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Am 15. Juni 1947 wurde das "Evangelische Freizeitenheim Schloss Tutzing" von Landesbischof D. Hans
Meiser eingeweiht - der Gründungstag der Evangelischen Akademie Tutzing.
Ihr Auftrag lautet:"Menschen werden in das Tutzinger Schloss geladen, um über die Lebensfragen, vor
die ein jeder von uns durch die Gegenwart gestellt ist, gemeinsam zu beraten und Klärung zu suchen.
Menschen der verschiedensten Anschauungen nehmen daran teil, in gleicher Weise solche, die dem Christentum
nahestehen, wie solche, die ihm fernstehen. Voraussetzung dieser Gespräche ist Aufrichtigkeit und
der Wille, von anderen zu lernen. Die Kirche treibt hier nicht Dogmatik und setzt hier keine fertigen
Lösungen vor. Niemand braucht zu fürchten, sich zudringlichen Überredungesversuchen ausgesetzt zu
sehen, die wir alle scheuen, weil man gegen solche Überfälle wehrlos ist. Es gibt kaum einen so
freien Boden wie den der Evangelischen Akademie: hier kann man sich alles sagen, alles fragen und
jede Kritik rückhaltslos an die richtige Adresse bringen."
Mit diesen programmatischen Sätzen nahm die Akademie vor sechzig Jahren ihre Tagungsarbeit auf. Und
treffender kann man auch den gegenwärtigen Anspruch des Akademieauftrages nicht beschreiben. Im
Horizont unserer christlichen Tradition geht es immer wieder um die Aufgabe, sowohl die Chancen als
auch die drängenden Probleme von Gesellschaft und Individuum aufzuzeigen und nach tragenden
Lösungsmöglichkeiten zu suchen. In diesem Sinne hat die Evangelische Akademie Tutzing sechs Jahrzehnte
das politische und geistige Leben in unserem Land mit gestaltet. Ein solches Jubiläum gibt Anlaß,
Bilanz zu ziehen und Perspektiven für die zukünftige Arbeit zu entwickeln. |
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Dr. Friedemann Greiner
Direktor Evangelische Akademie Tutzing
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Prof. Christoph Lindenmeyer
Vorsitzender Kuratorium
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