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| In seiner Laudatio würdigte der Großmufti von Bosnien-Herzegowina, Mustafa Ceric, die von Bundesminister Wolfgang Schäuble geschaffene Islamkonferenz als „professionell“ und „realitätsnah“. Die Initiative „ist ein Signal dafür, dass Politik und Gesellschaft erkannt haben, dass Muslime ein wesentlicher und dauerhafter Bestandteil von Deutschland und Europa sind.“ |
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| Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nahm am 1. Juni 2010 den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing in Berlin entgegen. Die Auszeichnung wurde ihm von Akademiedirektor Friedemann Greiner überreicht. |
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"Von der Duldung zum Respekt"
Verleihung des Toleranzpreises an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble
Am 5. Mai 2010 verlieh die Evangelische Akademie Tutzing ihren Toleranz-Preis an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble – allerdings in dessen Abwesenheit, da sein Flugzeug aufgrund schlechter Bodensicht nicht landen konnte und nach Berlin umkehren musste.
Der Minister hat wesentlich dazu beigetragen – so das Urteil der Jury – „das Verhältnis zwischen Staat und Muslimen auf eine tragfähige Grundlage zu stellen und einen offenen Diskussionsprozess anzustoßen, der für die Werte der eigenen Gesellschaft wirbt und zugleich offen ist für das Fremde“.
Lesen Sie nachfolgend die Begrüßungsansprache von Akademiedirektor Greiner sowie die Laudatio von seiner Hoheit Mustafa Ceric, Grand Mufti of Bosnia and Herzegovina:
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Was hält die Gesellschaft zusammen?
Frühjahrstagung des Politischen Clubs
Oben und unten, arm und reich, beschäftigt oder arbeitslos – die Gesellschaft driftet auseinander. Vorsicht ist geboten: Die Zweiteilung der Gesellschaft kann den sozialen Frieden empfindlich stören und für das friedliche Zusammenleben der Bürger zu einer ernsten Gefahr werden. Die Achtung der Mitmenschen droht zu sinken und die Demokratie insgesamt erleidet dann Schaden.
Auf der von Bundesminister a.D. Hans Eichel geleiteten Frühjahrstagung des Politischen Clubs gingen Politiker, Gewerkschafter, Arbeitgeber und Kirchenvertreter der Frage nach, was die Gesellschaft im Innersten zusammenhält. Welche Bindekraft besitzen die Großorganisationen – Volksparteien, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Kirchen – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Lesen Sie nachfolgend Auszüge aus dem Vortrag von Präses Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der EKD:
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| Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider kritisierte die aktuelle Hartz-IV-Debatte als falsch und „lautsprecherisch“. Anstatt darüber nachzudenken, wie Menschenwürde und mehr Bildungsgerechtigkeit in die Hartz-IV-Gesetze eingebracht werden könnten, reduzierten die Politiker die Diskussion auf das Lohn-Abstands-Gebot und die Aussage „Dafür haben wir kein Geld.“ |
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| Klaus Schüler (li.), Bundesgeschäftsführer der CDU Deutschlands, sah Hoffnung für die Zukunftsfähigkeit der Volksparteien, denn "keine anderen gesellschaftlichen Institutionen haben das grundsätzliche Potenzial, eine solche breite Integrationswirkung auszuüben." |
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Damit ihr Hoffnung habt
2. Ökumenischer Kirchentag
Der 2. Ökumenische Kirchentag war wiederum ein gesamtkirchliches Großereignis, bei dem kein Thema ausgespart wurde. Alle gesellschaftspolitischen Fragen kamen auf den Prüfstand und wurden kontrovers erörtert: nicht nur die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, der Turbo-Kapitalismus und die Finanzkrise, sondern auch die bunte Vielfalt des Glaubens und der vielfach geäußerte Wunsch nach einem gemeinsamen Abendmahl.
Dem brisanten Thema „Bildung ist mehr ...“ hatten sich die Evangelischen und Katholischen Akademien in Deutschland zugewandt. In der Aula der Münchner Hochschule für Philosophie diskutierten Experten über „Schule und G8-Reform“ sowie über „Hochschulen und Bologna-Reform“. Lesen Sie nachfolgend Auszüge aus den Beiträgen von Oberkirchenrat Jürgen Frank, Leiter der Abteilung Bildung im Kirchenamt der EKD, sowie von Professor Peter Gritzmann, Vizepräsident der TU München:
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| „Wenn unter den Bedingungen von G8 Kinder gepresst und in ihrer Entfaltung beschnitten werden und eine mehrdimensionale Bildung zum eindimensionalen Wissenserwerb wird, dann hat die G8-Reform im Aufmerksamkeitshorizont des Evangeliums ‚die Liebe nicht’, resümierte Oberkirchenrat Jürgen Frank (re.), Leiter der Abteilung ‚Bildung’ im Kirchenamt der EKD |
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| „Die Umstellung auf das Bachelor/Master-System fordert die Universitäten heraus, sich Gedanken über ihre Strukturen und Organisation, über ihre Inhalte und ihre Mitarbeiter zu machen“, erklärte Professor Peter Gritzmann, Vizepräsident der TU München, und wies damit auf die Vorteile und Chancen des Bologna-Prozesses hin. |
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Das Verbrechen
Kriminalität im Schatten der Gesellschaft
Seit Menschengedenken gibt es Mord und Totschlag auf dieser Erde. Gewalt, Destruktivität und Hass finden sich schon im Alten Testament und sind bis zum heutigen Tag nicht aus dieser Welt verschwunden. „Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?“, fragte Georg Büchner in seinem „Dantons Tod“. Die Antwort darauf bleibt offen.
