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Einladung zur Buchpremiere (Nur für Journalisten!)
Heiner Geißler 'Was würde Jesus heute sagen?'
'Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums'
Heiner Geißler stellt im Gespräch mit Jutta Limbach, der Präsidentin des Goethe-Institutes Inter Nationes, sein neues Buch vor.
Einführung und Begrüßung: Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner,
Mittwoch, den 17. September 2003 im Schloß der Evangelischen Akademie Tutzing, Schloßstr. 2-4, 82327 Tutzing, Beginn 11.00 Uhr.
Warum "gerieten die Leute außer sich", wie der Jesus-Biograph Matthäus schreibt, "als sie seine Worte hörten"? Was an ihm hat die Menschen fast verrückt gemacht? Warum forderten die Machthaber seinen Tod? Was würde Jesus heute sagen?
In seinem neuen Buch erzählt Heiner Geißler die unerhörte Geschichte des Jesus von Nazareth. Er überträgt die Aussagen des Evangeliums in die heutige Zeit und konfrontiert die politische, kulturelle und ökonomische Gegenwart mit der schönsten und gleichzeitig revolutionärsten Botschaft der Weltgeschichte.
Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing und des Rowohlt.Berlin Verlages
Mit Fragen wenden Sie sich bitte an: Rowohlt. Berlin, Harriet Koehne, Tel.: 030 / 285 384 15
Email: harriet.koehne@rowohlt.de
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| Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung |
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| Dr. Wolfgang Schäuble, stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion |
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Recht auf Krieg oder Pflicht zum Frieden?
Frühjahrstagung des Politischen Clubs
Der Irak-Krieg stellt die UNO, aber auch die atlantische Allianz und die Europäische Union auf eine bisher nicht gekannt Probe.
Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges diskutierte der Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing, Bundesminister a.D. Heiner Geißler, auf der Frühjahrstagung die Frage, wie die politischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen für eine neue Weltfriedensordnung aussehen müssen und welche Rolle Deutschland und Europa in einer erst noch entstehenden echten Völkergemeinschaft spielen sollen.
Nachfolgend einige statements.
"Weltweit werden derzeit nur rund 50 Milliarden US-Dollar zur Entwicklungshilfe ausgegeben, während allein für den Irak-Krieg mit Kosten von 200 Milliarden US-Dollar gerechnet wird", kritisierte die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), und mahnte zur Vermeidung zukünftiger Kriege eine Intensivierung der internationalen Entwicklungshilfe an.
"Die Uneinigkeit der Europäer und die Haltung der Bundesregierung haben in der Frage des Irak-Kriegs einen politischen Scherbenhaufen angerichtet", betonte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Schäuble. Deshalb müsste nach dem Ende des Krieges die Führungsstärke der USA wieder in eine weltweite "kooperative Ordnung" eingebunden werden. Nur so sei eine Abrüstung des Atomarsenals in Nordkorea und eine wirksame Bekämpfung des Terrorismus möglich.
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Das von den USA im Irak-Krieg vertretene Recht auf Prävention sei "ein Rückfall in die Selbstermätigung der Staaten des 19. Jahrhunderts", erklärte der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer. Das System internationaler Beziehungen müsse den Übergang von der Epoche der Nationalstaaten zur Epoche der Weltbürgergesellschaft vollziehen. Nur so sei eine effiziente Friedenspolitik möglich.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Gernot Erler, vertrat den Standpunkt, dass die USA im Irak-Krieg eine neue nationale Sicherheitsstrategie erproben würden. "Erstmals nehmen sich die USA das Recht heraus, antiamerikanische Staaten wie den Irak auch dann militärisch zu entwaffnen, wenn nicht unmittelbare, sondern potenzielle Gefahr von ihnen ausgeht." Der Krieg gegen den Irak sei gegen den Willen der Mehrheit der Weltbevölkerung begonnen worden. Er stelle eine Krise des internationalen Systems dar, "deren Folgen wir nicht absehen können", so Erler.
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| Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen |
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| Gernot Erler, stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion |
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| David Wolfson, Gesandter-Botschaftsrat, Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin |
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| Faraj Sarkohi, Iranischer Journalist und Schriftsteller |
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Der Botschaftsrat der Vereinigten Staaten von Amerika in Berlin, David Wolfson, appellierte an die Teilnehmer der Tutzinger Expertentagung, das Verhalten Deutschlands gegenüber den USA zu überdenken: "Welches sind die gemeinsamen Interessen und Grundwerte beider Länder? Danach müssen wir gemeinsam nach Zukunftsperspektiven suchen."
