Verleihung des Marie Luise Kaschnitz-Preises an Mirko Bonné

Mirko Bonné (2.v.l.) erhielt am Sonntag, den 28.11.2010, den Marie Luise Kaschnitz-Preis der Akademie. Mit diesem Preis sollen junge Nachwuchsschriftsteller geehrt werden. Der 1965 geborene Hamburger gehört zu den profiliertesten deutschen Autoren seiner Generation. Seine Bücher beschäftigen sich mit Treue, Verrat, Selbstentwurf und Scheitern.

Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) überreichte dem Autor persönlich den mit 7.500 Euro dotierten Preis für sein literarisches Gesamtwerk.

Neben ihm freuten sich Laudator Oliver Platz und Studienleiterin Roswitha Terlinden.

Mehr über die Preisverleihung in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter

Die Laudatio von Oliver Platz sowie die Dankrede von Mirko Bonné erhalten Sie hier:

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Die Preisverleihung im Musiksaal des Tutzinger Schlosses
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Sprengt oder einigt der Euro Europa?

Herbsttagung des Politischen Clubs

Die globale Wirtschaft wird sich nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, weiter erholen. Allerdings warnte der Zentralbankspräsident davor, sich nun zurückzulehnen.
"Selbstzufriedenheit wäre unangebracht." Europa habe begriffen, dass das jetzige Wirtschaftsmodell verändert und gestärkt werden müsse: "Veränderungen hin zu mehr Kooperation und Zusammenhalt", so Trichet.

"Die Europäische Union muss sich besser in einer globalisierten Welt behaupten – sie muss ihr Wort im Konzert der Mächte erheben", forderte der ehemalige Bundesaußenminister, Hans-Dietrich Genscher. Auf der EU und den USA laste die Verantwortung, eine neue Weltordnung zu schaffen, die von allen als gerecht empfunden werde, betonte der frühere Außenminister.

Mehr darüber in der nächsten Ausgabe der Tutzinger Blätter

BR-alpha wird die Rede von Jean-Claude Trichet am 4.12.2010 und die Rede von Hans-Dietrich Genscher am 11.12.2010, jeweils um 22.30 Uhr, ausstrahlen.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet
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Prof. Dr. Heribert Prantl (Foto: EAT-Archiv)
 
"Deutsche und Ausländer sollen Respekt voreinander entwickeln"

Heribert Prantl hielt Kanzelrede

In seiner Kanzelrede plädierte der Innenpolitik-Ressortleiter der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl, für mehr Respekt im Zusammenleben von Deutschen und Ausländern.

"Es geht nicht nur darum, sich gewähren, sondern auch sich gelten zu lassen", betonte Prantl in der Erlöserkirche München-Schwabing. Vorbild für diesen Respekt könnten die heutigen Beziehungen von katholischen und evangelischen Christen in Deutschland sein.

BR-alpha wird die Kanzelrede am 18. Dezember 2010, um 22.30 Uhr, ausstrahlen.

Die vollständige schriftliche Version der Kanzelrede von Heribert Prantl erhalten Sie hier:

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Tag des offenen Denkmals in der Akademie

Die Evangelische Akademie Tutzing lädt wieder alle Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu einer ausgiebigen Besichtigung des Tutzinger Schlosses sowie des Schlossparks und der Kapelle ein:

„Tag des offenen Denkmals“

Sonntag, den 26. September 2010,
in der Zeit von 14.00 bis 19.00 Uhr
(Einlass ab 13.30 Uhr)

Geboten wird den Besuchern des Tutzinger Schlosses u.a.:

- eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Denkmalpflege und Region. Bürger und Behörden als Interessengemeinschaft“. Es diskutieren: Gerhard Eichhorn (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Prof. Dr. Michael Petzet (ICOMOS) sowie Landeskonservator Dr. Bernd Vollmar (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) und Wolfgang Weise (Nationalkomitee für Denkmalschutz) (15.30-17.00 Uhr);

- Schlossführungen

- Parkführungen

- Kapellenführungen

Darüber hinaus informieren Bücher- und Informationsstände über die Arbeit der Akademie. Die Studienleiterschaft erteilt den Besuchern Auskunft über aktuelle und zukünftige Tagungsprojekte.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei.




 


Bundesminister a.D. Hans Eichel begrüßt Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Die Sommertagung des Politischen Clubs diskutierte über den "Hunger ohne Grenzen"

Die Weltbevölkerung wächst in rasantem Tempo. Im Jahr 2050 werden 9 Milliarden Menschen den Planeten bevölkern. Doch ernährt werden können sie kaum.
Für die Weltinnenpolitik ist die Ernährungsfrage der Menschheit eine radikale Herausforderung. Denn es wird eng mit allem. Die Knappheit des Angebots kollidiert mit dem Wachstum des Bedarfs.

Auf der von Bundesminister a.D. Hans Eichel geleiteten Sommertagung des Politischen Clubs erörterten Politiker, Wissenschaftler und NGOs, wie man den Hunger in der Welt wirksam und nachhaltig bekämpfen kann und welche Möglichkeiten es geben könnte, die Nahrungsreserven der Menschheit zu sichern.

Einige der gehaltenen Vorträge erhalten Sie hier:



Mirko Bonne wird den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis erhalten

Der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis des Jahres 2010 geht an den in Hamburg lebenden Erzähler, Lyriker und Essayisten Mirko Bonné.

Das teilten die Evangelische Akademie Tutzing und der Kooperationspartner "mediantis AG / ZVAB – Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher" gestern mit.

Der 1965 geborene Bonné zählt zu den profiliertesten deutschen Autoren seiner Generation. Mit seltener Nachdenklichkeit sowie mit einem geradezu existentialistischen Ernst handeln die Bücher Bonnés von den großen Fragen des menschlichen Lebens wie Treue und Verrat, Selbstentwurf und Scheitern.

Bonnés hohe literarische Könnerschaft zeigt sich vor allem in der stilsicheren Leichtigkeit und Anschaulichkeit, durch die seine ernsten Anliegen in berührende Texte umgesetzt werden. Er erhält den Preis für sein Gesamtwerk.

Die Preisverleihung wird am 28. November 2010 im Rahmen einer Tagung (26. – 28.11.2010) stattfinden, die sich mit dem Werk des Preisträgers näher befasst.

Der Marie-Luise-Kaschnitz-Preis wird seit 1984 von der Evangelischen Akademie Tutzing verliehen. Die Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert.

Nähere Einzelheiten erfahren Sie auch über das ZVAB unter folgendem -> Link.

Foto: Julia Sobottka
 


Damit ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

Der 2. Ökumenische Kirchentag war wiederum ein gesamtkirchliches Großereignis, bei dem kein Thema ausgespart wurde. Alle gesellschaftspolitischen Fragen kamen auf den Prüfstand und wurden kontrovers erörtert: nicht nur die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, der Turbo-Kapitalismus und die Finanzkrise, sondern auch die bunte Vielfalt des Glaubens und der vielfach geäußerte Wunsch nach einem gemeinsamen Abendmahl.

Dem brisanten Thema "Bildung ist mehr ..." hatten sich die Evangelischen und Katholischen Akademien in Deutschland zugewandt. In der Aula der Hochschule für Philosophie diskutierten Experten über "Schule und G8-Reform" sowie über "Hochschulen und Bologna-Reform".

Einen ausführlichen Bericht veröffentlichen wir in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

BR-alpha sendet die Aufzeichnung am Samstag, den 17. Juli 2010, um 22.30 Uhr!

Podiumsdiskussion mit Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär BMBF, Landesbischof Johannes Friedrich, Akademiedirektor Friedemann Greiner, Professor Peter Gritzmann, Vizepräsident der TU München, und Professor Gregor Terbuyken, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum
 


Laudator Mustafa Ceric und seine Frau Azra mit Gastgeber Friedemann Greiner.
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erhielt den Toleranzpreis

Eigentlich hätte der Bundesfinanzminister den Preis persönlich entgegennehmen sollen, doch Wolfgang Schäuble kam nicht. Wegen des schlechten Wetters konnte sein Flugzeug keine sichere Landung gewährleisten.

Die Initiative des früheren Innenministers zur Einrichtung der Islamkonferenz 2006 wurde trotzdem gewürdigt. Akademiedirektor Friedemann Greiner bezeichnete die Gründung der Islamkonferenz als einen der "innovativsten Anstösse" Schäubles. Als Innenminister sei er damit den "Weg der Verständigung" gegangen und werde deshalb mit dem Toleranzpreis gewürdigt.

Die Laudatio hielt Mustafa Ceric, der in Sarajevo lebende Großmufti von Bosnien-Herzegowina. Ceric lobte vor allem Schäubles Realitätssinn. Die Aufgabe bestehe darin, den Muslimen zu helfen, sich hierzulande "zu Hause zu fühlen" zitierte Ceric den Geehrten.

Mehr zur Verleihung des Toleranzpreises in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.



 


 
NEUER TERMIN !

Verleihung des Toleranzpreises an Bundesminister Wolfgang Schäuble

Dr. Wolfgang Schäuble, der Initiator der Deutschen Islamkonferenz, erhält den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing.

Mit der Initiative zu einer Islamkonferenz, so die Begründung der Jury, hat Wolfgang Schäuble maßgeblich dazu beigetragen, das Verhältnis zwischen Staat und Muslimen auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und einen offenen Diskussionsprozess anzustoßen, der für die Werte der eigenen Gesellschaft wirbt und zugleich offen ist für das Fremde. Den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing nimmt Wolfgang Schäuble im Rahmen eines Festaktes am

Mittwoch, den 5. Mai 2010, um 18.00 Uhr

im Tutzinger Schloss entgegen.



Soeben erschienen ...

Postfossile Mobilität

Einen Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil haben Jörg Schindler und Martin Held unter Mitarbeit von Gerd Würdemann herausgegeben.

In dem 300 Seiten starken Buch behandeln die Autoren die Frage, wie Mobilität für alle Menschen gesichert werden kann, wenn die bisher so billig und reichlich erscheinenden fossilen Energiequellen zur Neige gehen.

Nähere Informationen zu diesem Buch erhalten Sie hier -->

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Post Peak - Der Abstieg vom Peak Oil

ASPO-Jahrestagung 2010

Auf der diesjährigen Jahrestagung will ASPO-Deutschland die Zeit nach dem Peak Oil thematisieren.

Bereits 2005 wurde das weltweite Fördermaximum überschritten. Die Hoffnung auf eine Rückkehr des Wachstums der konventionellen Ölförderung wird sich bald als Illusion erweisen.

Das vollständige Programm zu der Tagung

Post Peak - Der Abstieg vom Peak Oil

18. Mai 2010 im Tagungszentrum Französische Friedrichstadtkirche in Berlin

erhalten Sie unter folgendem Link: energiekrise.de

Anmeldungen zu der Tagung nimmt Frau Susanna Satzger entgegen:
Evangelische Akademie Tutzing
Postfach 1227, 82324 Tutzing
Mo. bis Fr., 9.00 - 12.00 Uhr
Tel.: 08158 / 251-126
FAX: 08158 / 99 64 26
Email:satzger@ev-akademie-tutzing.de

 


 


Ab sofort: neue Kammermusikserie in Tutzing...

...mit Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks!

Ab dem Frühjahr 2010 werden im Musiksaal des Tutzinger Schlosses regelmäßig Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik zu erleben sein. Mit dieser neuen Serie - jeweils am Sonntag abend - vertieft die Evangelische Akademie ihre Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester des BR und erweitert das Musikleben in Tutzing um einige hochklassige Konzerte. Freunde von Kammermusik auf höchstem Niveau - im edlen Ambiente des Schlosses - sollten dabei voll auf Ihre Rechnung kommen.

Das zweite Konzert der neuen Kammermusikreihe fand am

Sonntag, den 14. März 2010, um 18.00 Uhr im Musiksaal statt.

Im Programm waren folgende Stücke zu hören:

"Ouvertüre für zwei Oboen... G-Dur, HII,1"
Johann David Heinichen

Triosonate für zwei Oboen...c-Moll, TWV 42:c1
Sonate e-Moll
Georg Phillip Telemann

Hipocondrie A-Dur, ZWV 187
Ouvertüre F-Dur, ZWV 188
Jan Dismas Zelenka

Triosonate für zwei Violinen... h-Moll, op. 2. Nr. 1, HWV 386
Georg Friedrich Händel

Stefan Schilli, Barockoboe
Tobias Vogelmann, Barockoboe
Marco Posthingel, Barockfagott
Marije Grevink, Barockvioline
Valérie Gillard, Barockvioline
Anja Kreynacke, Barockviola
Hanno Simons, Violoncello
Alexandra Scott, Violone
Daniele Caminiti, Theorbe
Peter Kofler, Cembalo


Kartenvorverkauf für das nächste Konzert am Sonntag, 18. April 2010, 18.00 Uhr:
* von Montag - Freitag von 10.00 - 15.00 Uhr, Rezeption der Evangelischen Akademie Tutzing
* Adresse: Evangelische Akademie Tutzing, Schlossstraße 2+4, 82327 Tutzing
* Email: rezeption@ev-akademie-tutzing.de
* Telefon: 08158-2510
Abendkasse: ab 16.30 Uhr

Angeboten werden drei Preiskategorien für die jeweiligen 3 Sitzblöcke:
· 1. Sitzblock: 35.-
· 2. Sitzblock: 30.-
· 3. Sitzblock: 25.-
· Studentenermäßigung: 15.- (nur im 3. Sitzblock).

Nähere Einzelheiten erhalten Sie auch unter folgendem Link:
br-klassik.de

2. Kammermusik-Konzert im Musiksaal der Akademie
 


Festredner fordern Besinnung auf ethische Werte

Neujahrsempfang der Akademie

Für eine Rückbesinnung auf Werte hatten sich hochrangige Vertreter aus Politik, Staat, Gesellschaft und Kirche beim Neujahrsempfang der Akademie ausgesprochen. Diese sittlichen Grundsätze bildeten das tragende Fundament für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaftsordnung und seien für das künftige Zusammenleben unverzichtbar, unterstrichen Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio, Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) und der bayerische evangelische Landesbischof, Johannes Friedrich.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

In der ersten Reihe: Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder, Karin Greiner, Akademiedirektor Friedemann Greiner und Professor Udo Di Fabio (v.l.).
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Neujahrsempfang der Akademie

Zu Jahresbeginn lädt die Evangelische Akademie Tutzing traditionell die Führungsspitzen aus Staat und Gesellschaft in Bayern zu einem Neujahrsempfang ein.
Auch in diesem Jahr werden sich am 21. Januar wieder etwa 400 geladene Gäste im Tutzinger Schloss einfinden, um an diesem gesellschaftlichen Ereignis teilzunehmen.

Den diesjährigen Festvortrag hält Professor Dr. Dr. Udo Di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts, zu dem Thema: „Freiheit der Wirtschaft und Verantwortung der Staaten: Wer oder was steuert die Weltwirtschaft?"

Der Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing wird von dem Kulturkanal BR-alpha aufgezeichnet und am Samstag, den 23.1.2010, um 22.30 Uhr ausgestrahlt.

Professor Udo Di Fabio
 


Klimawandel und Energiewende

Der Politische Club beriet über die Energieversorgung der Zukunft

Über den Klimawandel und die notwendige Energiewende wurde auf der Herbsttagung des Politischen Clubs lebhaft diskutiert.
Der frühere Bundesfinanzminister Hans Eichel skizzierte in seinem Eingangsstatement die gegenwärtige Situation: Angesichts der drohenden Folgen des Klimawandels sind wir zu einer Energiewende gezwungen, zu einem Neudenken, wie wir Energie gewinnen, nutzen und mit ihr umgehen. Im wörtlichen Sinne - so Eichel - geht es dabei ums Überleben.
Angesichts der Wirtschaftskrise bei den Mitteln zu sparen, die dem Klimawandel entgegenwirken sollen, wäre "die größtmögliche Dummheit", betonte Eichel.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".

Einige Power-Point-Präsentationen der Referenten erhalten Sie hier.

Der Leiter des Politischen Clubs, Bundesminister a.D. Hans Eichel (li.), im Gespräch mit dem EU-Kommissar für Energie, Andris Piebalgs.
 


Paradigmenwechsel durch Nanoforschung?

Das Tutzinger Forum Wissenschaft befasste sich Ende Januar diesen Jahres mit den neuesten Erkenntnissen auf dem Gebiet der Nano-Forschung.

Die Ergebnisse dieser Tagung hat BR-alpha in 18 Sendungen festgehalten, die jetzt im August und September ausgestrahlt werden.

Den vollständigen Sendeplan erhalten Sie hier als download:

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epd-Dokumentation zur Kernenergie erschienen

In der Öffentlichkeit ist viel von einer Renaissance der Kernenergie die Rede. Dabei wird die öffentliche Debatte zur zukünftigen Nutzung der Kernenergie zusätzlich durch den aktuellen Störfall im Kernkraftwerk Krümmel und Probleme im Atommülllager Asse angeregt.