Studienleiter Jochen Wagner und Gero Kellermann, Dozent für Staats- und Verfassungsrecht an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, hatten Psychologen, Rechtswissenschaftler, Kommissare und Journalisten an den Starnberger See eingeladen, um dem komplexen Phänomen des Verbrechens auf die Spur zu kommen. Lesen Sie nachfolgend einen Auszug aus dem Eingangsreferat, das der Rechtswissenschaftler Professor Bernhard Haffke gehalten hatte:
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| In der biblischen Darstellung erschlug Kain seinen jüngeren Bruder Abel. Damit wurde Kain – laut Bibel und Koran – zum ersten Mörder in der Menschheitsgeschichte. |
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| Wie hilft man 37 Kindern aus 9 Nationen, zu toleranten und starken Persönlichkeiten heranzuwachsen? Wie kann man Schülern, die noch nicht einmal rückwärtslaufen können, das Subtrahieren vermitteln? Wie kann an einer Grundschule mit einem Migrantenanteil von 85 Prozent Integration gelingen? |
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| Das Wir-Gefühl stärken durch Tanz und Bewegung. „Ey Mann, wir sind die coolen Kids aus Essen, klar?“ |
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Alle für einen
Kinder gegen Mobbing
„Ene, mene, mu und raus bist Du!“ Den Abzählreim im Spiel kennt jedes Kind. Aber manchmal bleibt es nicht beim Spiel. Manchmal ist man ganz schnell raus und gehört nicht dazu. Manche, weil sie seltsam reden. Ein anderer, weil er nicht ganz so sportlich ist. Oder weil er eine komische Mütze trägt. Oder einfach so. Wie kann Mobbing unter Kindern wirksam begegnet werden?
Petra Schnabel, Leiterin des Jungen Forums an der Akademie, erörterte in der Kinderakademie wie man es schaffen kann, dass alle dazugehören und was Lehrer wie Kinder dafür tun können.
Im deutschsprachigen Raum gibt es ein einzigartiges Projekt, das gewaltpräventive Aspekte in sich trägt, deeskalierend wirkt und Möglichkeiten eröffnet, Kinder mit Musik, Tanz und Bewegung in ihrer Persönlichkeit zu stärken: ReSonanz & AkzepTanz. Professor Klaus Feßmann stellte mit Professorin Petra Sachsenheimer und dem Studierenden Marco Stahel dieses Projekt vor. Nachfolgend sein Bericht:
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Kinderarmut in Deutschland
Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in relativer Armut. Kinder in Armut machen oft keinen Schulabschluss, besitzen keine berufliche Ausbildung und sind ohne Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Die nächste Generation Hartz-IV-Empfänger tritt ins Erwachsenenalter.
Studienleiterin Ulrike Haerendel diskutierte mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Verbänden über die Ursachen von Kinderarmut, vor allem aber über Strategien zu deren Bekämpfung. Nachfolgend ihr Bericht:
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| Die Fernsehjournalistin Maria von Welser, die auch stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland ist, las aus ihrem Buch "Leben im Teufelskreis". |
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Entfremdete Nachbarn
Ungarn und die Slowakei - sechs Jahre nach dem EU-Beitritt
In Ungarn schaffte die rechtsradikale Partei „Jobbik“ den Einzug ins Parlament. Hingegen zeichnet sich in der Slowakei nach den Parlamentswahlen ein Bündnis von vier konservativen und liberalen Parteien ab. Die Rechtsextremen wurden abgestraft. Unterschiedlicher können Nachbarn nicht sein. Doch wie können beide Staaten die Zerreißprobe aus wirtschaftlicher Depression und innenpolitischer Krise bewältigen?
In Zusammenarbeit mit Professor Franz-Lothar Altmann und Hansjörg Brey von der Südosteuropa-Gesellschaft in München erörterte Studienleiter Martin Held Möglichkeiten einer Versöhnung im nachbarschaftlichen Verhältnis der beiden südosteuropäischen Länder. Emil Brix, Österreichischer Botschafter in London, beschreibt nachfolgend die historischen Gründe für die Spannungen der beiden osteuropäischen Nachbarstaaten:
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