00 UhrFrühstück
09.00 UhrEhrenamt - Profil und PerspektivenProf. Dr. Verena Begemann
09.30 UhrZwischen Hospizhelfer und Arbeitgeber - vom Spagat ehrenamtlicher VereinsarbeitKonrad Göller
10.00 UhrKaffeepause
10.30 UhrWieviel Hospizwissen und welche Hospizbewusstheit braucht die Gesellschaft?Kommentar und Diskussion mit
Prof. DDr. Reimer Gronemeyer
11.00 UhrEhrenamtliches Engagement im HospizbereichSkizze vom Arbeitsstand des DHPV-Projektes
- Impulse, Fragen und Gespräch mit dem Publikum initiiert und moderiert von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats des DHPV
11.30 UhrUnd jetzt alle!Mixed Groups, Marktplatz der Ideen, investigative Fragen: Dem Projekt auf die Sprünge helfen!
Unter anderem:
- offene Gesprächsforen zum Erfahrungsaustausch anhand von Leitfragen
- Gesprächsrunde zu Chancen, Bedingungen und Grenzen der SV für Ehrenamtliche
- Gespräch zum Spagat zwischen diskreter hospizlicher Praxis und öffentlich wirksamer Präsenz
Einleitung:
Pfr. Frank Kittelberger
13.00 UhrDiese Ergebnisse nehmen wir gerne mit!Plenum mit Ergebnissicherung & Diskussion
Prof. Dr. Werner Schneider & Prof. Dr. Andreas Heller
14.00 UhrAusblick und VerabschiedungPfr. Frank Kittelberger
14.15 UhrEnde der Veranstaltung mit einem Imbiss
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15.00 UhrGeschlossene Sitzung des wissenschaftlichen Beirats

Referierende

*Prof. Dr. Verena Begemann, Professorin für Ethik und Sozialarbeitswissenschaft an der HS Hannover, Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales, Hannover
Pfr. Dorothea Bergmann, Supervisorin (DGSv/DGfP), Trainerin für Ethikberatung (AEM), Gestalttherapeutin; Pastoralpsychologische Pfarrstelle SPES (Spiritualiät • Palliative Care • Ethik • Seelsorge ) der Hilfe im Alter der IMM, Leitung Ethikbeirat der Hilfe im Alter der IMM, München
Dr. Michaela Fink, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Konrad Göller, Vorsitzender des BHPV, Bamberg
Gerda Graf, Studium Pflegemanagement; Palliative Care; Organisationsberatung Hospizkultur in Einrichtungen; Ehrenvorsitzende des DHPV, Niederzier
*Prof. DDr. Reimer Gronemeyer, emeritiert Professor für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. André Fringer, Projektleiter am Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS und Studiengangsleiter MAS in Palliative Care, Fachbereich Gesundheit der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, St. Gallen Schweiz
*Prof. Dr. Andreas Heller, Professor für Palliative Care und OrganisationsEthik an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF Wien) der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Graz, Wien
Pfr. Frank Kittelberger,
Studienleiter für Ethik in Medizin und Gesundheitswesen, Pastoralpsychologie und Spiritual Care an der Evangelischen Akademie Tutzing
*Prof. Dr. habil. Thomas Klie, Rechts- und Verwaltungswissenschaften, Gerontologie; Evangelische Hochschule Freiburg; Institutsleitung AGP und ZZE im FIVE e.V., Freiburg
Mag. Leena Pelttari, MSc. (Palliative Care), Geschäftsführerin Dachverband Hospiz Österreich; Co-Leiterin EAPC Task Force on Volunteering in Hospice and Palliative Care in Europe; Leitungsteam Universitätslehrgang Palliative Care, Wien
*PD Dr. Sabine Pleschberger MPH, Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin an der Gesundheit Österreich GmbH, Wien
*Prof. Dr. Werner Schneider, Professor für Soziologie an der Universität Augsburg
Dr. Gertrud Schwenk Dipl.-Geront, Dipl.-Sozialpäd. (FH) Referentin Altenhilfe, Geschäftsführung Altenheim, Caritasverband München und Freising e.V, München
Wissenschaftlicher Beirat

*Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des DHPV

Preise & Informationen

Tagunsleitung
Pfr. Frank Kittelberger, Evangelische Akademie Tutzing
Prof. Dr. Andreas Heller,  Universität Klagenfurt, Wien und Graz
Prof. Dr. Werner Schneider,  Universität Augsburg

Tagungsorganisation
Cornelia Spehr, Telefon: 08158 251-125, Telefax: 08158 99 64 24, E-Mail: spehr@ev-akademie-tutzing.de, beantwortet Ihre Anfragen zu der Veranstaltung in der Zeit von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Anmeldung
Ihre Anmeldung erbitten wir schriftlich, per Email (Tagungsorganisation) oder direkt online. Ihre Anmeldung wird von uns bestätigt und ist verbindlich. 
Anmeldeschluss ist der 4. Dezember 2017.