Vor kurzem ist eine Dokumentation zu einer Akademietagung erschienen, in der die wichtigsten Fragen und Argumente der Debatte gebündelt werden:
epd-Dokumentation 30/2009, 7. Juli 2009

Die epd-Dokumentation enthält Thesen zur zukünftigen Nutzung der Kernenergie, Erläuterungen zu den Thesen sowie einen Bericht zur Tagung von Heike Leitschuh. Ferner ist ein epd-Interview mit Klaus Töpfer zur Thematik abgedruckt.

Interessierte erhalten die epd-Dokumentation hier.

Die gedruckte Fassung ist bereits vergriffen!

 


 


Bundesminister a.D. Hans Eichel begrüßt den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Klaus Hänsch.
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Selbstbehauptung Europas

Sommertagung des Politischen Clubs

Hat Europa in der jetzigen Krise der Finanzmärkte und der Weltwirtschaft seine Handlungsfähigkeit bewiesen oder hat es versagt? Brauchen wir eine stärkere und demokratischere Europäische Union, damit Europa sich in der Welt behaupten kann?

Auf der von Bundesminister a.D. Hans Eichel geleiteten Sommertagung des Politischen Clubs stellen sich führende EU-Politiker der Diskussion.

Wie es um die Selbstbehauptung Europas in der Welt bestellt ist, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der Tutzinger Blätter.



Kinderschutz fängt bei den Eltern an

Allein in Deutschland leben drei Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze - Tendenz steigend. Im Jahr 2005 gab es hierzulande 17.000 Fälle von Kindesmissbrauch und 160.000 registrierte Fälle schwerer körperlicher Misshandlung.

Die Kooperationstagung der Evangelischen Akademie Tutzing mit der Peter-Maffay-Stiftung hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Lebensumstände der Schwächsten in unserer Gesellschaft zu verbessern.
Zahlreiche Prominente unterstützten dieses Projekt, darunter Familienministerin Ursula von der Leyen, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, ZDF-Intendant Markus Schächter, Außenminister Franbk-Walter Steinmeier und Bischof Wolfgang Huber sowie Künstler wie Katja Ebstein und Michael Roll oder Fernsehmoderator Frank Elstner.

Wir berichten in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

ZDF-Intendant Markus Schächter, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Akademiedirektor Friedemann Greiner und Peter Maffay.
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"Ins Elend hinein geborene Kinder verkümmern von Anfang an", bekundete die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.
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Die Lebensumstände für Kinder sollen besser werden

Unter dem Titel "Begegnungen - Schutzräume für Kinder" werden die Evangelische Akademie Tutzing und die Peter-Maffay-Stiftung am 19. Mai 2009 ein gemeinsames Symposium durchführen, mit dem die Veranstalter weltweit ein Umdenken zu Gunsten von Kindern anregen wollen.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen haben die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen. Als Referenten werden ZDF-Intendant Markus Schächter sowie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber reden.

Das Symposium wird mit einem Live-Konzert beschlossen werden. Mit von der Partie sind Wolfgang Niedecken, Frontmann der Köln-Rocker BAP, Heinz-Rudolf Kunze, Bettina Wagner und natürlich Maffay mit Band.

Näheres in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Mehr Schutzräume für Kinder fordern Akademiedirektor Friedemann Greiner, Peter Maffay und Professor Hans Georg Näder (v.l.).
 


Bundesminister a.D. Hans Eichel und Akademiedirektor Friedemann Greiner im Münchner Presseclub vor den Journalisten.
 
Bundesfinanzminister a.D. Hans Eichel ist neuer Leiter des Politischen Clubs

Der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) ist neuer Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. "Die Akademie genießt einen ausgezeichneten Ruf, das Amt ist daher eine ehrenvolle Aufgabe für mich", erklärte Eichel im Münchner Presseclub. Er tritt damit die Nachfolge von Theo Waigel (CSU) an, der turnusmäßig nach drei Jahren aus dem Amt schied.

Als Finanzexperte sei Eichel in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise eine hervorragende Besetzung, sagte Akademiedirektor Friedemann Greiner. Als ehemaliger Bundesminister verfüge der Protestant Hans Eichel über deutsche und internationale Netzwerke und könne daher hochkarätige Referenten für die politischen Tagungen gewinnen.

Mehr über den neuen Leiter des Politischen Clubs in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.



Tutzinger Kinderakademie befasste sich mit dem Klima

Klimaanlage, Klimaschutz, Klimagipfel, Klimaerwärmung ... Ein Begriff in aller Munde – doch was verbirgt sich dahinter?

"Kinder wandeln Klima" - unter diesem Motto beschäftigten sich Kinder in der Evangelischen Akademie Tutzing mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels. Vorträge und Spiele zeigten verschiedene Aspekte wie Klimagerechtigkeit und Energiesparen auf.

Am Ende der Tagung entwickelten die bislang jüngsten Tagungsgäste der Akademie Projekte für die Schule und den eigenen Alltag. Kooperationspartner war die Initiative "Plant for the Planet", die schließlich die Kinder zu Klimabotschaftern auszeichnete.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".

Unter fachkundiger Anleitung erarbeiteten die Kinder, was sie zum Schutz des Klimas alles tun können.
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Akademiedirektor Friedemann Greiner überreichte Theo Waigel ein Präsent.
 
Verabschiedung von Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel

"Drei Jahre und ein bisschen mehr" hat der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel den Politischen Club geleitet. In einer Feierstunde verabschiedete Akademiedirektor Friedemann Greiner den CSU-Politiker, in dessen Amtsperiode der Politische Club besondere Erfolge feiern konnte.

Näheres hierzu in der nächsten Ausgabe der Tutzinger Blätter.



Schafft Ethik Wachstum?

Frühjahrstagung des Politischen Clubs

Die weltweite Finanzkrise hat deutlich werden lassen, dass der Markt nicht sich selbst überlassen werden darf, sondern Regeln braucht und dazu eine Aufsichtsbehörde, die über die weltweite Einhaltung der Regeln wacht.

Den Banken drohen weitere Milliardenabschreibungen, die Angst vor einer systemischen Krise greift um sich, die unsere wirtschaftliche und soziale Ordnung erschüttern könnte.

Auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs diskutierten Politiker, Banker und Wirtschaftsfachleute über Regeln auf den Finanzmärkten.

Den Vortrag von Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, erhalten Sie hier.

BR-alpha sendet den Vortrag von Josef Ackermann am 18. April 09 um 22.30 Uhr und den Vortrag von Professor Udo di Fabio am 25. April 09, ebenfalls um 22.30 Uhr.

Über Profit und Moral, die Werte des Marktes und des Staates, diskutierten: Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG, Bundesminister a.D. Theo Waigel und Professor Udo Di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.
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Professor Harald Lesch, Astrophysiker und Moderator der ZDF-Sendung "Abenteuer Forschung", erklärte, wie man Wissenschaft im Fernsehen spannend und verständlich vermittelt.
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Vom Telekolleg zum Pisatest

Wissen und Bildung im Fernsehen

Bernoulli-Effekt, Relativitätstheorie oder Kunststoffrecycling: Bei solchen Themen schalten die Schüler im Unterricht in der Regel ab.
Anders jedoch, wenn Hendrik Hey ("Welt der Wunder"), Ranga Yogeshwar ("Quarks & Co."), Karsten Schwanke ("Abenteuer Wissen") oder Wigald Boning ("Clever") erklären, warum der Weltraum schwarz und Badeschaum immer weiß ist.

Auf den 28. Tutzinger Medientagen gingen bekannte Moderatoren, Redaktionsleiter und Produzenten der beliebtesten TV-Wissenssendungen der Frage nach, was das Fernsehen zur Bildung des Publikums beitragen kann?

Mehr darüber in der nächsten Ausgabe der "Tutzinger Blätter".



Diskussionsabend über Elly Ney

An der nationalsozialistischen Vergangenheit der berühmten Pianistin Elly Ney entzünden sich die Gemüter der Gemeinde Tutzing. Elly Ney, die in Tutzing ihre letzten Lebensjahre verbrachte, wurde von der Gemeinde für ihr künstlerisches Lebenswerk vielfach geehrt: mit der Ehrenbügerschaft, einer öffentlich aufgestellten Büste, einer nach ihr benannten Straße und mit einem Gemälde, das im Tutzinger Rathaus aufgehängt wurde.

Dieses Gemälde ließ der neue Bürgermeister Stephan Wanner mit Verweis auf die NS-Vergangenheit der Künstlerin abhängen. Die daraus resultierende Kontroverse erhielt bis heute ständig neue Nahrung.

Zur Versachlichung der Diskussion hatte die Evangelische Akademie Tutzing am Sonntag, den 25. Januar 2009, eine öffentliche Podiumsdiskussion durchgeführt, zu der alle an dieser Thematik interessierten Bürgerinnen und Bürger in das Tutzinger Schloss eingeladen wurden.

Die Podiumsdiskussion wurde von BR-alpha aufgezeichnet. Sendetermin ist:

Samstag, der 31.1.2009, 22.30 Uhr, BR-alpha (Denkzeit).

Sie diskutierten über den Fall Elly Ney: Professor Michael Brenner, Professor Siegfried Mauser, Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner, Professor Hans Maier sowie Schriftsteller Gert Heidenreich und Tutzings 1. Bürgermeister Dr. Stephan Wanner (v.li.)
 


Jahresempfang der Akademie 2009

Der Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer und das Zwiegespräch von Dirigent Mariss Jansons und Kritiker Joachim Kaiser bildeten die Höhepunkte des Jahresempfangs der Akademie.

Über den Jahresempfang berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".

Die Begrüßungsrede von Akademiedirektor Friedemann Greiner sowie das Grußwort des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und das Grußwort von Landesbischof Johannes Friedrich erhalten Sie hier:

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Im blauen Salon: Karin Greiner, Horst Seehofer Friedemann Greiner, Mariss Jansons, Joachim Kaiser, Dorothea Friedrich und Bischof Johannes Friedrich (v.l.)
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Preisverleihung im Musiksaal mit Roswitha Terlinden, Leiterin des Referates Kunst und Kultur, Akademiedirektor Friedemann Greiner, Sibylle Lewitscharoff und Laudator Andreas Nentwich (v.l.).
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Sibylle Lewitscharoff erhielt den Marie Luise Kaschnitz-Preis

Am Sonntag, den 23. November 2008, ist die Autorin Sibylle Lewitscharoff mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis geehrt worden. Akademiedirektor Friedemann Greiner überreichte der Autorin die Auszeichnung im Musiksaal des Tutzinger Schlosses. Die Laudatio hielt der Schweizer Literaturkritiker Andreas Nentwich.

Über die Preisverleihung berichten wir ausführlicher in der Akademiezeitschrift "Tutzinger Blätter".

Herausforderung für die politische Mitte - das Erstarken von links und rechts

Herbsttagung des Politischen Clubs

Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs hatten Spitzenpolitiker von CDU, CSU und SPD ihre jeweiligen Standortbestimmungen vorgestellt.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (SPD) plädierten dabei für eine breite Diskussion über die künftige Gestaltung der Gesellschaft. "Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsentwurf", sagte Heil. Die Sehnsucht nach Orientierung sei groß. Seine Partei setze auf die Politik eines "vorsorgenden Sozialstaats".

Ministerpräsident Müller warnte "wir dürfen die Demokratie nicht Demagogen überlassen" und rief die politische Mitte dazu auf, sich mit dem Erstarken linker und rechter Parteien auseinanderzusetzen. Zugleich warb er für eine weltweite soziale Marktwirtschaft.

Der CSU-Politiker Georg Fahrenschon, jetzt bayerischer Finanzminister im Kabinett von Horst Seehofer, thematisierte die Fehler seiner Partei im Landtagswahlkampf. Auf die neuen Herausforderungen in der Bildungs- und Familienpolitik habe die CSU zu spät reagiert.

In der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter" berichten wir ausführlich über die Herbsttagung des Politischen Clubs.

Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil (li.) schließt eine Zusammenarbeit mit der Partei "Die Linke" aus.
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Im November: Verleihung des Marie Luise Kaschnitz-Preises an Sibylle Lewitscharoff

Der seit 1984 von der Evangelischen Akademie Tutzing alle zwei Jahre verliehene und mit 7.500 Euro dotierte Marie Luise Kaschnitz-Preis geht in diesem Jahr an Sibylle Lewitscharoff.

Damit zeichnete die Jury des Marie Luise Kaschnitz-Preises die Autorin für ihr Gesamtwerk aus.

Ihre Prosa - begründete die Jury -zeichne sich durch Formenreichtum, Sprachartistik und gedanklichen Reichtum aus. Vor allem mit ihrem Künstlerroman "Montgomery" sei es ihr gelungen, eine Figur zu schaffen, die im besten Sinne literaturhistorische Tradition fruchtbar mache für eine betont zeitgenössische Thematik - die der Selbstfindung.

Die Preisverleihung - umrahmt von einer Tagung - findet am Sonntag, den 23. November 2008, im Festsaal der Evangelischen Akademie Tutzing statt.

Der Jury des Marie Luise Kaschnitz-Preises gehören an:

Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner (Vorsitzender)
Dr. Tilman Krause, verantw. Redakteur DIE WELT - Literarische Welt
PD Dr. Gunther Nickel, Lektor Deutscher Literaturfonds Darmstadt
Dr. Hajo Steinert, Leiter des Ressorts Kulturelles Wort, Deutschlandradio
Dr. Roswitha Terlinden, Studienleiterin Evangelische Akademie Tutzing

Sibylle Lewitscharoff wird den Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing erhalten.
 


Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.), Shirin Ebadi und Laudator Professor Udo Steinbach, vormals Direktor des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg.
 
Shirin Ebadi erhielt den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing

Die iranische Juristin, Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi wurde am 1. Oktober 2008 mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing geehrt.

Rechtsanwältin Ebadi erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr mutiges Eintreten für die Menschenrechte im Iran, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und für die gegenseitige Anerkennung der Religionen.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Die Begrüßungsrede von Akademiedirektor Friedemann Greiner sowie die Laudatio von Professor Udo Steinbach und die Dankesrede der Preisträgerin erhalten Sie hier:

IOC-Vizepräsident Thomas Bach (li.) bekräftigte: "Die Olympischen Spiele sollen nicht politisch instrumentalisiert werden. Deshalb haben wir uns für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen entschieden."
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Olympische Spiele 2008 - Die Welt schaut auf China

Sommertagung des Politischen Clubs

Friedfertig sind die Olympischen Spiele vor einigen Wochen in Peking zu Ende gegangen. Doch im Vorfeld des sportlichen Großereignisses wurden auf der internationalen politischen Bühne Stimmen laut, die sich gegen eine Teilnahme von Sportlern an diesen Spielen aussprachen. Als Grund wurde Chinas Verletzung der Menschenrechte und die Besetzung Tibets genannt. Boykott also - oder doch besser Diplomatie?

Auf der von Bundesminister a.D. Theo Waigel geleiteten Sommertagung des Politischen Clubs hatten Politiker, Sportfunktionäre, Spitzensportler und Journalisten über die Frage diskutiert, ob Sportler das Recht oder gar die Pflicht haben, bei der Olympiade in China auf Demokratiedefizite und Menschenrechtsverletzungen hinzuweisen? Kann die Drohung mit Boykott eine Waffe sein, um mehr Demokratie und Autonomie in dem Land der Mitte zu erreichen? Oder bewirken solche Gedankenspiele eher den Rückfall in Isolation und Repression?

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Neue Studienleiterin im „Jungen Forum“ der Evangelischen Akademie Tutzing

Am Montag, den 2. Juni 2008, hat Frau Petra Schnabel (27) ihren Dienst als Leiterin des "Jungen Forums" an der Evangelischen Akademie Tutzing angetreten. Am Mittwoch, den 2. Juli 2008, wurde sie nun offiziell von Akademiedirektor Friedemann Greiner in ihr neues Amt eingeführt.

Die studierte Politologin, die zuvor schon für den Deutschen Evangelischen Kirchentag, die EKD und verschiedene kirchliche Jugendverbände tätig war, will in der Tutzinger Jugendbildungsarbeit
richtungsweisende Akzente setzen: im ökologischen Bereich, in der Generationenproblematik und bei den Lebensentwürfen junger Menschen.

Ihre erste Tagung "Bild Macht Politik" (4.-5.10.2008)
wird sich mit der Frage befassen, welche Herausforderungen eine Politik der Bilder an die politische Bildung formuliert.

Jugendliche und junge Erwachsene, die Kontakt zu Frau Schnabel oder auch der homepage des "Jungen Forums" aufnehmen wollen, können dies über folgende Kontaktdaten tun:
Tel.: 08158 / 251-115
FAX: 08158 / 99 64 25
Email: schnabel@ev-akademie-tutzing.de
homepage: Junges Forum

Mit einem Gottesdienst wurde Petra Schnabel im Kreise der Akademiemitarbeiter, Freunde und Verwandten in ihr neues Amt eingeführt.
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Tierschutz auf dem Teller

Im Verlauf der Tagung "Partner Tier - Geschöpfe wie wir" wurde die Evangelische Akademie Tutzing am 6. Oktober 2007 mit der "Tierschutzkochmütze" ausgezeichnet.

