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| Wulf Kirsten in seinem Arbeitszimmer |
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Wulf Kirsten mit Marie Luise Kaschnitz-Preis ausgezeichnet
Am Sonntag, den 19.11.2000, erhielt der Lyriker Wulf Kirsten den mit 15.000 Mark dotierten Marie Luise Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing.
In seiner Dankesrede kritisierte Kirsten den von CDU/CSU in die Diskussion gebrachten Begriff der deutschen "Leitkultur". Es lasse ihn nicht gleichgültig, "wenn Politiker von einer deutschen Leithammelkultur schwärmen". Diese müsste dann wohl folgerichtig auch von einer Leitstelle aus dirigiert werden - ähnlich einer als Rechtschreibreform ausgegebenen und ministeriell abgesegneten Anordnung. "Zuvor wünschte ich mir eine öffentliche Veranstaltung, in der sich politische Leitfiguren zur deutschen Kultur befragen ließen", sagte der Lyriker.
Peter Hamm würdigte in seiner Laudatio den "Steinmetzsohn aus dem Sächsischen" als einen Dichter, dessen eigentliches Element das "Schwere" sei. In seinen von Schwermut gesättigten Gedichten sei das Wort Mut noch nicht untergegangen. In seinem Gedicht "dorf" habe er allen in der DDR geschleiften Dörfern ein Denkmal gesetzt. Kirstens gesammeltes lyrisches Werk zehrten von seiner Erinnerung an das Kindheitsland - das Land der Elbhöhen Zwischen Dresden und Meißen. (Starnberger Merkur, 20.11.2000)
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Neue Klasse für die Politik - Herbsttagung des Politischen Clubs
Instrumente gegen die Allmacht der Ewig-Mandatsträger schaffen
Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs plädierte Gunda Röstel (Bündnis 90/Grüne) dafür, plebiszitäre Elemente auf Bundesebene zu realisieren. Eine weltweite Bürger-Emanzipation werde momentan nicht genügend berücksichtigt, sagte Röstel. Sie nannte in diesem Zusammenhang die Bürgerbewegungen in Osteuropa und der ehemaligen DDR, den "Bürgermut" der Menschen in Belgrad sowie das ökologische und soziale Engagement vieler Jugendlicher.
Die frühere Bundes-Vorsitzende der Bündnisgrünen sprach sich auch dafür aus, Bürger verstärkt bei Abstimmungen auf der kommunalen Ebene miteinzubeziehen, beispielsweise, wenn es um kommunale Großprojekte oder Kreditaufnahmen gehe. Außerdem sollten Bürger die Listenaufstellungen bei Wahlen auf Europa- und Bundestagsebene maßgeblich beeinflussen können. "Es müssen Instrumente geschaffen werden, um die graue Allmacht der Ewig-Mandatsträger abzuschaffen", stellte sie fest. (epd, Nr. 91, 13.11.00)
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| Gunda Röstel, Bündnis 90 / Die Grünen |
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| Dr. Guido Westerwelle, Generalsekretär der FDP |
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Für Politik bei Big-Brother geworben
FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle hat seinen Auftritt bei Big-Brother verteidigt. Auf der Herbsttagung des Politischen Clubs sagte Westerwelle: "Wir müssen neue Wege gehen, um unpolitische Jugendliche zu erreichen". Die Hälfte der Jugendlichen gehe nicht mehr zu Landtags- und Kommunalwahlen, zuweilen seien es sogar zwei Drittel. Deshalb sei es notwendig, die Jugendlichen dort aufzusuchen, wo sie auch tatsächlich sind.
Nach dem Auftritt bei 'Big-Brother' habe er hunderte von Briefen bekommen, in denen viele Fragen zur FDP gestellt worden seien. Politiker dürfen Orte nicht meiden, wo solche Fragen auftreten, sagte der Generalsekretär. Politik dürfe nicht nur für eine Informationselite gemacht werden. (epd Nr. 91, 13.11.00)
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Welche Eliten für welche Gesellschaft?
So lautete das Thema einer Tagung, zu der das 'Forum für Junge Erwachsene' der Evangelischen Akademie Tutzing gemeinsam mit dem Cusanuswerk und dem Evangelischen Studienwerk im Juli 2000 nach Tutzing eingeladen hatte.
Den Vortrag von Wolfgang Schäuble mit dem Titel "Wieviel Konsens braucht die Wettbewerbsgesellschaft?" können Sie hier nachlesen:
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| Dr. Wolfgang Schäuble, MdB, Mitglied des Präsidiums der CDU |
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| Begrüßung: Prinz Hassan von Jordanien und Bundespräsident a.D. Roman Herzog im Schlosshof der Akademie. |
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Verleihung des Toleranzpreises an Bundespräsident a.D. Roman Herzog
Die Laudatio hielt Prinz Hassan von Jordanien
Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog erhielt am 14. Mai 2000 den „Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing“. Diese erstmals verliehene und mit 20.000 DM dotierte Auszeichnung solle an Persönlichkeiten gehen, die den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen maßgeblich förderten, sagte Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) bei der Preisverleihung.
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Prinz Hassan von Jordanien würdigte Herzog in seiner Laudatio als einen „Mann von Respekt“, dessen Beiträge auf akademischem Gebiet und in religiösen Fragen für Deutschland einzigartig seien.
In seiner Dankesrede bezeichnete Herzog gegenseitige Toleranz als eine Frage der Würde des Menschen. Die Toleranz zwischen Weltanschauungen und Religionen sei „Voraussetzung und Instrument einer menschenwürdigen Weltpolitik“.
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| Akademiedirektor Friedemann Greiner (li.) überreicht die Urkunde an Bundespräsident a.D. Roman Herzog.
Im Hintergrund: Prinz Hassan von Jordanien. |
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| Protokollarisches: ein gemeinsamer Spaziergang der Gäste durch den Schlosspark zum Ufer des Starnberger Sees. |
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Bundespräsident zu Gast in Tutzing
Johannes Rau hielt am 19. Januar 2000 den Festvortrag auf dem Jahresempfang der
Evangelischen Akademie Tutzing
Wiederum hatten Honoratioren aus Politik, Kirche
und Gesellschaft am 19. Januar
an dem traditionellen Jahresempfang der
Evangelischen Akademie Tutzing
teilgenommen.
Akademiedirektor Friedemann Greiner (re.) verwies nicht ohne Stolz darauf,
dass die Akademie im vergangenen Jahr 111 eigene und 150 Gastveranstaltungen
angeboten habe, an denen mehr als 20.000 Besucher teilnahmen. Landesbischof Johannes
Friedrich (li.) wünschte der Akademie Erfolg darin, den Menschen dabei zu helfen, den
Blick notwendigerweise "von uns weg hin zu Christus zu richten". Bundespräsident
Johannes Rau lobte die Akademie als einen Ort, an dem man "neue
Gedanken ausprobieren oder auch an alte, vielfach vergessene Gedanken erinnern"
könne.
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