Abmeldung
Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir bis spätestens zum 4. Dezember 2017 um entsprechende schriftliche Benachrichtigung, andernfalls werden Ihnen 50 % des vollen Preises, ab dem Tag des Tagungsbeginns 100 % der von Ihnen bestellten Leistungen in Rechnung gestellt. Nach Abmeldefrist entfällt der Anspruch auf Ermäßigung. Sie erhalten von uns eine schriftliche Bestätigung über den Eingang Ihrer Abmeldung.  Zu Ihrer Buchung empfehlen wir den Abschluss einer Seminar-Versicherung.

Preise                 
für die gesamte Tagungsdauer:                                  €

Teilnahmebeitrag                                                    40.–
Verpflegung (ohne Übernachtung/Frühstück)        27.50

Vollpension 
– im Einzelzimmer                                                 86.–                                          
– im Zweibettzimmer                                             64.–          
– im Zweibettzimmer als Einzelzimmer                94.–           
          
Kaffee/Tee/Kuchen werden in den Vortragspausen angeboten und bei Teilnahme ohne Verpflegung berechnet (à 4.– €).

Wir bitten um Begleichung bei Anreise durch Barzahlung oder EC-Karte. Bestellte und nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht rückvergütet werden.

Preisnachlass
Auszubildende, SchülerInnen, StudentInnen (bis zum 30. Lebensjahr) und Arbeitslose erhalten eine Ermäßigung von 50 %. Journalistinnen wird der Teilnahmebeitrag erlassen, wenn der Presseausweis von einer ausstellungsberechtigten Organisation vorliegt. Bei Inanspruchnahme des Preisnachlasses schicken Sie uns bitte eine Kopie Ihres Ausweises zu.
Tagungsgäste, die zur Anreise  öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
Bildnachweis: eat archiv
Tagungsnummer: 0242018
 

Diese Tagung ist nach dem BzGBW als Bildungszeit geeignet

Ort & Anreise

Evangelische Akademie Tutzing / Schlossstraße 2+4 / 82327 Tutzing

Planen Sie Ihre Anreise schnell und einfach bei unserem Partner Green Mobility:
Dort finden Sie alle Anreisemöglichkeiten (mit dem PKW, Nah-/Fernverkehr, …) zu uns im direkten Vergleich
mit Hilfe von Echtzeitdaten und sparen sich so die zeitaufwendige Suche bei unterschiedlichen Anbietern.
 
Die Akademie verfügt nur über eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen. Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Deutsche Bahn bietet auch die Möglichkeit, für Fahrten zu Seminaren und Tagungen das Veranstaltungsticket (VaT) im Geschäftskundenportal "CLASSIC" bzw. in der Großkundenlösung zu buchen.
 
MIT ÖFFENTLICHEN VERKEHRSMITTELN
Ab München Hbf: S-Bahn S6 (Tiefgeschoss) bis Endstation Tutzing oder Regionalbahn in Richtung Garmisch
bzw. Kochel. Fußweg vom Bahnhof zur Akademie: ca. 10 Minuten – Bahnhofstraße, Hallberger Allee,
Hauptstraße, Schlossstraße.
 
Tagungsgäste, die zur Anreise öffentliche Verkehrsmittel benutzen und dieses durch Vorlage ihres Fahrscheins (Mindestbetrag: 10.– €) an der Rezeption nachweisen können, erhalten auf den (nicht ermäßigten) Tagungsbeitrag einen Preisnachlass von 10.– €.
 
MIT  DEM PKW
Mit dem Auto fahren Sie von München auf der A95 in Richtung Garmisch bis zur Abzweigung Starnberg,
von Starnberg auf der B2 bis Traubing, danach Abzweigung links nach Tutzing.