Mit dem Projekt „Tierschutz auf dem Teller“ möchte die Schweisfurth-Stiftung zusammen mit dem Umweltbeauftragten der Erzdiözese München und Freising und dem Umweltbeauftragten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern den Tierschutzgedanken in der Gastronomie bewusster machen und dem Gast qualitativ hochwertige Speisen bieten.

Das Projekt wendet sich insbesondere an kirchliche und karitative Einrichtungen sowie Bildungshäuser.

Nähere Informationen über das Projekt "Tierschutz auf dem Teller" erhalten Sie unter folgendem Link:
Schweisfurth Stiftung
Bitte beachten Sie auch die gesonderte Homepage Tierschutz auf dem Teller.

Mit der "Tierschutzkochmütze" wurden die Küchenleiterin der Akademie, Frau Barbara Polhuis, und die Stellvertretende Küchenleiterin, Frau Ingrid Barth (re.), ausgezeichnet.
 
Stadtpanorama am Limmatufer - Ort der Spaziergänger zahlreicher literarischer Emigranten.
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Das Zürich der Literaten

Streifzüge durch eine europäische Kulturstadt

Zürich - gemeinhin wird mit der Hauptstadt der Schweiz das Zentrum der Finanzen und Banken assoziiert. Doch Studienleiterin Karin Andert wollte den Gästen der Tagung "Das Zürich der Literaten" ein anderes Zürich zeigen, eine Stadt, in der sich bereits im 18. Jahrhundert viele Dichter und Philosophen versammelten und damit die schweizerische Metropole zu einem Kulturzentrum Europas werden ließ.

Das «Zürich der Literaten» beeindruckte durch seine Archive und Stätten, die Zeugen einer literarischen Vergangenheit und Gegenwart sind. Auf dem Programm standen literarische Spaziergänge, Besuche der Archive von Max Frisch und James Joyce, eine Lesung im Literaturhaus Zürich zu Elias Canetti und Lesungen vor Ort zu Robert Walser. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigte die Verbundenheit unseres Publikums mit der Sprache und dem Wort, begeisterte Briefe erreichten uns in großer Zahl, der Wunsch nach ähnlichen Angeboten beeindruckt.

Die Frühjahrstagung des Politischen Clubs beriet über "Demokratie im Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit".

Der Staat muss die Sicherheit und die Freiheit seiner Bürger gewährleisten. Doch neue Gesetze, die der Abwehr von organisierter Kriminalität und internationalem Terrorismus dienen sollen, tangieren zugleich die Freiheitssphäre der Bürger und schränken deren Bewegungsspielraum entsprechend ein.
Der Widerstand gegen staatliche Computer-Online-Überwachungen, Lauschangriffe, automatische Erfassungen von Kfz-Kennzeichen etc. wächst. Die heftige Kontroverse um Eingriffsrechte gegenüber Journalisten, Rechtsanwälten und Priestern zeigt dies.

Auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs legten Richter, Politiker, Wissenschaftler und Journalisten dar, wie sich Freiheit und Sicherheit ausbalancieren lassen.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Hans-Jürgen Papier, stellte fest, dass "die Menschenwürdegarantie und die Freiheitsrechte zu einem absolut geschützten Kernbestand" gehören.
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27. Tutzinger Medientage: Kontroverse Diskussionen über "Geschichte im Fernsehen"

Filme mit historischem Hintergrund gibt es zuhauf im deutschen Fernsehen: "Die Flucht", "Dresden" oder ganz aktuell "Die Gustloff" heißen die Produktionen, die geschichtliche Ereignisse mit viel Dramatik und großer Liebe anreichern, um zur besten Sendezeit die Zuschauer in Scharen vor die Bildschirme zu locken. Und es funktioniert. Geschichtsfilme sind Quotenrenner und sie verkaufen sich international äußerst gut.

Doch was die Fernsehanstalten angesichts des enormen Erfolgs jubeln lässt, ruft andererseits die Kritiker auf den Plan. Sie beklagen eine Verfälschung der Geschichte und sprechen von Event-Fernsehen, Histotainment und schleichender Enthistorisierung.

Auf den Tutzinger Medientagen diskutierten Regisseure, Redakteure, Produzenten und Historiker über eine fernsehgerechte Umsetzung historischer Stoffe im Fernsehen.

Näheres in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Der Historiker Professor Rainer Wirtz warnte die Fernsehsender vor der "Falle Authentizität". Spielfilme wie "Die Gustloff" seien immer eine nachträgliche Konstruktion des Vergangenen, die nie wirklich "authentisch" sein können.
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Der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel befürwortet weiterhin die Förderung der Spitzenforschung.
 
Tutzinger Hochschultag beriet über die Exzellenzinitiative

Der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) hat sich für eine Fortsetzung der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zur Förderung der Spitzenforschung ausgesprochen. Er sei zuversichtlich, dass sich Bund und Länder auf eine Fortsetzung einigen würden, betonte der Minister auf dem Hochschultag.

Die Wissenschafts- und Hochschullandschaft habe von dem Wettbewerb "stark profitiert", so Goppel. Die Exzellenzinitiative habe die internationale Reputation der deutschen Forschung nachhaltig gestärkt. Zudem habe sie eine große Dynamik in die Hochschulen hineingetragen und neue Strukturen der Kooperation gefördert.

Jahresempfang der Akademie 2008

Professor Wolfgang Frühwald hielt die Festrede

Auch in diesem Jahr waren wieder mehr als 300 geladene Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft der Einladung zum Jahresempfang in das Tutzinger Schloss gefolgt.

Das Thema Bildung und notwendige Reformen standen im Mittelpunkt des Jahresempfangs. Der Ehrenpräsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald, sprach sich für eine "Bildungsreform aus einem Guss" aus und beklagte, dass bisher unentwegt kleinteilig jeweils an einem Modul des Systems gebastelt worden sei. Bildungskosten müssten als notwendige Investition in die Zukunft der Kinder verstanden werden. Der Wettbewerb von Bildung, Forschung und Entwicklung sei längst ein sehr harter Wettbewerb auch um wirtschaftliche Vorteile geworden.

Für ein ganzheitliches Bildungskonzept haben sich der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich übereinstimmend ausgesprochen. Bildung müsse auch "Herz und Charakter" formen.

Über den Neujahrsempfang berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Die auf dem Jahresempfang gehaltenen Grußworte und die Festrede erhalten Sie hier:

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"Bildungskosten sind notwendige Investitionen in die Zukunft unserer Kinder", betonte der Ehrenpräsident der Alexander von Humboldt Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald.
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Die Stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende, Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, wandte sich der Frage "starke Freiheit oder starker Staat" zu.
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Parteien im Umbruch

Herbsttagung des Politischen Clubs

Alle politischen Parteien arbeiten gegenwärtig an neuen Grundsatzprogrammen. Globalisierung und Standortwettbewerb, demographischer Wandel und soziale Sicherung, solide öffentliche Finanzen und die Dynamik moderner Finanzmärkte – all dies steht am Beginn des 21. Jahrhunderts weit oben auf der Agenda.

Es verlangt nach Gestaltung und muss seinen Niederschlag in der Programmatik der politischen Parteien finden, um dauerhaft tragfähige politische Lösungen für Sachprobleme anzubieten.

Auf der von Bundesminister a.D. Theo Waigel geleiteten Herbsttagung des Politischen Clubs wurden die politischen Philosophien und Ideenentwürfe der Parteien einer kritischen Betrachtung unterzogen.

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Mehr darüber in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter!

Ronald Pofalla, Generalsekretär der CDU, warf der SPD vor, sie würde sich immer mehr an die Linkspartei annähern. "Wer die Grundsatzprogramme beider Parteien nicht genau kennt, kann diese kaum mehr voneinander unterscheiden."
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Marie-Luise-Kaschnitz-Preisträgerin Julia Franck am 19. September 2004 in der Evangelischen Akademie Tutzing
 
Julia Franck erhielt den Deutschen Buchpreis 2007

Die in Berlin lebende Schriftstellerin Julia Franck wurde am 8. Oktober 2007 für ihren bei S. Fischer erschienenen Familien- und Zeitroman "Die Mittagsfrau" mit dem Deutschen Buchpreis 2007 ausgezeichnet.

Die Evangelische Akademie Tutzing verlieh der Autorin im September 2004 den Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihren Roman "Lagerfeuer". Mehr über die damalige Preisverleihung erfahren Sie hier.

Wir gratulieren Frau Franck zu der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2007 und hoffen auf eine erneute Begegnung mit ihr!

Kanzelrede

Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, hielt am Sonntag, den 7. Oktober 2007, die Kanzelrede in der Erlöser-Kirche München-Schwabing.

Die Kanzelreden - in der Regel werden sie von Laien gehalten - sollen einen kräftigen rhetorischen Einzelakzent setzen. Dabei findet die Kanzelrede unserer Zeit ihr Thema in jedem ernsthaft diskutablen Feld unseres gegenwärtigen geistigen, politischen, sozialen und kulturellen Lebens.

Zum nachträglichen Anhören der Kanzelrede klicken Sie bitte hier.

Oder wollen Sie die Kanzelrede noch einmal nachlesen, dann klicken Sie bitte unter

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Präsidentin Charlotte Knobloch
 
TAG DER OFFENEN TÜR

Auch in diesem Jahr lädt die Evangelische Akademie Tutzing alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger zum
Tag der offenen Tür
am
Sonntag, den 23. September 2007, in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr
ein.

Geboten wird den Besuchern des Tutzinger Schlosses:

- Führungen: Schloss, Park und Kapelle sowie Musiksaal und Kavaliersgewölbe (14.30, 15.30, 16.30, 17.30 Uhr),

- Filmvorführung "Die Denkfabrik am Starnberger See - 60 Jahre Evangelische Akademie Tutzing" (14.30, 15.45, 17.00 Uhr),

- Informationsgespräche über die "Stiftung Schloss Tutzing" (14.30, 15.30, 16.30, 17.30 Uhr).

Darüber hinaus informieren Bücher- und Informationsstände über die Arbeit und aktuelle Tagungsprojekte der Akademie.

Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt.

Der Eintritt ist frei.

Das Tutzinger Schloss - Sitz der Evangelischen Akademie Tutzing seit 1947
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Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte die Evangelische Akademie Tutzing als "Raum des Nachdenkens und der Einkehr". Die Akademie sei "Diskussionsforum und Denkwerkstatt" zugleich.
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60 Jahre Evangelische Akademie Tutzing

Mit einem Festakt feierte die Evangelische Akademie Tutzing am 8. Juli 2007 ihr 60-jähriges Bestehen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt die Festrede.


Angesichts globaler Herausforderungen durch Terrorismus und Klimawandel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die 27 EU-Staaten zu mehr Geschlossenheit aufgerufen. Nur wenn die Europäer gemeinsam ihr Gewicht in die Waagschale werfen würden, könnten sie Bedrohungen etwa durch den Iran begegnen, sagte Merkel in der Akademie am Starnberger See. Zugleich forderte die Kanzlerin von Bürgern, Staat und Kirche mehr Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft ein. Maßgeblich sei dabei die Toleranz gegenüber anderen. "Toleranz ist für mich die Seele Europas", sagte Merkel.

Der Ende Juni unter deutscher Ratspräsidentschaft auf dem EU-Gipfel beschlossene neue Grundlagenvertrag könne in seiner Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagte Merkel. Die Einigung habe gezeigt, dass Europa im Stande sei, "trotz unterschiedlicher Interessen, die zum Teil auch extensiv ausgelebt werden, am Ende zusammenzukommen".

Die Kirchen forderte Merkel auf, im gesellschaftlichen Diskurs ihr "öffentliches Wächteramt" wahrzunehmen und sich in Zukunftsfragen einzumischen. Die Kanzlerin sprach sich für einen regelmäßigen Dialog mit den Kirchen aus, wie er auch im EU-Grundlagenvertrag vereinbart worden sei.

Die Kanzlerin würdigte die Evangelische Akademie als "Raum des Nachdenkens und der Einkehr". Sie sei "Diskussionsforum und Denkwerkstatt zugleich". Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) nannte die Akademie einen "Ort der Bildung und des Dialogs für jedermann". Bayern sei stolz darauf, so Stoiber, Heimat dieser herausragenden Bildungseinrichtung zu sein, die das gesellschaftliche Wertefundament entscheidend mitgestalte. Der christliche Blickwinkel sei für die menschenwürdige Gestaltung der Globalisierung unverzichtbar. (Münchner Merkur, 9.7.2007)

Den Festvortrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten Sie hier:

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Die Begrüßungsansprache von Akademiedirektor Friedemann Greiner sowie das Grußwort von Ministerpräsident Edmund Stoiber für die Bayerische Staatsregierung und die Schlussworte von Landesbischof Johannes Friedrich erhalten Sie unter:

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Unter den prominenten Gästen, die dem Festakt zum 60-jährigen Jubiläum der Evangelischen Akademie Tutzing beiwohnten, befanden sich u.a.: der Bayerische Staatsminister der Finanzen, Kurt Falthauser, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude, sowie Bundesfinanzminister a.D. Theo Waigel mit seiner Frau Irene Epple-Waigel.
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ÜBER ALLE GRENZEN SPRECHEN

Die Evangelische Akademie Tutzing lädt ein zu ihrem 60-jährigen Jubiläum

Die Evangelische Akademie Tutzing feiert an dem Wochenende vom 6. bis 8. Juli 2007 ihr 60-jähriges Bestehen.

Am Freitag, den 6. Juli 2007, um 19.30 Uhr, wird Bundesminister a.D. Erhard Eppler das Jubiläums-Thema "Selbstentwurf und Gemeinsinn" mit einleitenden Gedanken eröffnen. Seine Gesprächspartner sind Prof. Dr. Hans Joas, Direktor des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt, sowie der Schriftsteller Gert Heidenreich.

Am Sonntag, den 8. Juli 2007, um 9.30 Uhr, laden Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Festgottesdienst in die Pfarrkirche St. Joseph in Tutzing, ein.

Um 11.00 Uhr beginnt für die geladenen Gäste der Festakt zum 60-jährigen Jubiläum in der Akademie. Nach einem Grußwort des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber wird Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Festansprache halten. Anna Gourari spielt Werke von Brahms, Skrjabin, Hindemith, Chopin.

Einblicke in unsere Arbeit gewärt Ihnen unser Fotoalbum.



Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wurde von Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) und Bundesminister a.D. Theo Waigel, Leiter des Politischen Clubs, herzlich begrüßt.
 
Frauen - Familie - Wirtschaft - Beruf

Eine persönliche, gesellschaftliche und ökonomische Herausforderung

Die Kinderbetreuung in Deutschland muss besser werden. Darin stimmten Kirchenvertreter und Politiker bei der Sommertagung des Politischen Clubs zum Thema Familien überein.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte davor gewarnt, dass junge Familien ins Ausland abwandern könnten, wenn es in Deutschland nicht gelinge, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen.

Nach Angaben der Bundesfamilienministerin wünschten sich 80 Prozent der deutschen Frauen Beruf und Kinder zugleich. 40 Prozent aber kehrten nach der Geburt ihres Kindes nicht an ihren Arbeitsplatz zurück. Länder wie Frankreich hätten demgegenüber gute Rahmenbedingungen für berufstätige Mütter geschaffen.
(epd-Bayern, 25.6.2007)

Über die Sommertagung des Politischen Clubs berichten wir näher in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

"Zwischen den Zeiten"

Der Politische Club tagte vom 27. bis 28. März 2007 in Berlin und führte intensive Gespräche mit Angela Merkel und Horst Köhler.

Wenn der "Politische Club" der Evangelischen Akademie Tutzing zu seinen Tagungen einlädt, sitzen hochkarätige Politiker aus allen Parteien auf dem Podium. Nun hat sich die Institution selbst ins politische Zentrum begeben: Am Dienstag, den 27. März 2007, traf sich der Club unter Leitung von Theo Waigel (CSU) in Berlin mit Bundespräsident Horst Köhler (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Unter dem Motto "Zwischen den Zeiten" gehe es um die grundsätzlichen Fragen der Politik, sagte Akademie-Direktor Friedemann Greiner. Für die Zukunft könne er sich auch weitere Reisen in politische Schaltzentralen vorstellen, etwa nach Brüssel.

Der Politische Club war 1954 gegründet und vormals u.a. von Klaus Bölling (SPD), Professor Kurt Sontheimer und Heiner Geißler (CDU) geleitet worden.
(Starnberger SZ, 28.3.2007)

Empfang der Tagungsgäste des Politischen Clubs bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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"Wir müssen den Wettbewerb als Chance begreifen", betonte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel.
 
