34. Robert Geisendörfer-Medienpreis verliehen

Mit dem Robert Geisendörfer Preis 2017 sind am Dienstag, den 10. Oktober 2017, in München vier Fernseh- und zwei Radioproduktionen ausgezeichnet worden. Die Jury „Allgemeine Programme“ unter Leitung des Vorsitzenden, Kirchenpräsident Dr. Dr. h. c. Volker Jung, ehrte unter anderem den 3sat-Film „La buena vida. Das gute Leben“ und das MDR-Hörspiel „Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen“. Mit einem Sonderpreis würdigte die Jury die Produzentin Gabriela Sperl für die ARD-Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ über die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe. Der Medienpreis der evangelischen Kirche wurde zum 34. Mal vergeben. Weitere Preise gingen an die Arte-Dokumentation „Endstation Bataclan. Vom Busfahrer zum Attentäter“ und das BR-Hörfunk-Feature „Schöner neuer Wahn. Eine Verschwörungstheorie Marke Eigenbau“.

Die Jury „Kinderprogramme“ würdigte unter Leitung des Vorsitzenden, Pfarrer Bernd Merz, die BR-Sendung „Der Leben- und Sterben-Check“ aus der Reportagereihe „Checker Tobi“ und die HR-Dokumentation „Schau in meine Welt! Jons Welt“ über einen autistischen Jungen. Der Kinderfernsehpreis wird von der „Wolfgang und Gerda Mann Stiftung – Medien für Kinder“ und seit 2013 auch von der Evangelischen Akademie Tutzing gestiftet. Akademiedirektor Udo Hahn ist seit 2006 Mitglied der Jury. Ursprünglich gehörte die Evangelische Akademie Tutzing neben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Konföderation Evangelischer Kirche in Niedersachsen, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) zu den Trägern, die diesen nach dem bayerischen Pfarrer und Medien-Pionier Robert Geisendörfer benannten Preis ins Leben riefen. Die Akademie hatte 2004 die Mitträgerschaft aufgekündigt. „Wir sind unserem Sponsor „Bruderhilfe – Versicherer im Raum der Kirchen“ dankbar, dass wir uns mit 3.000 Euro an dem Preis beteiligen können“, sagte Hahn. „Auch Kinder haben einen Anspruch auf ein qualitätvolles Programmangebot. Auszeichnungen mit dem Robert Geisendörfer-Preis sind Bestätigung und Ansporn für Sender wie für Autorinnen und Autoren.“

Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.
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Fotos: © Lukas Barth

Wurde mit dem Sonderpreis der Jury 2017 für die Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ ausgezeichnet: Filmproduzentin Dr. Gabriela Sperl.

Stifter des Kinderfernsehpreises und die die Preisträger (v.r.n.l.): Akademiedirektor Udo Hahn, Geisendörfer-Preis-Geschäftsführerin Claudia Cippitelli, Marco Giacopuzzi („Schau in meiner Welt! Jons Welt“), Brigitte Kaßeckert („Checker Tobi. Der Leben- und Sterben-Check“), Gerda und Wolfgang Mann, Jury-Vorsitzender Bernd Merz sowie Johannes Honsell („Checker Tobi. Der Leben- und Sterben-Check“).