Der iranische Journalist und Schriftsteller Faraj Sarkohi resümierte: "Die Basis für das Wiederaufleben des traditionalistischen Islams sind die ungelösten Probleme, die aus dem Widerspruch zwischen Tradition und Modernität resultieren. Aber drei weitere Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Armut und wirtschaftliche Rückständigkeit, korrupte und despotische Regierungen und die Unterstützung der Diktaturen durch westliche Regierungen."
Nähere Informationen über die Frühjahrstagung des Politischen Clubs erhalten Sie in der kommenden Ausgabe der "Tutzinger Blätter".
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| Begrüßung im Schloss: Akademiedirektor Friedemann Greiner, Minister Kurt Faltlhauser, Karin Greiner, Gastredner Hans-Jürgen Papier, Dorothea Friedrich und Landesbischof Johannes Friedrich (v.l.) |
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| Für eine Zusammenlegung von Bundesländern zu "etwa gleich großen und gleich potenten" Einheiten hatte sich der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Hans-Jürgen Papier, beim Jahresempfang der Akademie ausgesprochen. Das sei nötig, um einen "Wettbewerbsföderalismus" zu sichern. |
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Jahresempfang der Akademie am 30. Januar 2003
Professor Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hielt die Festrede
Die Reformfähigkeit des Staates stand dieses Jahr im Mittelpunkt des traditionellen Jahresempfangs der Evangelischen Akademie Tutzing. Etwa 400 Gäste, darunter offizielle Vertreter aus 13 Ländern, hatten an dem Festakt teilgenommen.
In seiner Festrede richtete Professor Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, einen eindringlichen Appell an das Auditorium: Er warnte nachdrücklich vor einer Entmachtung der Parlamente. Papier wandte sich besonders gegen den "ausufernden Einsatz" von Kommissionen und anderen Gremien - von der Hartz-Kommission über die Rürup-Kommission bis zum "Nationalen Ethikrat". Häufig würden dort konkrete Eigeninteressen verfolgt - für Papier ein Gefährdungspotenzial für die parlamentarische Demokratie.
Nichts hindere die Abgeordneten, ihre Mandate effektiv wahrzunehmen, sagte Papier. Offenbar habe die Entwicklung zu einer "Abstumpfung" geführt. Der Parlamentarismus müsse gestärkt werden, eventuell durch eine längere Legislaturperiode im Bundestag. Auch für eine Neugliederung des Bundesgebiets mit etwa gleich großen Ländern sprach sich Papier aus. Vor der Einführung des Volksentscheids auf Bundesebene dagegen warnte er.
(Auszug aus: Starnberger Merkur, vom 31.01.2003)
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Heiner Geißler (CDU) übernimmt die Leitung des Politischen Clubs
Akademiedirektor Dr. Friedemann Greiner hat mit Zustimmung des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Tutzing den ehemaligen Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit, Dr. Heiner Geißler (CDU), ab dem Frühjahr 2003 zum neuen Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing berufen.
In der über 40jährigen Geschichte des Politischen Clubs übernimmt nach Klaus Bölling (SPD), Karl Moersch (FDP), Professor Dr. Kurt Sontheimer und Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP) nun ein Christdemokrat die Leitung dieser bundesweit anerkannten Einrichtung der Evangelischen Akademie Tutzing.
Heiner Geißler, Jahrgang 1930, ist examinierter Philosoph und promovierter Volljurist. Von 1977 bis 1989 arbeitete er als Generalsekretär der CDU, von 1989 bis 2000 war er Mitglied des Bundesvorstandes der CDU und von 1991 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Im Münchner Presseclub erklärte Geißler Anfang Dezember den Journalisten, dass er im Politischen Club "einen Dialog zwischen Politik, Ethik und Kultur" neu entfachen wolle. Die ethischen Maßstäbe für politisches Handeln seien "international abhanden gekommen". Politik erscheine vielen Menschen als "wetterwendisch und flatterhaft". Seine neue Aufgabe bezeichnete er als "Auszeichnung und Ehre für mich".
Geißlers erste Tagung wird sich vom 21. bis 23. März 2003 mit der Frage "Gibt es das Recht auf Krieg?" befassen. Auch im Blick auf die Gewaltfrage müsse das Verhältnis von Politik und Ethik neu bestimmt werden, sagte Geißler.
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| Bundesminister a.D. Dr. Heiner Geißler, Leiter des Politischen Clubs an der Evangelischen Akademie Tutzing. |
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