Der 33. Bayerische Hochschultag beriet über die Wissenschaftspolitik nach der Föderalismusreform

Als "großen Gewinn und Fortschritt" hatte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel den stärkeren Wettbewerb und die neuen Freiräume für die Hochschul- und Wissenschaftspolitik infolge der Föderalismusreform beim 33. Bayerischen Hochschultag der Evangelischen Akademie Tutzing bezeichnet.

Die Länder sollten den Wettbewerb als Chance begreifen, sagte der Minister. Als wesentliche Handlungsfelder nannte er den Hochschulzugang und die Auswahlverfahren, den Hochschulbau und die Professorenbesoldung.

Zugleich warnte Goppel vor einer "Überkoordinierung der Hochschul- und Wissenschaftspolitik durch die Länder". Hier gelte die Devise: "So viel Koordination wie nötig und so viel Wettbewerb wie möglich."

Jahresempfang der Akademie 2007

Charlotte Knobloch hielt die Festrede

Trotz anhaltenden Schneefalls waren mehr als 400 Gäste aus Kirchen, Politik und Gesellschaft der Einladung zum Jahresempfang in das Tutzinger Schloss gefolgt.

In ihrer Festrede erregte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, mit leidenschaftlichen Äußerungen zum Thema Patriotismus Aufsehen.

"Ich sehe keinen Grund", sagte sie, "dass die Deutschen ihr Land - unabhängig von Konfessionen - nicht lieben sollen". Die sechs Millionen ermordeten Juden dürften nie "zu einer Fußnote der Geschichte degradiert" werden, mahnte Knobloch. Es sei aber alles andere als ein Widerspruch, "jüdisch zu sein und dieses Land als Heimat zu begreifen".
Kein Verständnis zeigte sie für "Tendenzen in weiten Teilen Deutschlands, das Land abzuwerten" und für solche jungen Leute, "denen es im Ausland unangenehm ist, als Deutsche erkannt zu werden". (Starnberger Merkur, 25.1.2007)

Im Musiksaal in der ersten Reihe: Karin Stoiber und Ministerpräsident Edmund Stoiber, Karin Greiner sowie Charlotte Knobloch und Akademiedirektor Friedemann Greiner (v.l.).
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Verleihung des Marie Luise Kaschnitz-Preises an Pascal Mercier

Der Schriftsteller Pascal Mercier wurde am Sonntag, den 19. November 2006, mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet.
Pascal Mercier, der im bürgerlichen Leben Peter Bieri heißt, ist hauptberuflich Professor für Sprachphilosophie und Analytische Philosophie an der FU Berlin. Seine höchst aufregend und wunderbar leicht geschriebenen Romane thematisieren die großen, existentiellen Fragen des menschlichen Lebens: das Sein, den Tod, die Zeit.
In seinem neuesten Werk Nachtzug nach Lissabon, mit dem Mercier eine Reise durch unser Denken und Fühlen als intelligentes und sinnliches Lesevergnügen geschaffen hat, verknüpft er in faszinierender Weise die Fragen nach der Freiheit des Willens und nach den Grenzen unserer Selbsterkenntnis.

In seiner Laudatio würdigte Professor Jürgen Trabant die vollendete sprachliche Eleganz in den Werken von Mercier: "Seine Worte sind Poesie und werfen Licht auf die Sprache als eines der ganz großen Dinge der Welt."

Die Laudatio und die Dankesrede von Pascal Mercier erhalten Sie hier:

Über die Preisverleihung berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Der Preisträger Professor Peter Bieri, alias Pascal Mercier
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Grosse Koalition - Kleiner Nenner

Herbsttagung des Politischen Clubs

Ein Jahr nach dem Beginn der Großen Koalition hatte der Politische Club der Akademie eine umfassende Standortbestimmung vorgenommen. Führende Politiker aus dem Bundestag und den Ländern betonten einerseits die tragfähigen Gemeinsamkeiten der Berliner Koalition, kritisierten aber andererseits mit deutlichen Worten die Arbeit der Regierungsparteien.
Ein Höhepunkt der Tagung war das Grundsatzreferat von Altbundeskanzler Helmut Schmidt (87), der aus der Erfahrung eines langen Politiker-Lebens eine Linie von den Koalitionen der Weimarer Republik bis zur jetzigen Großen Koalition zog.

Den Vortrag von Altbundeskanzler Helmut Schmidt erhalten Sie hier:

Einen ausführlichen Bericht über die Herbsttagung des Politischen Clubs erhalten Sie in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt benannte die hauptsächlichen Herausforderungen der Großen Koalition: Massenarbeitslosigkeit, Globalisierung und die demografische Entwicklung. "Wenn die Massenarbeitslosigkeit nicht bewältigt wird, kann es zu einem schwerwiegenden innenpolitischen Strukturumbruch kommen", gab der Altbundeskanzler dem Publikum zu bedenken.
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Der SPD-Fraktionschef Peter Struck sah keine Anzeichen für ein Auseinanderdriften der Großen Koalition. "Die Gemeinsamkeiten der Koalitions-Parteien reichen bis zur nächsten Bundestagswahl 2009. Frau Merkel macht einen guten Job", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.
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Der Kapitän des Flüchtlingsschiffs Cap Anamur, Stefan Schmidt (li.), und der ungarische Menschenrechtler Ferenc Köszeg (re.) wurden mit dem neu geschaffenen Preis der Stiftung PRO ASYL geehrt.
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20 Jahre PRO ASYL

Die Hilfsorganisation PRO ASYL, die rund 13.000 Mitglieder hat, wurde am 8. September 1986 in Frankfurt am Main gegründet. Der Gründung war eine Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing im oberfränkischen Hof vorausgegangen, bei der der damalige Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen in Deutschland, Rene van Royen, und Pfarrer Jürgen Micksch, bis heute Vorsitzender von PRO ASYL, die Idee einer bundesweiten Flüchtlings-Organisation entwickelt hatten.

Aus diesen Anfängen im Rahmen der Akademiearbeit sei eine "erfolgreiche und hoffungsstiftende Geschichte" geworden, sagte Akademiedirektor Friedemann Greiner. PRO ASYL setze sich tatkräftig für Menschen ein, die "gestrandet, wortlos und rechtlos sind" und in den "Verschiebebahnhöfen operativer Politik unter die Räder kommen".

Eines der Hauptanliegen der Hilfsorganisation ist eine gesetzliche Bleiberechtsregelung für die 120.000 in Deutschland geduldeten Flüchtlinge.

Über das 20-jährige Bestehen von PRO ASYL berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Weitere Informationen zu PRO ASYL erhalten Sie hier.



Integration: Zauberformel - Probleme - Notwendigkeit

Sommertagung des Politischen Clubs

In Deutschland gibt es nach Aussage von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) nur noch eine "sehr geringe dauerhafte" Zuwanderung. Für die kommenden Jahre sei mit jeweils weniger als 100.000 Einwanderern zu rechnen, was keine "aufregende Zahl" bei einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen sei, sagte Schäuble auf der Sommertagung des Politischen Clubs. Auch die Zahl der Asylbewerber gehe zurück und werde für 2006 unter 30.000 liegen.

Um die Integration dieser Bevölkerungsgruppen voranbringen zu können, sind Schäuble zufolge eine frühe Vermittlung von ausreichenden Deutschkenntnissen für Kinder vor der Einschulung und ein fundierter Dialog mit dem Islam nötig. (Starnberger Merkur, 3.7.2006)

Mehr über die Sommertagung des Politischen Clubs erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

"Ausreichende Deutschkenntnisse sind für die Integration unerlässlich", betonte Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU).
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Kammermusikfest des ARD-Wettbewerbs

Erstmalig findet dieses Jahr das "Kammermusikfest des ARD-Wettbewerbs" in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Und erstmalig lädt die junge internationale Künstlerelite die Öffentlichkeit zu zwei abendlichen Kammermusik-Konzerten in das Tutzinger Schloss ein.

Die öffentlichen Konzerte finden am 14. Juni 2006, um 20:00 Uhr und am 16. Juni 2006, um 20:00 Uhr statt.

Karten für die Konzerte sind ab sofort an der Rezeption der Evangelischen Akademie Tutzing für 15,-- Euro, ermäßigt für 10,-- Euro, erhältlich.

 


 
Karim Aga Khan IV. erhielt den Toleranzpreis

Karim Aga Khan IV., das geistliche Oberhaupt der Ismaeliten, wurde am 20. Mai 2006 mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet. Damit sollten die Verdienste des Aga Khans für eine Verständigung zwischen dem Islam und der westlichen Welt sowie sein humanitäres Engagement gewürdigt werden. Das von Aga Khan finanzierte "Aga Khan Development Network" gilt als weltweit größte private Entwicklungshilfe-Organisation. Allein in Afghanistan stellt sie über 80 Millionen Dollar für den Wiederaufbau zur Verfügung.

Der Aga Khan stehe für einen "offenen, dialogfähigen und toleranten Islam" sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in seiner Laudatio. Für Deutschland sei der Aga Khan ein wichtiger Partner in der Entwicklungspolitik.

Akademiedirektor Friedemann Greiner hob hervor, dass der Missbrauch der Religionen dort besonders drohe, wo soziale Not und Rechtlosigkeit den Nährboden für die Manipulation der Massen bieten. Mit seinen Entwicklungshilfeprojekten hole der Aga Khan diese Menschen aus der Verzweifelung zurück und gebe ihnen eine Zukunft.

Der Aga Khan betonte in seiner Dankesrede, dass echte Toleranz ein "zutiefst religiöses Bekenntnis" sein könne, wenn sie von dem individuellen Wert jedes einzelnen Menschen ausgehe. Zur Lösung der weltweiten Konflikte sei eine neue "kosmopolitische Ethik" nötig, die in einer starken Kultur der Toleranz wurzelt.

Die gehaltenen Reden erhalten Sie hier:

Über die Verleihung des Toleranzpreises berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der Tutzinger Blätter.

Akademiedirektor Friedemann Greiner, seine Hoheit der Aga Khan und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung des Toleranzpreises
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Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) heißt den neuen Leiter des Politischen Clubs, Bundesminister a.D. Dr. Theo Waigel, herzlich willkommen.
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Weltmacht und Weltordnung - Die Rolle der USA in einer globalen Welt

Frühjahrstagung des Politischen Clubs

Mit der Veranstaltung "Weltmacht und Weltordnung - Die Rolle der USA in einer globalen Welt" hatte der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel erstmals eine Tagung des Politischen Clubs geleitet.

Bei der Auftaktveranstaltung Waigels diskutierten Experten und Politiker über den weltpolitischen Kurs, den die USA künftig einschlagen, den Part den Europa dabei übernehmen sollte und was die deutsche Politik dazu beitragen kann.

Über die Frühjahrstagung des Politischen Clubs berichten wir in der kommenden Ausgabe der 'Tutzinger Blätter'.

Das große Monopoly - Medienmarkt Deutschland

25. Tutzinger Medientage

Auf den 25. Tutzinger Medientagen hatten Politiker, Journalisten und Medienwissenschaftler kontrovers über die Regulierung des Medienmarkts und die Medienkonzentration diskutiert.

Nachdem ausländische Finanzinvestoren wie David Montgomery Zeitungen bei uns aufkaufen, der Axel-Springer-Konzern jedoch die Senderfamilie ProSieben/SAT1 nicht übernehmen durfte, stellte sich auf den Tutzinger Medientagen die Frage, ob unser Medien- und Kartellrecht noch zeitgemäß sei und ob es nicht einem globalisierten Medienmarkt angepasst werden müsse.

Fest steht, dass durch die Medienkonzentration in Europa und weltweit der Medienwettbewerb eine neue Dimension erhalten hat.

Mehr darüber in der kommenden Ausgabe unserer Akademiezeitschrift 'Tutzinger Blätter'.

Das 25-jährige Jubiläum feierten: Tagungsleiter Axel Schwanebeck, Akademiedirektor Friedemann Greiner, BR-Intendant Prof. Thomas Gruber, BLM-Präsident Prof. Wolf-Dieter Ring, Tagungsleiterin Claudia Cippitelli (Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, GEP) und GEP-Direktor Jörg Bollmann (v.l.).
 
Bundespräsident Horst Köhler forderte in seiner Festrede eine stärkere Unterstützung der Familien.
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Jahresempfang der Akademie 2006

Bundespräsident Horst Köhler hielt die Festrede

In seiner Festrede hat Bundespräsident Horst Köhler dazu aufgerufen, Familien stärker zu unterstützen. Familien bräuchten praktische Hilfe und finanzielle Entlastung, sagte das Staatsoberhaupt beim Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing vor mehr als 300 Gästen.

In seinem Plädoyer für eine familienfreundlichere Gesellschaft begrüßte er die von der neuen Bundesregierung geplante Einführung eines Elterngeldes sowie steuerliche Berücksichtigungen von Betreuungskosten. Politik und Gesellschaft müssen jungen Menschen mehr Mut machen, früher eine Familie zu gründen. Obwohl es bereits zahlreiche gute Ansätze in der Bundesrepublik gebe, reichten diese nicht aus.

Das Staatsoberhaupt mahnte in seiner Grundsatzrede zur Familienpolitik eine breite gesellschaftliche Diskussion über eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. "Wir müssen uns um spürbare Verbesserungen für Familien und Kinder kümmern." Notwendig seien mehr Rücksicht und Verständnis für Kinder, "mehr Wärme und Aufmerksamkeit für Familien".

Die vollständige Festrede erhalten Sie hier:

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Bundesfinanzminister a.D. Theo Waigel übernimmt die Leitung des Politischen Clubs

Akademiedirektor Friedemann Greiner hat den ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) ab dem Januar 2006 zum neuen Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing berufen.

In der über 50-jährigen Geschichte des Politischen Clubs übernimmt nach Klaus Bölling, Karl Moersch, Cornelia Schmalz-Jacobsen und Bundesminister a.D. Heiner Geißler jetzt der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel die Leitung dieser bundesweit anerkannten Einrichtung der Evangelischen Akademie Tutzing.

Bei einem Gespräch mit Journalisten im Münchner Presse-Club erklärte Waigel zur Übernahme des Amtes: "Ich bin ein überzeugter Christ, der den politischen Diskurs im Horizont des christlichen Menschenbildes betreibt."

Ein kurzes Interview mit dem neuen Leiter des Politischen Clubs können Sie in der kommenden Ausgabe unserer Akademiezeitschrift lesen.

Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel übernimmt ab Januar 2006 die Leitung des Politischen Clubs an der Evangelischen Akademie Tutzing
 
Gäste im Politischen Club: der Staatsrechtler und Steuerexperte Professor Paul Kirchhof und Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer.
 
Der 18. September - demokratisches Reifezeugnis oder kollektiver Irrtum?

Herbsttagung des Politischen Clubs

Der Heidelberger Staatsrechtler und Steuerexperte Paul Kirchhof hatte auf der Herbsttagung des Politischen Clubs Sanktionen für unfaire Politiker gefordert. Im Wahlkampf habe er den Eindruck gewonnen, dass "wer Regeln verletzt, einen Vorteil daraus hat". Wie beim Fussball müssten "Politiker, die ein Foul begehen, eine gelbe Karte bekommen", sagte Kirchhof.
Der neuen Bundesregierung attestierte der Staatsrechtler, dass sie aufgrund der Staatsverschuldung vor Herausforderungen stehe, die "fast nicht zu bewältigen" seien und radikaler Einschnitte bedürften.
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer lobte die "neue Ernsthaftigkeit", die zwischen Union und SPD bei den Verhandlungen über die große Koalition geherrscht habe.

Näheres erfahren Sie in unserer Akademiezeitschrift 'Tutzinger Blätter'.

Wilhelm Genazino, Träger des renommierten Georg-Büchner-Preises 2004, las aus seinem Werk "Die Liebe zur Einfalt"

Erinnern Sie sich noch an die 50er Jahre? Die Kinder der Nachkriegszeit hatten ein billiges Kult-Spielzeug, den Hoola-Hoop-Reifen. In den deutschen Kinos dominierten amerikanische Filme wie "Die Caine war ihr Schicksal" oder "Verdammt in alle Ewigkeit".

Die Wirtschaftswunderzeit und die Ära Adenauer hatten begonnen. Die Wohnungen füllten sich mit Nierentischen und Tütenlampen, das HB-Männchen warb für den Zigarettenkonsum und auf den Straßen fuhren die ersten Kabinenroller und VWs. Nicht zu vergessen, die Mode: Das waren Peticoats, Glockenröcke, College-Jacken, kombiniert mit Jeans-Hot-Pants.

Doch parallel zum Wirtschaftswunder vollzog sich der Prozess, die Vergangenheit aufzuarbeiten und die Frage der deutschen Kriegsschuld zu erörtern. Die Mythen der 50er Jahre überdecken zum Teil die Erinnerungen an die Kriegsverbrechen. Sie lassen vergessen, dass auch dieses Wunder seine Schattenseiten hatte.

Unter dem Titel "Die 50er Jahre – Kein Ende der Mythen" hatte die Akademie zu einem Rückblick einladen, um heute, 60 Jahre nach Kriegsende, die 50er Jahre aus der Distanz heraus besser beurteilen zu lernen.

Über die Lesung mit Wilhelm Genazino, Büchnerpreisträger 2004, berichtete Nicola Seipp in der Süddeutschen Zeitung:

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Scharfzüngiger Chronist: Wilhelm Genazino bei seiner Lesung in Tutzing.
 
Der Verleger Hubert Burda setzte sich in seinem Vortrag für die Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche ein.
 
Der Verleger Hubert Burda plädiert für ein Unterrichtsfach 'Medienkunde' an deutschen Schulen

Der Verleger und Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschtriftenverleger (VDZ) Prof. Dr. Hubert Burda forderte auf der Akademietagung "Der Rahmen" einen deutlichen Ausbau des Lehrangebots im Umgang mit Medien. "Wir brauchen für die fortschreitende Wissens- und Mediengesellschaft ein eigenes Unterrichtsfach an unseren Schulen, dass den modernen und qualifizierten Umgang mit Medien vermittelt", sagte der VDZ-Präsident in seiner Rede. Hier läge zugleich auch ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag für die Medien, die sich bereits in eigenen Projekten engagieren. Schüler-Wettbewerbe wie "Jugend forscht" des Stern oder "Schule macht Zukunft" von Focus seien ebenso in diesem Zusammenhang zu sehen, wie die Aktion "Zeitschriften in die Schulen" des VDZ.

Burda erklärte, die Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule sei schon deshalb wichtig, weil in der digitalen Medien- und Informationswirtschaft ständig neue Berufsfelder und Jobs mit Zukunft entstünden. Daher müsse die Vermittlung von Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche durch deren Lehrer ein zentrales Anliegen unserer Wissensgesellschaft sein, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung, Ausdifferenzierung und Vernetzung der Medien weiter wandeln wird. Darin liege ein bildungspolitischer Auftrag.

Verabschiedung von Heiner Geißler

"Heiner Geißler wurde am Sonntag, den 19. Juni 2005, im Anschluss an die Sommertagung über den EU-Beitritt der Türkei als Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing verabschiedet.
Der Politische Club veranstaltet dreimal im Jahr Tagungen. Für drei Jahre hatte Geißler die Leitung übernommen.
In seiner Abschiedsrede forderte Geißler die Kirchen dazu auf, sich mehr in den politischen Diskurs einzumischen. 'Die Verantwortlichen in der Politik verlieren immer mehr ihr ethisches Fundament', sagte Geißler.
Akademiedirektor Friedemann Greiner würdigte Geißler als einen überzeugenden Politiker, der mit seiner Tätigkeit für den Politischen Club einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft geleistet habe. Mit seinen aktuellen Tagungsthemen und prominenten Gästen habe er ein Stück Geschichte geschrieben.
Vor Geißler hatten die FDP-Politikerin Cornelia Schmalz-Jakobsen, der SPD-Politiker Klaus Bölling sowie Karl Moersch von der FDP und der Politik-Professor Kurt Sontheimer den Club geleitet."
(Starnberger Merkur, 20.6.2005)

Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) dankte Heiner Geißler mit zwölf Flaschen Riesling-Wein aus dem Rheingau.
 

 


 
Wettbewerbsfähig - Innovativ - Zukunftsfähig (14.-15.4.2005)

Wirtschaftliche Perspektiven erneuerbarer Energien & Energieeffizienz

Erneuerbare Energien werden in der Wirtschaft und im Alltag zunehmend wichtiger. Um diese Bedeutung weiter auszubauen und damit zum Klimaschutz ebenso wie zur Ressourcenschonung beizutragen, ist ihre Rolle in der ganzen Bandbreite der Energieerzeugung und Verbrauchssektoren weiter nachhaltig zu stärken. Dies fördert zugleich die Versorgungssicherheit und trägt zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands bei.

Bei der Tagung standen die wirtschaftlichen Perspektiven der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz im Mittelpunkt. Was sind deren Wettbewerbs- und Innovationspotenziale? Es wurden die Marktentwicklungen der Windenergie, Biomasse, thermischen Solarenergie, Photovoltaik und Wasserenergie behandelt. Die Zeitskalen ihrer Einsatzmöglichkeiten und Marktchancen wurden ebenso diskutiert wie die dazu erforderlichen Maßnahmen und der Einfluss der Entwicklung der relativen Preise der fossilen Energien.

Den Kooperationspartner erreichen Sie über diesen Link:

Deutsche Energie-Agentur

Die Referate der Vortragenden erhalten Sie als download unter folgendem Link:

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Die christlichen Werte bleiben nach Aussage der CDU-Vorsitzenden, Angela Merkel, auch in Zukunft für die CDU Grundlage der Politik: "Das christliche Menschenbild gibt Orientierung in sozialen und ethischen Fragen. Dieses Menschenbild ist untrennbar mit den Menschenrechten verbunden." Der Tagungsfrage "Mit Religion an die Macht?" erteilte die CDU-Vorsitzende eine klare Absage: "Im Gegensatz zu Amerika ist es in Deutschland nicht möglich, mit Hilfe von Religion oder religiösen Gruppierungen an die politische Macht zu kommen."
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Mit der Religion an die Macht?

Frühjahrstagung des Politischen Clubs

Seit einem Vierteljahrhundert nimmt die Christliche Rechte Einfluss auf die amerikanische Politik. Auch der jetzige amerikanische Präsident George W. Bush soll seine Wiederwahl mit Hilfe der Christlichen Rechten gewonnen haben.
Desgleichen wird in Europa zunehmend über eine Rechristianisierung des Westens nachgedacht.

Auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs berieten Politiker, Wissenschaftler und Journalisten darüber, ob in Europa eine Rechristianisierung der Politik möglich oder gar wünschenswert sei und welcher Stellenwert der Religion in der politischen Praxis zukommen soll.

Auszüge aus den Vorträgen erhalten Sie in der Ausgabe 2/2005 der Tutzinger Blätter.

24. Tutzinger Medientage

Deutschland altert unaufhaltsam, und es altert schnell. Aktuelle Statistiken belegen, dass sogar eine massive Zuwanderung oder ein neuer Geburtenboom diesen Prozess allenfalls leicht mildern, jedoch nicht aufhalten könnte.

Die Folgen des Älterwerdens der Gesellschaft für die Finanzierbarkeit der Renten, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und das Gesundheitswesen sind hinlänglich bekannt.

Vor diesem Hintergrund erörterten Medienexperten und Programmverantwortliche auf den 24. Tutzinger Medientagen die Frage, wie die TV-Sender mit ihren Sendungen und in ihrer Programmplanung auf den demographischen Wandel reagieren:

Sind hinreichend Programme für die Generation jenseits der 50 vorhanden? Gibt es neue, altersspezifische Sendeformate? Wird es spezielle Spartenkanäle – als Senioren-TV – geben? Müssen künftige Programme nach anderen Kriterien konzipiert werden: im Blick auf andere Sehgewohnheiten bei älteren Menschen, mit einem anderen Erzähltempo, mit einer altersbezogenen Dramaturgie, mit anderen Platzierungen und anderen Sendeabläufen?

In der Ausgabe 2/2005 der Tutzinger Blätter werden wir über die Ergebnisse der 24. Tutzinger Medientage berichten.

Die Schauspielerin Senta Berger mahnte: "Der Kapitalismus und das Vorbild USA sind schuld daran, dass die Öffentlich-Rechtlichen kritiklos die Maßstäbe der Werbung übernehmen. Wir ziehen den Kopf vor unserer Identität ein."
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Ehrengast Alfred Grosser (re.) beim Neujahrsempfang der Evangelischen Akademie Tutzing im Gespräch mit S.K.H. Herzog Franz von Bayern (li.).
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Jahresempfang der Akademie 2005

Professor Alfred Grosser (Paris) hielt die Festrede

Auf dem Jahresempfang der Akademie hielt der französisch-deutsche Soziologe und Politikwissenschaftler Alfred Grosser ein Plädoyer zum "Verständnis für die Leiden der anderen", das die Grundlage des neuen Europas werden müsse.

Grosser setzte sich auch dafür ein, die Leiden der Deutschen durch Krieg und Vertreibung nicht zu vergessen oder zu verkleinern. Es sei bahnbrechend für Europa gewesen, dass sich der neue deutsche Staat nach dem Kriege eine Verfassung gegeben habe, in der nicht die Nation, sondern die Würde aller Menschen betont werde, sagte der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels weiter. "Diese deutsche Leitkultur sollte sich in ganz Europa verbreiten."

Die vollständige Festrede erhalten Sie hier:

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Die Ökonomie der Zukunft

Herbsttagung des Politischen Clubs

Wie müsste in einer globalisierten Welt die Ökonomie der Zukunft aussehen, wenn ein politisches, ökonomisches und soziales Desaster verhindert werden soll?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der von Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler geleiteten Herbsttagung des Politischen Clubs.

Führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gaben Antwort auf folgende Fragen: Was heißt Kapitalismus heute? Kann es eine internationale Soziale und Ökologische Marktwirtschaft geben? Wie könnten die Grundzüge einer neuen Weltwirtschaftsordnung aussehen?

In der kommenden Ausgabe der Akademiezeitschrift "Tutzinger Blätter" werden wir ausführlich über die Ergebnisse dieser Tagung berichten.

Beim Umbau der Sozialsysteme darf nach Äußerung des CSU-Sozialexperten Horst Seehofer das Prinzip der Solidarität nicht aufgegeben werden. "Solidarität heißt auch, dass Besserverdienende mehr in die Sozialsysteme einzahlen als sie heraus holen." Die solidarische Krankenversicherung und die solidarische Pflegeversicherung seien "ein Segen und ein Sozialmodell, auf das Deutschland stolz sein kann". Solidarität könne sehr wohl mit stärkerer Eigenverantwortung kombiniert werden, betonte Seehofer. Die Praxisgebühr in der Krankenversicherung, die deutlich zur Senkung der Gesundheitskosten beigetragen habe, sei ein Beispiel dafür. Desweiteren setzte sich Seehofer dafür ein, das Renteneintrittsalter nicht nach dem Lebensalter, sondern nach der Lebensarbeitszeit zu bestimmen.
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Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine bezeichnete Arbeitszeitverlängerungen als "kriminell". Ein flexibilisierter Arbeitsmarkt wirke "wie eine Panzerfaust in den Familien", bekundete er in Tutzing. Befristete Arbeitsangebote liefen der Idee familiengerechter Arbeitsplätze zuwider. Lafontaine setzte sich ebenfalls für höhere Steuern und eine "Entkoppelung" der Sozialkassen vom Steueraufkommen ein. 30.000 Lehrer könnten bundesweit zusätzlich angestellt werden, wenn nicht die öffentlichen Kassen durch Steuersenkungen geplündert worden wären. Der Sozialstaat sei, entgegen aller Wehklagen, bezahlbar.
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Verleihung des Marie Luise Kaschnitz-Preises an Julia Franck

Die Berliner Schriftstellerin Julia Franck wurde am Sonntag, den 19. September 2004, mit dem Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet.
Die 34-jährige Autorin, deren jüngster Roman "Lagerfeuer" sich mit der Ausreise aus der DDR und dem Leben in einem Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde beschäftigt, ist die 11. Preisträgerin der Literaturauszeichnung. Der mit 7.700 Euro dotierte Preis wird seit 1984 vergeben.
In seiner Laudatio würdigte der Schriftsteller Arnold Stadler die Ernsthaftigkeit, mit der Julia Franck in "Lagerfeuer" die Emotionen der Menschen in dem Notaufnahmelager geschildert habe. Franck, die selbst mit acht Jahren aus der DDR ausgereist sei, habe "nicht kapituliert vor der Faktizität des Unsäglichen", sondern vielmehr den Fluchtgeschichten der Menschen eine Gestalt gegeben.
Julia Franck kritisierte in ihrer Dankesrede die negative Stimmung in Deutschland. "Die Ansprüche auf Glück und Wohlstand haben sich zur Haltung aufgebäumt, als seien es deutsche Grundrechte, die verteidigt werden müssen", sagte die Preisträgerin. Im Land bestehe derzeit eine Grundstimmung, die von Angst, Wut und Verzweiflung geprägt werde.
Diese Ängstlichkeit und die "infantile Anspruchshaltung" der Menschen in Deutschland seien zu einem "sozialen Tumor" geworden.
(Auszug aus: Sonntagsblatt, Nr. 39, 26.9.2004)

Über die Preisverleihung an Julia Franck berichten wir ausführlich in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".

Julia Franck: Die Berliner Schriftstellerin erhielt den Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihren jüngsten Roman "Lagerfeuer".
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Jubilare und Gratulanten (v.l.): Akademiedirektor Friedemann Greiner, Club-Leiter Heiner Geißler, Bundesinnenminister Otto Schily und der Bayerische Landtagspräsident Alois Glück.
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Jubiläum: 50 Jahre Politischer Club

Am 27. Juni 2004 wurde der 50. Geburtstag des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing im Rahmen eines Festaktes gefeiert. Nachfolgend ein kurzer Bericht aus der Starnberger SZ:

Als einen "Ort der politischen Kultur", an dem der "Zusammenhang der Dinge" diskutiert wird, bezeichnete Landtagspräsident Alois Glück den Politischen Club anläßlich seines 50-jährigen Bestehens. Mit einem Festakt im Rahmen der Sommertagung zum Thema "Die Welt im Banne des Terrorismus" feierten Akademiedirketor Friedemann Greiner, Club-Leiter Heiner Geißler, fast 150 Tagungsteilnehmer und geladene Gäste das Jubiläum.

Bundesinnenminister Otto Schily mahnte in seinem Festvortrag eine bessere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verfassungsschutz an: "Wir müssen die Vorfeldaufklärung erheblich ausweiten und verbessern." Informationen über die Vorbereitung von Anschlägen müssen früher gewonnen, rascher vermittelt und besser analysiert werden, forderte Schily. Der SPD-Politiker betonte, dass bei der Bekämpfung des Terrorismus rechtsstaatliche Grundsätze strikt eingehalten werden müssten: "Es darf keine rechtsfreien Räume geben."
Der Innenminister erachtet für einen Erfolg im Kampf gegen den islamistischen Terror vor allem auch die "geistig politische Auseinandersetzung" für notwendig. Dazu könnten auch die evangelischen Akademien als "ausgezeichnetes Forum der Begegnung" beitragen.

CDU-Politiker Geißler nannte den Politischen Club einen "christlichen Kompass in einer Landschaft, in der die Menschen die Übersicht verlieren."

(Vorträge und Hintergrundberichte zu dem 50-jährigen Jubiläum des Politischen Clubs können Sie den "Tutzinger Blättern", Ausgabe 3/2004, entnehmen.)

Einen Bericht über den Politischen Club erhalten Sie hier:

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Der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell erhielt den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing

Die Menschen aller Hautfarben sind Mitglieder einer Familie. Diesen Satz von Henning Mankell ergänzte Desmond Tutu um den Zusatz "der Familie Gottes". Der Friedensnobelpreis-Träger und ehemalige Erzbischof von Kapstadt hielt im Tutzinger Schloss die Laudatio auf den schwedischen Schriftsteller, der den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing erhielt.

Tutu und Mankell trafen sich in Tutzing zum ersten Mal, wie Akademiedirektor Friedemann Greiner in seiner Ansprache feststellte. Beiden gemeinsam ist der Sinn für Gerechtigkeit und Frieden.

Mankell zeigte sich "sehr bewegt" von dieser Begegnung. Südafrika sei "heute dank der beiden positiven Helden Tutu und Mandela auf einem Weg zur Würde, doch der Kampf um Toleranz, Anstand und Solidarität muss weitergehen". Der 56-jährige Autor der weltweit gelesenen Krimis mit Kommissar Wallander trägt seit seiner Kindheit im fast arktischen Teils Schwedens die Sehnsucht nach Afrika in sich, schrieb Bücher über Afrika und lebt seit langem den überwiegenden Teil des Jahres in Mosambiks Hauptstadt Maputo, wo er das Teatro Avenida leitet. Sein Engagement für die Afrikaner ist seine Lebensaufgabe. "Es gibt ja nicht nur ein Afrika, sondern viele, ich erlebe die Katastrophen hautnah, aber auch den Optimismus, den Stolz und die Würde dort", sagte Mankell.

"Seine Leidenschaft für Kontinent-übergreifende Solidarität beeindruckt mich sehr", sagte Tutu. Mankell nutze sein Talent als Künstler, um Brücken zu bauen, er sei ein "Wanderer zwischen den Welten".

Seine Eigenschaft als "Grenzgänger zwischen Europa und Afrika" taucht auch in der Begründung der Preisverleihung auf. "Recht verstandene Toleranz heißt, kulturelle und politische Identitäten zu respektieren" sagte Greiner als Vorsitzender der Jury. Sich zu kennen und voneinander zu lernen, führe zu einer Toleranz, verstanden als Respekt, hier setze Mankell öffentliche und unübersehbare Zeichen.

(Auszug aus: Starnberger-SZ, 17.5.2004)

Die Entscheidung der Jury erhalten Sie hier:

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Verleihung des Toleranzpreises: Akademiedirektor Friedemann Greiner, Henning Mankell, Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu.
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"Tutzinger Erklärung" zu Patientenrechten verabschiedet

Worauf haben Kranke und BürgerInnen Anspruch: Gesundheit, bestmögliche Behandlung und Beratung, Hilfe beim Sterben, Mitbestimmung in der Gesundheitspolitik, ... ?

Mit dieser Frage beschäftigte sich unter Leitung von Studienleiter Christoph Meier ein

Patientenforum Medizinethik
am 18./19. Februar 2004 in Tutzing.

Unter dem Thema "Patientenrechte – Bürgerechte" diskutierten Referenten aus verschiedensten Erfahrungs- und Verantwortungsbereichen mit fast 100 Teilnehmenden über individuelle Rechte von PatientInnen gegenüber Ärzten, anderen an der Versorgung Beteiligten, der Institution Krankenhaus, Versicherungen usw.

Darüber hinaus wurden auch allgemeinere und kollektive Bürgerrechte, z.B. auf Beteiligung an Entscheidungen im Gesundheitswesen, in den Blick genommen.

Auf einhellige Bitte der Teilnehmenden und Mitwirkenden fasste die Tagungsleitung die wichtigsten Ergebnisse in einer an Politik und Öffentlichkeit gerichteten

"Tutzinger Erklärung"

zusammen, die Sie im Wortlaut hier nachlesen können:.

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Untergang des Abendlandes?

Die verfassungspolitischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Kopftuchstreits

Dürfen muslimische Lehrerinnen an deutschen Schulen ein Kopftuch tragen? Diese Frage sorgte auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing für heiße Köpfe.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse machte zu Beginn der Tagung seine Meinung deutlich: "Ich bin eher für ein Verbot, allerdings mit Erlaubnisvorbehalt."

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprach sich gegen ein Verbot aus. Wer das Kopftuch als Ausschlussgrund für eine Stelle im öffentlichen Dienst hernehme, tue der Verfassung keinen guten Dienst.

Der CDU-Politiker und sächsische Justizminister Thomas de Maiziere votierte ebenfalls gegen Gesetze zur Regelung des Kopftuchstreits. Diese würden nur wenige Probleme lösen, dafür aber viele neue schaffen.

Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich hat sich dagegen erneut für ein Kopftuchverbot für Lehrkräfte im Unterrricht ausgesprochen. Das Kopftuch sei ein Symbol für die Unterdrückung der Frau.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Beiträge erhalten Sie hier:

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Bundestagspräsident Wolfgang Thierse votierte für einen Kompromiss in der Kopftuchfrage. Ein generelles, "neutral formuliertes" Kopftuchverbot für Lehrkräfte im Unterricht sollte durch einen "Erlaubnisvorbehalt" ergänzt werden. Das kehre die Beweislast um, so Thierse. "Die Bewerberin muss zeigen, dass sie auch mit Kopftuch grundgesetzkonform unterrichten wird."
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Nach Einschätzung der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung Marieluise Beck "geht von einem generellen Kopftuchverbot für Lehrkräfte eine Botschaft der Ausgrenzung aus, die der Integration schadet und den Islamisten in die Hände spielt."
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Fonds für Tutzinger Damensalon gegründet

Zwischendurch Luft schöpfen, sich etwas Gutes tun und das Angebot des "Tutzinger Damensalons" nutzen, dies mag eines der Motive für einen Ausflug am Abend sein. Manchmal bedarf es Mut, um etwas Neues zu beginnen oder einen Lebensabschnitt zu überwinden, Anregung von außen ist gefragt. Mit einem anspruchsvollen Programm, bei gleichzeitiger gästefreundlicher Offenheit, bieten wir ein Forum für Frauen aus der Umgebung, das diesen Interessen entgegenkommt.

Die beeindruckende Kompetenz von Frauen in allen Bereichen von Kunst und Wissenschaft, ihre Fähigkeit, trotz oder gerade mit Kindern und Familie den Beruf und die Karriere nicht zu vernachlässigen, spiegelt sich in den außergewöhnlichen Biografien unserer Gäste wider. Die gegenwärtige Diskussion um eine heraufkommende "Männerdämmerung" ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die "weibliche Stimme" öffentlich präsent und wirksam ist.

Damit der einladende Charakter des "Tutzinger Damensalon" erhalten bleibt – und wo sonst bietet sich die Gelegenheit, einfach teilnehmen zu können, ohne Eintrittskarte oder Voranmeldung, haben wir zur Kostenminderung einen Fonds gegründet und bitten um eine finanzielle Beteiligung jedweder Art für das Programm 2004/2005. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.

"Fonds Tutzinger Damensalon"
Konto-Nr.: 1030531
Blz.: 760 605 61
Acredobank eG, Nürnberg


Karin Andert,
Studienleiterin

Dr. Roswitha Terlinden, Studienleiterin

Hintergrundinformationen, Termine und Programmhinweise zu den nächsten Veranstaltungen des "Tutzinger Damensalons" erhalten Sie hier:

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Begrüßung: Akademiedirektor Friedemann Greiner und Professor Klaus Töpfer
 
Jahresempfang der Akademie 2004

Professor Klaus Töpfer, Executive Director des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Nairobi), hielt die Festrede

Auf dem Jahresempfang der Akademie hielt Professor Klaus Töpfer ein leidenschaftliches Plädoyer für den Erhalt der Umwelt als Grundvoraussetzung für einen dauerhaften Weltfrieden.

Vor rund 400 geladenen Gästen aus Staat, Kirche und Gesellschaft erörterte der ehemalige Bundesumweltminister, welche Maßnahmen von der Weltgesellschaft ergriffen werden müßten, um einen gerechten Ausgleich zwischen arm und reich zu bewirken.

Lesen Sie nachfolgend seinen Eröffnungsvortrag:

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Wolfgang Thierse, Präsident des Deutschen Bundestages
 
Werte bilden

Zum Einmaleins des Humanums

Werte - wohin man schaut und hört. Sie werden ständig beschworen, zitiert, akzeptiert oder ignoriert. Stets im Gebrauch, wird zugleich ihr Verlust beklagt.

Doch welche Werte sind fundamental, welche variabel? Wie bilden und verändern sie sich, wie pflegen und begründen wir sie?

Auf einer Akademietagung, die sich der Frage nach der Wertebildung in unsicheren Zeiten zuwandte, hielt Bundestagspräsident Wolfgang Thierse den Eröffnungsvortrag.
Darin forderte er angesichts einer "existierenden Welt-Unordnung konkrete Beiträge zur Konfliktvermeidung und Konfliktschlichtung". Im Weltmaßstab herauszuarbeiten, was das Gemeinsame ist, sei eine dringende Aufgabe. Dabei gehe es nicht um das rasche Durchsetzen großer Entwürfe, sondern um die zwar langsame, aber beständige Entwicklung einer Ordnung, der möglichst viele Staaten zustimmen können. "Das gemeinsame globale Wohl dient auch den Nationalstaaten", betonte Thierse.

Den vollständigen Text des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse erhalten Sie hier:

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Bei einer Parlamentsreform sollte man - so der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Hans-Jürgen Papier - "ernsthaft überlegen, ob man den Bundesrat nicht durch einen Senat nach US-amerikanischem Vorbild ersetzt. Landesregierungen verlören damit ihren unmittelbaren Einfluss auf die Bundespolitik. Der faktische ‚Dauerwahlkampf’ durch ständige Landtagswahlen würde abgemildert, der sich auf die Gesetzgebungsarbeit im Bund nicht eben förderlich auswirkt. Zudem könnten sich über ein Senatsmodell wieder klarere Mehrheitsverhältnisse und auch eine Stärkung des Persönlichkeitselements ergeben."
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Verfällt der deutsche Parlamentarismus?

Herbsttagung des Politischen Clubs

Im Zentrum der Demokratie sollte grundsätzlich das Parlament stehen: das höchste Verfassungsorgan der Republik. Doch wie es scheint, entmachtet es sich selber und wird immer mehr an den Rand des politischen Geschehens gedrängt. Leistet sich die Bundesrepublik Deutschland damit einen permanenten Verfassungskonflikt? Ist die Gewaltenteilung aufgehoben? Stellen plebiszitäre Elemente und relatives Mehrheitswahlrecht Wege in die Zukunft dar?

Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs galt es, Antworten auf diese Fragen zu finden. Lesen Sie nachfolgend Auszüge aus den Vorträgen von Professor Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, sowie von Olaf Scholz, Generalsekretär der SPD, und Professorin Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages a.D.:

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"Jedem Abgeordneten stehen in Berlin drei Verbände gegenüber, vom Heer der Lobbyisten ganz zu schweigen. Sie alle wollen nicht nur beraten, sondern über Kommissionen Einfluss nehmen", stellte der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, in seinem Eröffnungsvortrag fest.



"Eine wachsende Zahl von Abgeordneten hat das Gefühl von geringer bis keiner Einflussnahme im Parlament: Wir sind eher Zustimmende als Entscheidende. Das, was für außenpolitische Verträge generell gilt, dass wir nur mit "ja" oder "nein" antworten können, gilt für immer mehr Bereiche, die vorentschieden sind", gab die frühere Präsidentin des Deutschen Bundestags, Rita Süssmuth, dem Publikum zu verstehen.

Norbert Lammert,Vizepräsident des Deutschen Bundestages
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Einladung zur Buchpremiere (Nur für Journalisten!)

Heiner Geißler 'Was würde Jesus heute sagen?'

'Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums'

Heiner Geißler stellt im Gespräch mit Jutta Limbach, der Präsidentin des Goethe-Institutes Inter Nationes, sein neues Buch vor.

Einführung und Begrüßung: Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner,

Mittwoch, den 17. September 2003 im Schloß der Evangelischen Akademie Tutzing, Schloßstr. 2-4, 82327 Tutzing, Beginn 11.00 Uhr.

Warum "gerieten die Leute außer sich", wie der Jesus-Biograph Matthäus schreibt, "als sie seine Worte hörten"? Was an ihm hat die Menschen fast verrückt gemacht? Warum forderten die Machthaber seinen Tod? Was würde Jesus heute sagen?

In seinem neuen Buch erzählt Heiner Geißler die unerhörte Geschichte des Jesus von Nazareth. Er überträgt die Aussagen des Evangeliums in die heutige Zeit und konfrontiert die politische, kulturelle und ökonomische Gegenwart mit der schönsten und gleichzeitig revolutionärsten Botschaft der Weltgeschichte.

Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing und des Rowohlt.Berlin Verlages

Mit Fragen wenden Sie sich bitte an: Rowohlt. Berlin, Harriet Koehne, Tel.: 030 / 285 384 15
Email: harriet.koehne@rowohlt.de

 


 


Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
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Recht auf Krieg oder Pflicht zum Frieden?

Frühjahrstagung des Politischen Clubs

Der Irak-Krieg stellt die UNO, aber auch die atlantische Allianz und die Europäische Union auf eine bisher nicht gekannt Probe.

Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges diskutierte der Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing, Bundesminister a.D. Heiner Geißler, auf der Frühjahrstagung die Frage, wie die politischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen für eine neue Weltfriedensordnung aussehen müssen und welche Rolle Deutschland und Europa in einer erst noch entstehenden echten Völkergemeinschaft spielen sollen.

Nachfolgend einige statements.

"Weltweit werden derzeit nur rund 50 Milliarden US-Dollar zur Entwicklungshilfe ausgegeben, während allein für den Irak-Krieg mit Kosten von 200 Milliarden US-Dollar gerechnet wird", kritisierte die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), und mahnte zur Vermeidung zukünftiger Kriege eine Intensivierung der internationalen Entwicklungshilfe an.


"Die Uneinigkeit der Europäer und die Haltung der Bundesregierung haben in der Frage des Irak-Kriegs einen politischen Scherbenhaufen angerichtet", betonte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Schäuble. Deshalb müsste nach dem Ende des Krieges die Führungsstärke der USA wieder in eine weltweite "kooperative Ordnung" eingebunden werden. Nur so sei eine Abrüstung des Atomarsenals in Nordkorea und eine wirksame Bekämpfung des Terrorismus möglich.

Das von den USA im Irak-Krieg vertretene Recht auf Prävention sei "ein Rückfall in die Selbstermätigung der Staaten des 19. Jahrhunderts", erklärte der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer. Das System internationaler Beziehungen müsse den Übergang von der Epoche der Nationalstaaten zur Epoche der Weltbürgergesellschaft vollziehen. Nur so sei eine effiziente Friedenspolitik möglich.





Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Gernot Erler, vertrat den Standpunkt, dass die USA im Irak-Krieg eine neue nationale Sicherheitsstrategie erproben würden. "Erstmals nehmen sich die USA das Recht heraus, antiamerikanische Staaten wie den Irak auch dann militärisch zu entwaffnen, wenn nicht unmittelbare, sondern potenzielle Gefahr von ihnen ausgeht." Der Krieg gegen den Irak sei gegen den Willen der Mehrheit der Weltbevölkerung begonnen worden. Er stelle eine Krise des internationalen Systems dar, "deren Folgen wir nicht absehen können", so Erler.

Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
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David Wolfson, Gesandter-Botschaftsrat, Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin
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Der Botschaftsrat der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, David Wolfson, appellierte an die Teilnehmer der Tutzinger Expertentagung, das Verhalten Deutschlands gegenüber den USA zu überdenken: "Welches sind die gemeinsamen Interessen und Grundwerte beider Länder? Danach müssen wir gemeinsam nach Zukunftsperspektiven suchen."




Der iranische Journalist und Schriftsteller Faraj Sarkohi resümierte: "Die Basis für das Wiederaufleben des traditionalistischen Islams sind die ungelösten Probleme, die aus dem Widerspruch zwischen Tradition und Modernität resultieren. Aber drei weitere Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Armut und wirtschaftliche Rückständigkeit, korrupte und despotische Regierungen und die Unterstützung der Diktaturen durch westliche Regierungen."

Nähere Informationen über die Frühjahrstagung des Politischen Clubs erhalten Sie in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".



Begrüßung im Schloss: Akademiedirektor Friedemann Greiner, Minister Kurt Faltlhauser, Karin Greiner, Gastredner Hans-Jürgen Papier, Dorothea Friedrich und Landesbischof Johannes Friedrich (v.l.)
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Jahresempfang der Akademie am 30. Januar 2003

Professor Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hielt die Festrede

Die Reformfähigkeit des Staates stand dieses Jahr im Mittelpunkt des traditionellen Jahresempfangs der Evangelischen Akademie Tutzing. Etwa 400 Gäste, darunter offizielle Vertreter aus 13 Ländern, hatten an dem Festakt teilgenommen.

In seiner Festrede richtete Professor Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, einen eindringlichen Appell an das Auditorium: Er warnte nachdrücklich vor einer Entmachtung der Parlamente. Papier wandte sich besonders gegen den "ausufernden Einsatz" von Kommissionen und anderen Gremien - von der Hartz-Kommission über die Rürup-Kommission bis zum "Nationalen Ethikrat". Häufig würden dort konkrete Eigeninteressen verfolgt - für Papier ein Gefährdungspotenzial für die parlamentarische Demokratie.

Nichts hindere die Abgeordneten, ihre Mandate effektiv wahrzunehmen, sagte Papier. Offenbar habe die Entwicklung zu einer "Abstumpfung" geführt. Der Parlamentarismus müsse gestärkt werden, eventuell durch eine längere Legislaturperiode im Bundestag. Auch für eine Neugliederung des Bundesgebiets mit etwa gleich großen Ländern sprach sich Papier aus. Vor der Einführung des Volksentscheids auf Bundesebene dagegen warnte er.

(Auszug aus: Starnberger Merkur, vom 31.01.2003)



Heiner Geißler (CDU) übernimmt die Leitung des Politischen Clubs

Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner hat mit Zustimmung des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Tutzing den ehemaligen Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit, Dr. Heiner Geißler (CDU), ab dem Frühjahr 2003 zum neuen Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing berufen.

In der über 40jährigen Geschichte des Politischen Clubs übernimmt nach Klaus Bölling (SPD), Karl Moersch (FDP), Professor Dr. Kurt Sontheimer und Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP) nun ein Christdemokrat die Leitung dieser bundesweit anerkannten Einrichtung der Evangelischen Akademie Tutzing.

Heiner Geißler, Jahrgang 1930, ist examinierter Philosoph und promovierter Volljurist. Von 1977 bis 1989 arbeitete er als Generalsekretär der CDU, von 1989 bis 2000 war er Mitglied des Bundesvorstandes der CDU und von 1991 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Im Münchner Presseclub erklärte Geißler Anfang Dezember den Journalisten, dass er im Politischen Club "einen Dialog zwischen Politik, Ethik und Kultur" neu entfachen wolle. Die ethischen Maßstäbe für politisches Handeln seien "international abhanden gekommen". Politik erscheine vielen Menschen als "wetterwendisch und flatterhaft". Seine neue Aufgabe bezeichnete er als "Auszeichnung und Ehre für mich".

Geißlers erste Tagung wird sich vom 21. bis 23. März 2003 mit der Frage "Gibt es das Recht auf Krieg?" befassen. Auch im Blick auf die Gewaltfrage müsse das Verhältnis von Politik und Ethik neu bestimmt werden, sagte Geißler.

Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler, Leiter des Politischen Clubs an der Evangelischen Akademie Tutzing.
 


Leiterin der "Gauck-Behörde": Marianne Birthler.
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Wir sind ein Volk

Herbsttagung des Politischen Clubs

Die Opfer der SED-Diktatur haben nach Aussage der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler (Berlin), besonnen auf erlittenes Unrecht reagiert. Es habe nicht einen einzigen Fall gegeben, wo sich jemand nach Einsicht in seine Stasi-Akte an Denunzianten oder Peinigern gerächt habe, erklärte Birthler auf der Herbsttagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Einzelne hätten eine Anzeige erstattet oder das persönliche Gespräch mit Personen, die ihnen Unrecht getan haben, gesucht, aber auch hier habe sich gezeigt, dass die Öffnung der Stasi-Akten die Grundlage für ein "Versöhnungswerk" gewesen sei.

Birthler forderte "größtmögliche Wahrheit und Klarheit" bei der Aufarbeitung der SED- und Stasi-Diktatur. Dazu gehöre es, den Opfern - unter ihnen rund 250.000 politische Gefangene - Gelegenheit zu geben, von ihren Erfahrungen in einer Diktatur zu sprechen. Die Stasi-Unterlagen würden inzwischen von Historikern aus vielen Ländern der Welt als wichtige Dokumente der vergleichenden Diktatur-Forschung angesehen.

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel sah "beachtliche Chancen" für die neuen Bundesländer nach Aufnahme der osteuropäischen Beitrittskandidaten in die EU. Der Handel mit diesen Ländern entwickele sich erfreulich, schon jetzt sei das Volumen größer als beim Handel mit den USA.

Waigel zog eine positive Bilanz der deutschen Wiedervereinigung. Weder habe es "gesamtwirtschaftliche Verwerfungen" beim Einigungsprozess gegeben, noch habe die Einführung der D-Mark in der ehemaligen DDR diese Währung gefährdet, wie von Kritikern angekündigt. Die "Jahrhundertinvestitionen der Wiedervereinigung" hätten sich ausgezahlt.
(epd-Bayern, Nr. 91/18.11.02)



Robert Menasse mit Marie Luise Kaschnitz-Preis ausgezeichnet

Jens Jessen (Die ZEIT) hielt die Laudatio

Redakteur Jens Jessen (Die ZEIT) nahm seine Zuhörer erst einmal mit ins alte Griechenland zu Thukydides, der von der kritischen Geschichtsschreibung als Ahnherr verehrt wird. Erstaunlich schnell spannte er dann den Bogen über Sallust, Dostojewski und Hannah Arendt hin zum Ziel seiner Rede: Robert Menasse. Der österreichische Romancier und Essayist erhielt am 10. November 2002 den Marie Luise Kaschnitz-Preis, der von der Akademie verliehen wird.

Geehrt wurde sein Gesamtwerk, insbesondere aber sein bei Suhrkamp erschienener Roman "Die Vertreibung aus der Hölle". Der 1954 in Wien geborene Schriftsteller hat seine "unheimliche Heimat", die schwierige Identitätssuche der Österreicher, zu einem bevorzugten Thema seiner Essays gemacht.
In seinem neuesten Roman verknüpft der Autor zwei Biografien: die des Rabbis Samuel Manasseh Ben Israel, Lehrer Spinozas, der als Kind mit seinen Eltern vor der Inquisition nach Amsterdam flüchten musste, mit der eines jungen Historikers im heutigen Österreich, Viktor Abravanel, der aus einer Familie von Nazi-Opfern stammt.

Im Mittelpunkt seines Werkes steht die Frage, wie wir mit unserer Geschichte umgehen. "Wir sehen, wenn wir in den Spiegel der Geschichte blicken, nur unser eigenes Gesicht", formulierte es der Autor einst selber. Und dies sei es auch, was den österreichischen Schriftsteller mit Marie Luise Kaschnitz verbinde, stellte Akademiedirektor Friedemann Greiner bei der Preisverleihung fest. Denn für sie habe Vergangenheitsaufarbeitung immer zwangsläufig auch zu Gesellschaftskritik geführt.
(Auszug aus: Starnberger Merkur vom 11.11.2002)

Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) überreichte die Urkunde an den in Wien lebenden Romancier und Essayisten Robert Menasse.
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Vor der Preisverleihung im Tutzinger Schloss stellten sich zum Fototermin: Akademiedirektor Friedemann Greiner, Daniel und Elena Barenboim, Außenminister Joschka Fischer und Karin Greiner (v.l.)
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Verleihung des Toleranz-Preises an Daniel Barenboim

Außenminister Joschka Fischer hielt die Laudatio

Weil er in seiner Person und seinem künstlerischen Wirken zum Ausdruck bringe, was unter Toleranz zu verstehen sei, wurde der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim am 3. November 2002 mit dem Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet. Die Laudatio auf den Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper hielt vor mehr als 200 geladenen Gästen im Tutzinger Schloss Außenminister Joschka Fischer.

In seiner Begrüßungsrede wies Akademiedirektor Friedemann Greiner darauf hin: "Wenn es eine Übereinkunft zwischen uns Menschen über alle Grenzen hinweg geben muss, die für unser Überleben, für ein Zusammenleben in Achtung und Respekt voreinander bürgt, dann ist dies die Einsicht, der unbedingte Wille zur Toleranz."
Barenboim, Jude und israelischer Staatsbürger, gebe durch sein Wirken Anstöße, sagte Greiner als Vorsitzender der Jury, die die Entscheidung einstimmig getroffen hatte. Barenboim habe 1999 in Weimar ein jüdisch-arabisches Jugendorchester gegründet und erklärt, dass dieses Orchester zwar nicht den Nahost-Konflikt lösen, das gemeinsame Musizieren aber das Leben verändern werde.

Minister Fischer würdigte den Künstler in seiner Festrede als einen "Weltbürger durch und durch". Barenboim lasse "über die Musik Menschlichkeit" entstehen und vermittle "eine gemeinsame Sprache ohne politische Belastungen".

Preisträger Barenboim meinte, er habe den Preis nicht verdient: "Ich tue nur das, wovon ich überzeugt bin - wie in der Musik."
(Ausschnitt: Süddeutsche Zeitung (Sta.), vom 4.11.2002



Wohin gehen wir

Symposion zum 90. Geburtstag von Carl Friedrich von Weizsäcker

Am 28. Juni 2002 feierte der Physiker, Philosoph, Friedensforscher und Politiker Carl Friedrich von Weizsäcker seinen 90. Geburtstag. Seit Jahrzehnten setzt er sich für eine Gesamtschau von Naturwissenschaften, Philosophie, Theologie und Politik ein und hat es immer als sein Lebenswerk angesehen, durch theoretische Reflexion und wissenschaftliche Forschung auf die Politik einzuwirken.

Den neunzigsten Geburtstag von Carl Friedrich von Weizsäcker nahm die Evangelische Akademie Tutzing zum Anlass, ihren Dank bei einem der herausragendsten Vordenker und Begleiter unserer Zeit abzustatten.

"Wohin gehen wir?" - so lautete der Titel des Symposions, das ihm zu Ehren Auskunft auf die Frage erteilen sollte, "wie sich uns selbst unser Schicksal und unsere Aufgabe darstellt".

Während des Symposions: Carl Friedrich von Weizsäcker bei einem Gang durch den Schlosspark der Akademie.
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Michel Friedman: "Zivilisation ist etwas Anstrengendes".
 
Michel Friedman hielt Kanzelrede

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, hielt auf Einladung der Evangelischen Akademie Tutzing am Sonntag, den 9. Juni 2002, die Kanzelrede in der Erlöserkirche München-Schwabing. Das Sonntagsblatt berichtete:

Michel Friedman, der auf dieser Kanzel keineswegs arrogant und unter dem Schlussapplaus gar demütig-dankbar wirkte, bringt einen Schlüsselsatz, den er von seiner Mutter gelernt hat, gleich mehrmals in seiner rhetorisch brillianten Rede unter: "Der Hassende ist vergifteter als der Gehasste, denn er muss 24 Stunden am Tag mit seinem Hass leben." 48 Angehörige seiner Familie sind im KZ umgekommen, seine Eltern haben - dank Schindlers Liste - überlebt.
Also ist der Spruch "Ich hätte doch als Einzelner nichts tun können" eine feige Ausrede. Der Einzelne kann - Friedmans Credo - durchaus etwas verändern. Schlüssel zur Weltveränderung und Gegenmodell zum Hass ist für ihn der Respekt vor den anderen. Er sei, auch wenn man ihn deshalb für naiv halten mag, "zutiefst davon überzeugt", dass der "Respekt zwischen den Menschen" eine "verwirklichbare Aussage ist".
(Sonntagsblatt, 16.6.2002)



Mehr Nachhaltigkeit und kritische Reflexion in der Auslandsberichterstattung forderte Sonia Mikich, "Monitor"-Chefin beim WDR.
 
Nur Kriege, Krisen, Katastrophen?

Auslandsberichterstattung im deutschen Fernsehen - 21. Tutzinger Medientage

Der Aktualitätsdruck und die enorme technische Beschleunigung machen den Fernseh-Korrespondenten immer mehr zu schaffen. Oft haben wir "keine Zeit mehr zu zweifeln", beklagte die Chefin von Monitor, Sonia Mikich, auf den Tutzinger Medientagen.
Das führe dazu, dass Nachrichten nicht sorgfältig genug geprüft und oft einfach schnell übermittelt werden, damit man gegenüber der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen gerät. Ein anderes Problem bestehe darin, dass vor allem das Privatfernsehen "emotionalisierte" Nachrichten bevorzugt, also Berichte, die stärker das Gefühl des Zuschauers ansprechen.
"Ausland muss knallen". Wenn das Thema mit Krieg, Katastrophe, Krise oder Krankheit nichts zu tun hat, finde es selten einen Platz im Hauptprogramm. Rein sachliche Informationen und Hintergründe werden immer häufiger zurückgedrängt.
(aus: Christ in der Gegenwart, Nr. 24, 16.6.2002)



Bundesinnenminister Otto Schily auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs.
 
Frühjahrstagung des Politischen Clubs

Mit- statt Nebeneinander

Deutschland habe sich "international als Integrationsland einen Namen gemacht", sagte Bundesinnenminister Otto Schily bei der Frühjahrstagung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Dieses Verdienst könnten auch die "bedauerlichen Übergriffe gegen ausländische Mitbürger" nicht schmälern.
Der SPD-Politiker forderte ein "Miteinander" und nicht nur ein "Nebeneinander" der kulturellen Milieus in Deutschland. Dies könne nur erreicht werden, wenn die in Deutschland Geborenen ebenso wie die Zugewanderten interkulturelle Kompetenz erwerben und sich "im Dialog auch grundsätzlich in Frage stellen lassen", so Schily weiter.
Schließlich warnte er die Muslime ebenso wie die Vertreter anderer Religionen davor, "einen Zaun um ihre Grundpositionen zu ziehen."
(Starnberger Merkur, 18.03.2002)



Die Feministin Alice Schwarzer und die algerische Abgeordnete Khalida Messaoudi (re.).
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Plädoyer für ein Ende der falschen Toleranz

Alice Schwarzer eröffnet Tagung "Frauen und der Fundamentalismus" in der Evangelischen Akademie Tutzing

"Frauen und der Fundamentalismus" hieß die Tagung in der Evangelischen Akademie Tutzing, zu der die feministische Journalistin und Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer die Einführung sprach.
Ihre Kernthese, niedergelegt auch in dem druckfrischen Buch "Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz": Deutschland ist zur internationalen Drehscheibe des islamischen Fundamentalismus geworden. Unter dem Deckmantel einer falsch verstandenen Toleranz würden Gruppen geduldet oder gar gefördert, die weltweit Terror säen.
. . .
Was Alice Schwarzer einfordert, ist: "Das Ende der falschen Toleranz, und den lebensnotwendigen Anfang von Genauigkeit". Diese Frage werde entscheidend sein für das neue Jahrhundert. "Andere Kulturen, andere Sitten", dieses Motto führe direkt in die Kulturfalle. Denn: "So wahnsinnig unterschiedlich sind wir nicht". Eine Kampfansage an fundamentalistische Gruppen in Deutschland und diejenigen, die sie dulden, ganz im Stil der streitbaren Emma-Kultur.
. . .
Durch Alice Schwarzer konnte auch Khalida Messaoudi als Referentin für die Tagung gewonnen werden, die algerische Abgeordnete, über die die Islamische Heilsfront 1993 eine Fatwa verhängte. Messaoudi musste "sieben Jahre jeden Tag lang in einem anderen Haus übernachten", sagt Schwarzer, "und hat überlebt. Ein Triumph."
(Claudia Tieschky, SZ, Ausg. Starnberg, 4.3.2002)

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Amos Oz, Mitbegründer der bedeutendsten Friedensbewegung in Israel "Shalom Ashav" und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, hielt die Festrede auf dem Jahresempfang der Akademie
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Jahresempfang der Akademie am 16. Januar 2002

Der israelische Schriftsteller Amos Oz hielt die Festrede

Mehr als 500 Gäste konnte gestern Abend der Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, Friedemann Greiner, beim festlichen Neujahrsempfang im Schloss begrüßen. Neben Innenminister Günther Beckstein und Landesbischof Johannes Friedrich war auch der israelische Schriftsteller Amos Oz gekommen. Oz hielt auch die Ansprache, die er unter das Thema "Wie man Fanatiker kuriert" stellte.
In allen Reden wurde noch einmal an die Terroranschläge vom 11. September erinnert. Akademiedirektor Greiner warnte davor, den Glauben von Christen, Juden und Muslimen allein den Fundamentalisten zu überlassen. ... Landesbischof Friedrich betonte, das in der "Achtung unterschiedlicher Religionen" der Schlüssel zum Frieden liegt, während Minister Beckstein die Kirchen aufforderte, sich an der dringend notwendigen Diskussion "Integration, wohin?" zu beteiligen.
"Der Fanatismus beginnt zu Hause", sagte Amos Oz in seiner Ansprache. Er beginne mit dem Drang, jemand zu verändern, mit dem Drang, sich zu opfern. Ein Heilmittel für den Fanatismus sieht der Autor im Humor. "Ich habe nämlich noch nie einen Fanatiker mit einem Sinn für Humor gesehen", sagte Oz. ...
Er ging auch auf den Konflikt im Nahen Osten ein. Dort sieht Oz nur eine Lösung: "Beide Völker wissen in ihrem Innersten, dass es am Ende einen Kompromiss geben wird, eine Zweistaatenlösung - Israel neben Palästina." Der zweite Schritt wäre ein gemeinsamer Markt für den nahen Osten und der dritte Schritt ein gemeinsames Denkmal für die vergangene Torheit beider Staaten.
(Süddeutsche Zeitung, Starnberg, 17.01.2002)

Die Festrede von Amos Oz erhalten Sie hier:

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TUTZINGER MANIFEST

für die Stärkung der kulturell-ästhetischen Dimension von Nachhaltigkeit

Hervorgegangen aus der Tagung "Ästhetik der Nachhaltigkeit" in der Evangelischen Akademie Tutzing (April 2001) ist das TUTZINGER MANIFEST eine zivilgesellschaftliche Initiative zur Stärkung der kulturell-ästhetischen Dimension von Nachhaltigkeit.

Das Manifest fordert die nationale und internationale Nachhaltigkeitspolitik auf, sich mehr als bisher den gesellschaftlichen Entwicklungspotenzialen von Kultur, Ästhetik und Kunst zu öffnen. Denn der Erfolg des Jahrhundertprojektes Nachhaltigkeit dürfte entscheidend davon abhängen, ob und wie weit es künftig gelingt, neben naturwissenschaftlichen, sozial- und wirtschaftspolitischen Konzepten auch kulturell-ästhetische Gestaltungskompetenzen substanziell in die Umsetzungsstrategien einzubeziehen.

Mit Ihrer Unterschrift und der Weiterverbreitung des Aufrufs TUTZINGER MANIFEST tragen Sie dazu bei

- Nachhaltigkeit im öffentlichen Bewusstsein verstärkt als eine kulturelle Herausforderung erkennbar zu machen und

- Nachhaltigkeitspolitik und Kulturpolitik enger miteinander zu verknüpfen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Kulturpolitische Gesellschaft

 


Die frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer im Gespräch mit Cornelia Schmalz-Jacobsen, Leiterin des Politischen Clubs.
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Stolz, Vaterlandsliebe und viele Missverständnisse

Herbsttagung des Politischen Clubs 2001

Politiker aller Bundestagsparteien haben auf der Herbsttagung des Politischen Clubs an der Evangelischen Akademie Tutzing davor gewarnt, bei der Bundestagswahl das Thema "Nationalstolz" den Rechtsradikalen zu überlassen.
Der Nationalstaat sei die noch notwendige Klammer für Demokratie, Rechtssicherheit und Menschenrechte, betonte der frühere CDU-Innenminister Wolfgang Schäuble. Vaterlandsliebe und Patriotismus motiviere im Übrigen viele Menschen, sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen.

Die frühere Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Bündnis90/ Die Grünen) erklärte, viele Linke hätten nach Jahren der Auseinandersetzung mit der deutschen faschistischen Vergangenheit ein "entspannteres Verhältnis zu Deutschland" gefunden. Sie selbst sei stolz darauf, "meinem Land in einer hohen Position gedient und es im Ausland vertreten zu haben".
(epd-Bayern, Nr. 93 / 19.11.01)

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Akademiedirektor Friedemann Greiner würdigte Hildegard Hamm-Brücher bei der Verleihung des "Tutzinger Löwen" als streitbar, weltoffen und tolerant.
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Hildegard Hamm-Brücher mit "Tutzinger Löwen" geehrt

Mit dem "Tutzinger Löwen" ist die FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher ausgezeichnet worden. Die 80-jährige Politikerin ist die dritte Persönlichkeit nach Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und dem ehemaligen Landesbischof Hermann von Loewenich, die die Auszeichnung erhalten hat.
Der Bronzelöwe der Evangelischen Akademie Tutzing steht für Toleranz und Weltoffenheit. Die Auszeichnung wurde anläßlich einer gemeinsamen Tagung mit der Theodor-Heuss-Stiftung überreicht, deren Vorsitzende Hamm-Brücher ist.
Die Tagung stand unter dem Thema "Für Demokratie bürgen". Die liberale Politikerin war 1957 zum ersten Mal als Referentin in der Evangelischen Akademie Tutzing aufgetreten, erinnerte Akademiedirektor Friedemann Greiner. Laudator Christoph Lindenmeyer hob ihre Fähigkeit hervor, Menschen zusammenzubringen (Münchner Merkur, 28.5.2001).



 


 

Einladung zur
Präsentation und zu Führungen

Blockheizkraftwerk
in der Evangelischen Akademie Tutzing
Donnerstag 31. Mai, 2001

Bereits in der zweiten Hälfte der 80er Jahre begann die Evangelische Akademie Tutzing, wirtschaftliches und ökologisches Handeln in ein langfristig angelegtes Energiekonzept zusammen zu führen. Im Zug der anstehenden Erneuerung der Heizungsanlage konnte nunmehr das lange geplante Konzept eines Blockheizkraftwerkes realisiert werden.
Die Akademie stellt dieses als einen Beitrag ihrer Verantwortung im Rahmen der lokalen Agenda 21 einer interessierten Öffentlichkeit vor und bietet dazu Führungen und eine Informations-veranstaltung an. Einrichtungen und Firmen, die ebenfalls derartige Vorhaben überlegen bzw. daran interessiert sind, laden wir ebenso herzlich ein wie darüber hinaus interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Dr. Friedemann Greiner, Direktor

Dr. Martin Held, Studienleiter

Martin Kurz, Verwaltungsleiter


Lesen Sie einen Bericht über das Blockheizkraftwerk, den der Architekt Goetz von Ranke verfasst hat:

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Die Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth, referierte über die Einwanderungspolitik
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Einwanderung und Einwanderungspolitik

Politischer Club

Auf der Frühjahrstagung des Politischen Clubs an der Evangelischen Akademie Tutzing sprach sich die Vorsitzende der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, Rita Süssmuth (CDU), dafür aus, alle Ausländer zum Deutschkurs zu verpflichten. "Wer auf Dauer hier leben möchte, muss auch Deutsch lernen, und da dürfen wir nicht von jeder Verpflichtung absehen".

Diese Pflicht solle für Neuankömmlinge ebenso gelten wie für schon lange in Deutschland lebende Ausländer. Integration sei kein einseitiger Prozess. "Integration bedeutet nicht Unterwerfung unter eine so genannte Hauptkultur, sondern das langwierige und beiderseitige Einüben ins Zusammenleben", betonte die frühere Präsidentin des Deutschen Bundestags.

(Süddeutsche Zeitung, 19.03.01)



Das Erbe von 68

Die Debatte um die Vergangenheit des deutschen Außenministers ist zu einem Streit darüber geworden, wie die politischen Widerstandsstrategien der 68er-Generation einzuordnen und wie ihre Ziele und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft zu bewerten sind.
Zu fragen ist nach einer differenzierten Beurteilung des Erbes von 68, nach der Relation bestimmter politischer Zwecke zu damit einhergehenden Auseinandersetzungsformen. Zu fragen ist ebenfalls, inwieweit Menschen die Korrektur eigener politischer Positionierung und die Klärung ihrer persönlichen Identität glaubwürdig und produktiv auch in der Zukunft in den demokratischen Prozess einbringen können.

Über die "Revolution" der 68er und die politischen Folgen diskutieren in der Zeit vom
31. März 2001, 15.00 Uhr, bis 1. April, 13.00 Uhr, in der Evangelischen Akademie Tutzing:

Dr. Heiner Geißler, MdB, Bundesminister a.D.
Dr. Konrad Adam, Chefkorrespondent "Die Welt"
Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter der Französischen Grünen
Prof. Dr. Hans Mommsen, Historiker
Thomas Schmid, Politischer Redakteur der FAZ
Dr. Friedbert Pflüger, MdB, Vorsitzender des Europaausschusses im Deutschen Bundestag
Claudia Roth, MdB, des. Parteivorsitzende B90/Die Grünen
Prof. Dr. Johano Strasser, Generalsekretär PEN-Club
Moderation: Dr. Friedemann Greiner, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Ihre Anmeldung nimmt
Christine Schesch: Tel.: 08158 / 251-121 gerne bis zum 23. März 2001 entgegen.

Teilnahmebeitrag DM 70,-
Vollpension im EZ DM 91,-
Vollpension im DZ DM 81,-
Verpflegung
(o. Frühst.) DM 35,-

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Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter der Französischen Grünen
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Dr. Heiner Geißler
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Renaissance der Religionen

Zwischen Kulturkampf und Versöhnungsarbeit

Die Kirchen sehen sich in der Zeitenwende herausgefordert, ihre öffentliche Rolle in der Gesellschaft zu überprüfen und neu zu bestimmen. Es ist eine grundsätzliche Auseinandersetzung darüber zu führen, vor welchen Zukunftsaufgaben die Kirchen stehen. Welches kirchliche Selbstverständnis muss formuliert werden, um im Blick auf die vielfältigen Wandlungsprozesse im kommenden Jahrzehnt wegweisende Perspektiven geben zu können?

In der Tradition einer wieder zu entdeckenden protestantischen Disputationskultur laden die Evangelische Akademie Tutzing und die Bertelsmann Buch AG in der Gesprächsreihe "disputationes" zu einem Disput ein zwischen:

Dr. Heiner Geißler, MdB, Bundesminister a.D.

Dr. Josef Joffe, Herausgeber und Chefredakteur "Die ZEIT"

Gesprächsleitung:
Dr. Friedemann Greiner, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

SONNTAG, 18. Februar 2001, 11.30 Uhr
in der Erlöserkirche an der Münchner Freiheit.

Der Eintritt ist frei !
Nähere Informationen erhalten Sie hier:

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Orientierung für die Zukunft

Bildung im Wettbewerb

Zu diesem Thema veranstaltet die Evangelische Akademie Tutzing und die Alfred Herrhausen Gesellschaft für internationalen Dialog ein Abendforum, das am 15. Februar 2001, um 18.00 Uhr, im Tutzinger Schloss stattfinden wird.

Begrüßung: Dr. Friedemann Greiner, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing

Einführung: Dr. Rolf-E. Breuer, Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank AG

Es sprechen:
Wolfgang Clement, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident des Freistaates Bayern

An der Veranstaltung nehmen geladene Gäste teil. Über die Ergebnisse der Disputation werden wir Sie auf unserer homepage informieren.

Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident des Freistaates Bayern
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Bundeskanzler Gerhard Schröder und Akademiedirektor Friedemann Greiner
 
Bundeskanzler zu Gast in Tutzing

Gerhard Schröder hielt Festrede auf dem Jahresempfang der Akademie

Einen Termin bei der bayerischen SPD musste Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) aus Zeitgründen platzen lassen, seinen kurz danach terminierten Auftritt beim Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing wollte er sich aber nicht nehmen lassen.
Der Kanzler hatte viel Lob für die Akademie übrig. Als "geistiges Zentrum der Landeskirche" und als Forum für den Dialog zwischen verschiedenen Kulturen, Religionen, gesellschaftlichen Gruppen und politischen Positionen sei sie eine "besonders renommierte Adresse mit fast schon legendärem Ruf". Offenbar gelinge der politische und gesellschaftliche, möglicherweise auch der herrschaftsfreie Diskurs in der Gegend am Starnberger See besser als anderswo, so Schröder.
Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) erklärte, die Akademie habe mit der Förderung des religiösen und gesellschaftspolitischen Dialogs "beachtliche Zeichen" gesetzt. Der Minister würdigte die hohe Qualität der Akademiearbeit, die insbesondere von Fairness und Toleranz geprägt sei.
Landesbischof Johannes Friedrich bezeichnet die Tutzinger Akademie als einen "herausragenden Ort der politischen Kultur in Deutschland".
Akademiedirektor Friedemann Greiner zufolge fanden im vergangenen Jahr 264 Veranstaltungen, Tagungen und Gasttagungen statt, durch die über 22.000 Menschen erreicht wurden.
(epd, Nr. 04 / 18.01.01)



Wulf Kirsten in seinem Arbeitszimmer
 
Wulf Kirsten mit Marie Luise Kaschnitz-Preis ausgezeichnet

Am Sonntag, den 19.11.2000, erhielt der Lyriker Wulf Kirsten den mit 15.000 Mark dotierten Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing.

In seiner Dankesrede kritisierte Kirsten den von CDU/CSU in die Diskussion gebrachten Begriff der deutschen "Leitkultur". Es lasse ihn nicht gleichgültig, "wenn Politiker von einer deutschen Leithammelkultur schwärmen". Diese müsste dann wohl folgerichtig auch von einer Leitstelle aus dirigiert werden - ähnlich einer als Rechtschreibreform ausgegebenen und ministeriell abgesegneten Anordnung. "Zuvor wünschte ich mir eine öffentliche Veranstaltung, in der sich politische Leitfiguren zur deutschen Kultur befragen ließen", sagte der Lyriker.

Peter Hamm würdigte in seiner Laudatio den "Steinmetzsohn aus dem Sächsischen" als einen Dichter, dessen eigentliches Element das "Schwere" sei. In seinen von Schwermut gesättigten Gedichten sei das Wort Mut noch nicht untergegangen. In seinem Gedicht "dorf" habe er allen in der DDR geschleiften Dörfern ein Denkmal gesetzt. Kirstens gesammeltes lyrisches Werk zehrten von seiner Erinnerung an das Kindheitsland - das Land der Elbhöhen Zwischen Dresden und Meißen. (Starnberger Merkur, 20.11.2000)



Neue Klasse für die Politik - Herbsttagung des Politischen Clubs

Instrumente gegen die Allmacht der Ewig-Mandatsträger schaffen

Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs plädierte Gunda Röstel (Bündnis 90/Grüne) dafür, plebiszitäre Elemente auf Bundesebene zu realisieren. Eine weltweite Bürger-Emanzipation werde momentan nicht genügend berücksichtigt, sagte Röstel. Sie nannte in diesem Zusammenhang die Bürgerbewegungen in Osteuropa und der ehemaligen DDR, den "Bürgermut" der Menschen in Belgrad sowie das ökologische und soziale Engagement vieler Jugendlicher.
Die frühere Bundes-Vorsitzende der Bündnisgrünen sprach sich auch dafür aus, Bürger verstärkt bei Abstimmungen auf der kommunalen Ebene miteinzubeziehen, beispielsweise, wenn es um kommunale Großprojekte oder Kreditaufnahmen gehe. Außerdem sollten Bürger die Listenaufstellungen bei Wahlen auf Europa- und Bundestagsebene maßgeblich beeinflussen können. "Es müssen Instrumente geschaffen werden, um die graue Allmacht der Ewig-Mandatsträger abzuschaffen", stellte sie fest. (epd, Nr. 91, 13.11.00)

Gunda Röstel, Bündnis 90 / Die Grünen
 


Dr. Guido Westerwelle, Generalsekretär der FDP
 

Für Politik bei Big-Brother geworben

FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle hat seinen Auftritt bei Big-Brother verteidigt. Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs sagte Westerwelle: "Wir müssen neue Wege gehen, um unpolitische Jugendliche zu erreichen". Die Hälfte der Jugendlichen gehe nicht mehr zu Landtags- und Kommunalwahlen, zuweilen seien es sogar zwei Drittel. Deshalb sei es notwendig, die Jugendlichen dort aufzusuchen, wo sie auch tatsächlich sind.
Nach dem Auftritt bei 'Big-Brother' habe er hunderte von Briefen bekommen, in denen viele Fragen zur FDP gestellt worden seien. Politiker dürfen Orte nicht meiden, wo solche Fragen auftreten, sagte der Generalsekretär. Politik dürfe nicht nur für eine Informationselite gemacht werden. (epd Nr. 91, 13.11.00)



Welche Eliten für welche Gesellschaft?

So lautete das Thema einer Tagung, zu der das 'Forum für Junge Erwachsene' der Evangelischen Akademie Tutzing gemeinsam mit dem Cusanuswerk und dem Evangelischen Studienwerk im Juli 2000 nach Tutzing eingeladen hatte.
Den Vortrag von Wolfgang Schäuble mit dem Titel "Wieviel Konsens braucht die Wettbewerbsgesellschaft?" können Sie hier nachlesen:

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Dr. Wolfgang Schäuble, MdB, Mitglied des Präsidiums der CDU
 


Begrüßung: Prinz Hassan von Jordanien und Bundespräsident a.D. Roman Herzog im Schlosshof der Akademie.
 
Verleihung des Toleranzpreises an Bundespräsident a.D. Roman Herzog

Die Laudatio hielt Prinz Hassan von Jordanien

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog erhielt am 14. Mai 2000 den „Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing“. Diese erstmals verliehene und mit 20.000 DM dotierte Auszeichnung solle an Persönlichkeiten gehen, die den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen maßgeblich förderten, sagte Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) bei der Preisverleihung.

Prinz Hassan von Jordanien würdigte Herzog in seiner Laudatio als einen „Mann von Respekt“, dessen Beiträge auf akademischem Gebiet und in religiösen Fragen für Deutschland einzigartig seien.

In seiner Dankesrede bezeichnete Herzog gegenseitige Toleranz als eine Frage der Würde des Menschen. Die Toleranz zwischen Weltanschauungen und Religionen sei „Voraussetzung und Instrument einer menschenwürdigen Weltpolitik“.

Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) überreicht die Urkunde an Bundespräsident a.D. Roman Herzog. Im Hintergrund: Prinz Hassan von Jordanien.
 
Protokollarisches: ein gemeinsamer Spaziergang der Gäste durch den Schlosspark zum Ufer des Starnberger Sees.
 



 


 
Bundespräsident zu Gast in Tutzing

Johannes Rau hielt am 19. Januar 2000 den Festvortrag auf dem Jahresempfang der
Evangelischen Akademie Tutzing

Wiederum hatten Honoratioren aus Politik, Kirche
und Gesellschaft am 19. Januar
an dem traditionellen Jahresempfang der
Evangelischen Akademie Tutzing
teilgenommen.
Akademiedirektor Friedemann Greiner (re.) verwies nicht ohne Stolz darauf,
dass die Akademie im vergangenen Jahr 111 eigene und 150 Gastveranstaltungen
angeboten habe, an denen mehr als 20.000 Besucher teilnahmen. Landesbischof Johannes
Friedrich (li.) wünschte der Akademie Erfolg darin, den Menschen dabei zu helfen, den
Blick notwendigerweise "von uns weg hin zu Christus zu richten". Bundespräsident
Johannes Rau lobte die Akademie als einen Ort, an dem man "neue
Gedanken ausprobieren oder auch an alte, vielfach vergessene Gedanken erinnern"
könne.